Reiseguide: Ishigaki

Ishigaki

Auf Ishigaki trifft Hang-Loose-Lifestyle auf japanische Ordnung. Mit Korallen geschmückte Häuser säumen die engen Straßen der Insel und frisch gefangener Fisch wird auf delikateste Weise zubereitet.

Die Menschen auf Ishigaki sind braungebrannt und schmücken ihre Häuser mit Korallen und Muscheln. Vor ihren Eingangstoren bewachen kleine Statuen ihr Heim und Gut. Den Klimaunterschieden in Japan ist es zu verdanken, dass man hier sowohl mit Rochen schwimmen als auch Snowboarden gehen kann. Die beiden extremsten Pole des Landes, Ishigaki und Hokkaido, sind 2600 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt – dementsprechend anders ticken die Uhren. Während in Hokkaido das raue Wetter die Mentalität beeinflusst und in Tokio der Futurismus die Menschen antreibt, strotzt Ishigaki nur so vor grüner Natur, kristallklarem Wasser und weißen Stränden.

Ein Rendezvous mit Starbucks und Ramen
Wer die urbanen Größen hinter sich lässt, taucht in das „Playmobil“-artige Ambiente Ishigakis ein. Eine kleine Maschine landet sicher auf dem winzig kleinen Flughafen von Ishigaki-Main-Town, der aus einem Gate, einem Paketband und einer Mini-Ankunfts- und Abflughalle besteht. Aber auch hier hat Franchise seine gierigen Wurzeln geschlagen, und so werden Reisende von Starbucks begrüßt – der gleich neben Ständchen mit heißdampfender „Ramen“ steht. Die Verkäufer bei Starbucks sind zuckersüß und europäische Touristen kaum gewohnt, sodass sie leise kichernd kleine Tierchen auf die Pappbecher malen. Vom Flughafen fährt ein kleiner, ja wirklich kleiner, Bus über die Insel und spuckt die Leute an ihren Stationen aus. Die Abfahrtszeiten werden in Japan übrigens präzise eingehalten. Man sollte also nicht den Fehler machen und den Busfahrer warten lassen, weil plötzlich doch noch mal die Blase drückt. Das bringt ihn in die Bredouille, die peinlich genaue Pünktlichkeit einzuhalten, aber andererseits dem Wunsch des Fahrgasts nachzukommen.

Bus auf Ishigaki © Christina Seitz

Bus auf Ishigaki © Christina Seitz

In der Ruhe liegt die Kraft
Dieses Motto scheint auf Ishigaki entstanden zu sein. Halligalli wird hier ganz klein geschrieben. Abgesehen davon, dass sich relativ wenig Leute auf den Straßen tummeln, wird spätestens beim Sonnenuntergang sinnbildlich der Gehsteig hochgeklappt. Die schneeweißen Strände mit ihrem kristallklaren Wasser werden automatisch zum Privatstrand. Siesta-Zeiten werden auf Ishigaki heiß geliebt und brav eingehalten. Da kann man schon mal zur Mittagszeit vor geschlossenen Türen stehen und weit und breit kein offenes Lokal finden. Auch haben die Lokale, Bäckereien und Supermärkte ihre individuellen Ruhetage. Diese sind aber aufeinander abgestimmt. Mit ein bisschen Recherche und Rücksprache mit den Einheimischen findet man immer irgendwo einen Snack – ein bisschen Planung im Voraus macht sich hier bezahlbar.

"Privatstrand" © Christina Seitz

Privatstrand mit eigener Schaukel © Christina Seitz

Über Frische Fische, FKK und Insidertipps für Ishigaki

Titelbild: (c) Christina Seitz


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