Frage der Woche: Populismus

Foto: (c) David Steiner

mokant.at wollte diese Woche wissen, wie Menschen auf der Straße über Populismus denken.

„Streit über Nutzen oder Gefahr des Populismus“, „Populismus: Die europäische Abstiegsgesellschaft“ oder „Eine Verteidigung des Populismus“ – seit einigen Monaten berichten Medien kontrovers über den Zulauf an Wählern, den populistische Politiker wie Donald Trump, Frauke Petry oder Norbert Hofer erleben. Kolumnisten, Künstler und Intellektuelle denken laut über Ursachen und Auswirkungen der Erfolge populistischer Parteien nach. Wissenschaftler bemühen sich um scharfe Abgrenzungen und analysieren deren Methoden und Strategien. Doch wie weit beeinflussen diese Diskussionen die Menschen? Wie erklären sie sich den Begriff Populismus?

Foto: (c) David Steiner

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Raphael
mokant.at:
Womit verbinden Sie Populismus?
Raphael: Populismus ist, wenn man viel redet und sich viel aufregt. Ob man es dann in Wirklichkeit besser macht, ist eine andere Frage. Ich verbinde Populismus mit viel Lärm, viel Wind, laut rufen.

mokant.at: Im letzten Jahr konnten populistische Parteien in Europa einige Wahlerfolge erzielen. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?
Raphael: Das hängt damit zusammen, dass die Leute nicht sehr zufrieden sind. Wenn sich jemand über das aufregt, worüber man unzufrieden ist, hört man dem wahrscheinlich eher zu.

Lisa
mokant.at: Wie würden Sie Populismus erklären?
Lisa: Populismus ist, wenn Dinge aus dem Kontext gerissen werden. Wenn daraus schöne Parolen gemacht werden, die den Menschen entgegengeworfen werden, ohne großartig Kontext zu schaffen.

mokant.at: Wieso sind populistische Parteien zur Zeit so erfolgreich?
Lisa: Populistische Parteien bieten einfache Antworten, die Menschen, die sich nicht zwingend lange mit Themen auseinandersetzten, gerne akzeptieren ohne sie in Frage zu stellen. „Das ist doch einfach, die haben die Lösung.“

Foto: (c) David Steiner

Foto: (c) David Steiner

Alessandro
mokant.at:
How would you define populism?
Alessandro: I would define it as being wilfully deceiving the public by telling them something they want to hear. Working on their innermost fears instead of telling the truth.

mokant.at: In many European countries populist parties are on the rise. What do you think is the reason for their success?
Alessandro: I think there are several reasons. One of it is that with technological change the income inequality gap has increased. So it’s very easy for rich people to get richer and the poor ones are being left out. Their jobs are being replaced. The governments have been tailoring their policies towards the richer end. There is greater dissatisfaction amongst the lower and the previous middle class. There is a lot of anger and frustration with the way things are. So they are going to the extreme either to the left or the right to complain against status quo.

Bernhard
mokant.at: Wie würden Sie Populismus definieren?
Bernhard: Dem nachzurennen, der am lautesten schreit. Das ist es schon.

Sofia
mokant.at: Was ist Populismus?
Sofia: Populismus adressiert Ängste. Was es ist, hat man nicht unter Kontrolle. Es ist eine Masse die anders denkt als Leute, die selbst nachdenken. In der Masse gibt es weniger Vernunft. Populisten sprechen Massen an.

Alena
mokant.at: Womit verbinden Sie Populismus?
Alena: Mit österreichischen Politikern wie Strache und Hofer, aber solche gibt es überall. Populisten versprechen Dinge, die sie nicht erfüllen können.

Titelbild: (c) David Steiner


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