Reiseguide: Ishigaki (Teil2)

Auf Ishigaki trifft Hang-Loose-Lifestyle auf japanische Ordnung. Mit Korallen geschmückte Häuser säumen die engen Straßen der Insel und frisch gefangener Fisch wird auf delikateste Weise zubereitet. Teil 2.

Frische Fische fischt Ajiya Jinbei
Die Insel Ishigaki ist vom Ostchinesischen Meer umgeben und die Speisekarten der Restaurants und Lokale werden von Meeresfrüchten und fangfrischem Fisch dominiert. Den hervorragendsten Fisch und die gelungensten Kreationen gibt es bei Ajiya Jinbei. Diniert wird traditionell in der Hocke vor niedrigen japanischen Tischen. Das kunstvoll drapierte Essen wird auf unterschiedlichem Ton-Geschirr und Porzellan serviert. Als Digestif bietet der Gastgeber den hausgebrannten und sehr starken „Awamori“-Schnaps an. Da ist es wieder gut, dass die Insel so klein ist und man garantiert nicht allzu weit nach Hause hat.

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Frischer Fisch © Christina Seitz

Wer gerne vom Grill isst und nicht so sehr Sorge um den Geruch seiner Haare und Kleidung hat, ist bei U-Maru goldrichtig. Jeder Tisch hat seinen eigenen „teppan“ (Grill, Anm.d.Red.), auf dem der Gastgeber für jeden Gast die kalorienreiche Spezialität „Okonomiyaki“ zubereitet.

Ein Highlight der, sagen wir mal salopp, „Gastrosezene“ von Ishigaki ist eindeutig die „Pulau Lady“. Die humorvolle und herzallerliebste Gastgeberin ist Köchin und Barkeeperin zugleich in ihrem kleinen schmucken Laden Pulau. So kann das Essen schon mal Minimum eine Stunde dauern. Das fördert sowohl den Getränkeumsatz als auch den Pegel, denn die „Pulau Lady“ beherrscht die Arbeit hinter dem Tresen genauso wie am Herd. Das Menü kommt mit bunter Bebilderung daher und so weiß man ganz genau, was einen auf dem Teller erwartet: großartiges und wahnsinnig leckeres Essen nach indonesischer Art.

Bei den Nachbarn vorbeischauen
Wem selbst Ishigaki zu hektisch ist, der kann einen Abstecher auf die Nachbarinsel Iriomote machen. Die mit einer Fähre erreichbare Insel ist noch dünner besiedelt und ursprünglicher als die große Schwester Ishigaki. Für den Ausflug sollte man auf jeden Fall viel Zeit einplanen, da die öffentlichen Verkehrsmittel recht unregelmäßig verkehren. Die Mangrovenwälder am „Urauchi-Fluß“ mit anschließender Wanderung zu zwei Wasserfällen sind die Überfahrt aber wert. Nach einem sich durch den Wald schlängelnden Weg wird der Anstieg belohnt. Während die erhitzten Füße im kalten Flusswasser baden, freut sich der Magen über eine mitgebrachte Bento-Box. Wer während der Wanderung noch nicht genug transpiriert hat, kann sich bei diversen Anbietern ein Kanu ausborgen und auf eigener Faust über den „Urauchi-Fluß“ schippern. Dabei kann man nicht nur die sich im Wasser spiegelnden Mangroven und das kristallklare Wasser, sondern mit viel Glück auch Schildkröten aus nächster Nähe sehen.

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Iriomote © Christina Seitz

 

Insidertipps:
1. Mit dem Fahrrad die kleinen Kieswege abfahren und so die idyllischsten Strände finden.
2. Achtung! Veggies haben es schwer. Auf Ishigaki wird hauptsächlich Fleisch oder Fisch serviert. In den Hauptsaisonen der Obst- und Gemüseernte ist das Veggie-Angebot aber etwas besser.
3. Nicht auf Öffis verlassen und stattdessen den internationalen Führerschein mitnehmen, dann sieht man noch mehr von der Insel und ist mobiler.

Was man auf Ishigaki nicht tun sollte:
1. Während der Silver oder Golden Week hinreisen. Die Japaner nutzen bestimmte Brückentage, um selbst zu verreisen. Unterkünfte und Verkehrsmittel sind meist ausgebucht. Einfach vor dem Buchen informieren.
2. Zu viel Geld ausgeben. In überteuerten Mini-Supermärkten einzukaufen, sollte man bleiben lassen. Mit ein bisschen Recherche lässt sich vor Ort herausfinden, wo es vielleicht eine Hausfrau gibt, die günstige Bento-Boxen verkauft.
3. FKK. Die japanische Sitte ist (immer noch) sehr zurückhaltend. Auch wenn die Strände auf Ishigaki meist menschenleer sind, wird es nicht gern gesehen, wenn oben ohne oder gar nackt gebadet wird.

Über Starbucks, Ramen und Halligalli auf Ishigaki

Titelbild: (c) Christina Seitz


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