Reiseguide: Tatooine

Vor dem Kinostart von Star Wars: Das Erwachen der Macht hat sich mokant.at auf die Reise in eine weit, weit entfernte Galaxis begeben. Der Wüstenplanet Tatooine hält für mutige Urlauber das eine oder andere Abenteuer bereit.

Auf Tatooine, dessen Oberfläche von endlosen Wüsten und steinigen Schluchten überzogen ist, gibt es vor allem eines zu sehen: Sand, sehr viel Sand. An den wenigen bewohnbaren Flecken des Planeten tummeln sich Schmuggler, gesuchte Schwerverbrecher und andere Halunken. Um es kurz zu machen: Tatooine ist nicht gerade der Ort, an dem man seine Flitterwochen verbringen will. Trotz aller Gefahren hat der Wüstenplanet seinen eigenen Charme. Wer gewillt ist, in puncto Sicherheit einige Kompromisse einzugehen, könnte auf Tatooine den (hoffentlich nicht den letzten) Urlaub seines Lebens verbringen.

Tipp 1: A pleasant Flight with Hutt Air
Wer sich dazu entschließt, nach Tatooine zu reisen, sollte sein Transportmittel weise wählen. Auf den Hauptverkehrsrouten wimmelt es von Piraten, die mit Spaceship-Hijacking ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Passagierschiffe der Hutt Air werden von Kopfgeldjägern eskortiert, die für Sicherheit sorgen. Bei Billig-Fluglinien sei Vorsicht geboten! Diese verzichten aus Kostengründen meist auf Begleitschutz und sind ein bevorzugtes Ziel für Piraten. Für den besonderen Nervenkitzel versucht man sein Glück am besten bei ortskundigen Schmugglern. Diese kennen die besten Schleichwege, um die Raumhäfen des Planeten anzufliegen. Sie sind aber auch dafür bekannt, ihre Passagiere gelegentlich an lokale Sklavenhändler zu verkaufen. Es empfiehlt sich also, beim Trinkgeld nicht allzu geizig zu sein.

Tipp 2: Raumhäfen, Cantinas, Lebensgefahr!
Die meisten Aufenthalte auf Tatooine beginnen wohl in Mos Eisley, einem der größten Raumhäfen des Planeten. Die Stadt selbst bewirbt sich als die touristenunfreundlichste der Galaxis und beruft sich dabei auf Referenzen berühmter Persönlichkeiten. So sagte etwa ein alter Jedi einst: „Nirgendwo wirst du mehr Abschaum und Verkommenheit versammelt finden als hier.“
Mos Eisley ist bekannt für seine Cantinas. Dort treffen sich Schmuggler und Schurken, um ihre Geschäfte abzuwickeln, aber auch Feuchtfarmer auf ihr Feierabend-Bier. An der Bar sollte man sich seinen Sitznachbarn lieber genauer anschauen, denn die Bereitschaft, Streitigkeiten mit dem Blaster zu lösen, ist in diesen Absteigen sehr hoch. Es kommen täglich zahlreiche Personen in Cantinas ums Leben. Wer sich an den rauen Umgang gewöhnt hat, kann hier gemütliche Stunden verbringen und den Klängen von Bands aus der ganzen Galaxis lauschen.

Tipp 3: Shopping und Podrennen in Mos Espa
In Mos Espa, einer größeren Stadt am Rande des Dünenmeers, spielt sich das Leben auf den Märkten ab. Dort bekommt man legale und illegale Waren aller Art – von der mandalorianischen Abendrobe bis hin zum imperialen Blaster. Die größte Attraktion in Mos Espa sind aber zweifelsohne die jährlichen Podrennen. Diese sind ein Spektakel, bei dem etwa ein Dutzend Piloten ihre selbstkonstruierten Gefährte über einen berüchtigten Rundkurs steuern. Die felsigen Schluchten und die Angriffe der Tusken-Räubern sorgen für ein spannendes Rennen. Lebensgefährlich ist aber vor allem der Konkurrenzkampf. Auf den Sieger warten ein saftiges Preisgeld und Ruhm, der weit über die Grenzen Tatooines hinausreicht.

Insider-Tipps:
1.
Wer nach Mos Eisley kommt, sollte sich die Chalmun’s Cantina Band nicht entgehen lassen. Sie zählt zu den besten des Outer Rim und wenn die Bezahlung stimmt, kann es schon einmal vorkommen, dass sie denselben Song zehn Stunden lang spielen.
2. Eine Münze in die Grube von Carkoon werfen. Die Einheimischen erzählen sich, dass dies lang anhaltenden Reichtum beschert. Im Magen des in der Grube lebenden Sarlacc dauert es nämlich tausend Jahre bis das Geld vollständig verdaut ist.
3. Der Sonnenuntergang auf Tatooine ist doppelt schön. Es gibt zwei Sonnen, die abends für eine einzigartige Farbenpracht sorgen.

Was man nicht tun sollte:
1.
Offene Schulden bei den Hutt haben. Ein altes huttisches Sprichwort besagt: Auf Tatooine bezahlst du mit Gold – oder mit deinem Leben.
2. Eine Schlägerei in einer Cantina anzetteln. Wer glaubt, dass die uralten Wüstenkreaturen oder die Tusken-Räuber die größte Gefahr darstellen, der irrt sich. Statistisch gesehen ist es auf Tatooine am wahrscheinlichsten, in einer Cantina getötet zu werden.
3. Versuchen, mit einem Toydarianer zu feilschen. Die Toydarianer sind die Zwerge des Star-Wars-Universums. Wenn sie ein gutes Geschäft wittern, verhandeln sie, als ginge es um ihr Leben. Da ist selbst die Überzeugungskraft eines Jedis machtlos.


Titelbild:mokant.at
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1 Comment

  1. Oliver

    17. Dezember 2015 at 09:07

    Ausgezeichneter Reiseführer. Ich war bis jetzt nur auf Dantooine, Naboo und Coruscant. Tatoonie steht aber auf jeden Fall noch auf meiner Liste und wahrscheinlich auch Mustafar (Wäre doch eine Idee für einen Reiseführer).

    Oliver

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