Reiseguide: Algarve

P1210633 Kopie

Entschleunigung und genüssliche Momente scheinen den Alltag an der Algarve auszumachen. Die gemütliche Art der Portugiesen, das leckere Essen und die unzähligen Strände laden zu einem längeren Verweilen ein.

Im Sommer an der Algarve ist es heiß. Sehr heiß. Der Sand brennt an den Fußsohlen. Als Feuerlöscher hilft das kühle Wasser des Atlantiks oder auch ein kaltes „Sagres“. Was es sonst noch zu erleben gibt an der Algarve, hat mokant.at zusammengetragen.

Am Strand, da gibt’s koa Sünd
„Bola Bola Bola“, tönt es an jedem Strand entlang der Algarve. In großen Körben tragen braungebrannte Männer und Frauen mit Vanillecréme oder Nutella gefüllte Krapfen den Strand entlang. Mit Glocken und lauten Rufen versuchen sie, die vor sich hinbrutzelnden Strandgäste zum Kauf eines kleinen Zuckerschocks namens „Bloas de Berlim“ zu animieren. Zwar sind die Krapfen nicht gerade das allergesündeste Essen, aber wer denkt im Urlaub oder beim Reisen schon an Kalorien? Mehr als einen kann man aufgrund der dicken Zuckerschicht sowieso nicht essen, also kann sich das schlechte Gewissen hinter dem Genuss anstellen.

Praia Dona Ana © Christina Seitz

Praia Dona Ana © Christina Seitz

Ich packe meinen Kofferraum und nehme mit…
Wer die Möglichkeit hat sich ein Auto auszuborgen oder zu mieten, sollte diese Option unbedingt in Betracht ziehen. Strandmatten und Schirm in den Kofferraum und ab geht die kurzweilige Fahrt. Die Strände der Algarve sind zwar meistens auch öffentlich erreichbar, mit einem Auto ist aber die Auswahl und die Flexibilität größer. Außerdem können Urlaubsutensilien ganz unkompliziert transportiert werden – und am Mitbringen eines Schirms kommt kaum wer vorbei. Einzig an-krebsfarbenem-Hautton-Interessierte wagen sich ohne Sonnenschutz unter die portugiesische Sonne.
Die Fahrten von Ortschaft zu Ortschaft oder weiter an die Strände führen durch die trockene, aber schöne Landschaft der Algarve. Die weißen Häuser stechen wie kleine Stecknadelköpfe aus der hellbraunen Landschaft hervor. Oliven- und Oleanderbäume säumen die Küstenstraßen. Der Verkehr ist zu bewältigen und die Straßen sind gut beschildert.

Peixe, Peixe y Peixe!
Der Küstenlage verdankt die Algarve ihr großes Angebot an Meerestieren. Fische, Meeresfrüchte und Muscheln landen deswegen bevorzugt in den Töpfen der Köche. Auf den Speisekarten der Restaurants werden Fischfilets, gegrillte Spieße und Fischtöpfe mit Reis angeboten. Ein kulinarisches Muss ist der Reis mit Herzmuscheln. Das leichte Schmorgericht erinnert ein bisschen an italienisches Risotto, nur ohne den herzhaften Parmesan. Am besten schmeckt die leckere Speise im „Tasca Iberica“. Dort wird der Reis mit Fischfond aufgegossen, mit den Muscheln langsam gegart und mit Zitrone und Koriander verfeinert. Davor ein paar Tapas und ein paar Gläser des günstigen, aber leckeren Hausweins und der Abend auf den Hügeln Albufeiras ist perfekt.
Rustikaler geht es in Faro in der „Adega Nova“ zu. Das üppig dekorierte Lokal erinnert ein wenig an Wiener Heurige. Der portugiesische Service ist aber um einiges weniger grantig als der mit dem sogenannten Wiener „Charme“. Die Fischspieße sind riesig und werden vertikal hängend serviert. Die Preise sind, Algarve-typisch, sehr human.
Einheimische lieben den „Piraten“ von Lagos. Der Koch mit Piratentuch macht den besten gegrillten Fisch abseits der Touri-Trampelpfade. Das „Restaurante O Escondidinho“ ist aber vor allem berühmt für seinen Makrelen und Sardinen.

Tasca Iberico © Christina Seitz

Tasca Iberico © Christina Seitz

Chillen ist Trumpf und English-Breakfast ein Fail

Titelbild: (c) Christina Seitz


Seite 1 / Seite 2 


Passend dazu…
Mehr dazu…

 

Blase_rotHat dir dieser Artikel gefallen? Jetzt kannst du Supporter werden und damit unabhängigen Journalismus fördern! Wenn du über unsere neuen Artikel informiert werden willst, kannst du dich hier zu unserer Dienstagspost anmelden.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.