Reiseguide: Lissabon (2)

Im Alltag Lissabons spiegelt sich die Vielfalt der früheren Kolonialmacht Portugal wieder. Indische Tuktuks, Restaurants im Kolonialstyle und die spezielle Architektur des Landes machen die Stadt zu einem aufregenden Reiseziel.

Tipp 5: Lissabon bei Nacht
Wenn die Nacht über Lissabon hereinbricht, scheint es, als würde sich die Stadt in eine andere verändern. Tagsüber verlassene Straßen im Stadtviertel Bairro Alto verwandeln sich nachts in Partymeilen – vor allem am Wochenende. Wer es ruhiger angehen lassen möchte, kann vom Cais das Colunas aus die Aussicht über den Tejo, die Ponte 25 de Abril und die Christusstatue genießen und dabei den Straßenmusikern lauschen. Auch ein nächtlicher Besuch eines der zahlreichen Miradouros (Aussichtspunkte) zahlt sich aus – vor allem, wenn man den Touristenmassen entgehen will.

Tipp 6: Museu de Marinah
Wer Lust auf das Hardcore-Touri-Programm hat, sollte unbedingt dem etwas außerhalb gelegenen Stadtteil Belem einen Besuch abstatten. Alle Reiseführer, die dazu raten, das vormittags zu tun können getrost ignorieren werden – scheinbar halten sich ausnahmslos alle Touris daran. Bereits um 11 Uhr hat sich vor dem Torre de Belém oder dem Mosteiro de Jeronimos eine lange Menschenschlange gebildet. Erstern auch von innen zu betrachten kann man dabei getrost auslassen. Das Wahrzeichen Lissabons ist innen völlig leer. Im weniger stark frequentierten Museu de Marinha geben historische Landkarten, Nachbauten von Galeeren und Kreuzfahrtschiffen einen Einblick in die Seefahrer- und Entdeckergeschichte Portugals.

(c) Barbara Bürscher

(c) Barbara Bürscher

Drei Insider Tipps:

  1. Beim Schlendern durch die Stadt bekommt man den Eindruck, dass Lissabon eine einzige riesige Begegnungszone ist. Ob ein Autofahrer vor einem Zebrastreifen stehen bleibt oder nicht, scheint im Ermessen des Fahrers zu liegen – Vorsicht ist also geboten, will man nicht überfahren werden.
  2. Sollte die Urlaubslektüre ausgehen, stattet man am besten dem Pois Cafe einen Besuch ab. Dort gibt es nicht nur Kaffee, sondern auch einen Büchertausch.
  3. Wer öffentliche Verkehrsmittel benutzen will, besorgt sich am besten eine Viva Viagem-Karte. Die wieder aufladbare Magnetkarte ist für alle öffentlichen Verkehrsmitteln, auch Fähren, gültig.

Was man nicht tun sollte:

  1. … Klopapier in die Toilette werfen.

Die Kanalisation in Lissabon ist alt – vor allem in der Alfama. Meist darf das Klopapier deshalb nicht hinuntergespült werden. Darauf sollte man nicht vergessen – sonst steht man mit den Essstäbchen vom Vormieter über der Schüssel um es wieder hinauszufischen.

  1. … eine Fahrt mit einer Standseilbahn (Ascensores)

Es dauert meist ein paar Minuten bis jeder Fahrgast seinen Fahrschein beim Fahrer gelöst bzw. gekauft hat. Im Inneren quetscht sich Tourist an Tourist und das Ziel ist nach wenigen Minuten erreicht.

  1. … Schuhe ohne Profil anziehen

Viele Straßen und Gehwege in Lissabon bestehen aus Pflastersteinen und machen den Eindruck als wären sie extra glatt poliert. Spaziert man mit Schuhen ohne Profil durch die steilen Straßen, kann diese Tatsache schnell dafür sorgen, dass nicht nur die Schuhsohlen, sondern auch das Hinterteil mit den Straßen Bekanntschaft macht.

Titelbild: (c) Barbara Bürscher


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Barbara Bürscher ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: barbara.buerscher[at]mokant.at

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