KopfhörerInnen: Zelmerlöw – Perfectly Damaged

Måns Zelmerlöw – Perfectly Damaged
(VÖ: 05.06.2015 | Warner Music International)

(c) Warner Music International

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Mit insgesamt 365 Punkten siegte der Schwede Måns Zelmerlöw beim diesjährigen Eurovision Song Contest. Sein Song Heroes begeisterte dabei vor allem die nationalen Jurys des ESC 2015. Obwohl bei den Fernsehzusehern laut Televoting das italienische Trio Il Volo besser ankam, möchte der ESC-Gewinner nun auch mit seinem Album Perfectly Damaged ab 5. Juni durchstarten. Vorweg: Zwar nicht alle, aber zumindest 3-4 Titel dieses Albums, hätten dem Schweden ebenfalls eine Top5-Platzierung beim Song Contest gesichert. Denn die Tracks haben fast alle eines gemein: sie gehen unweigerlich ins Ohr. Besonders der Start ist vielversprechend. Stir It Up vereint gewohnte Klänge mit der mittlerweile unverwechselbaren Stimme Zelmerlöws. Direkt auf dem Fuße folgt der Siegertitel Heroes, über den ohnehin bereits alles gesagt wurde. Auch der dritte Track des Albums Someday reiht sich nahtlos in die Riege der potenziellen ESC-Siegertitel ein und besticht mit einem Gitarrenintro, das Lust auf mehr macht.

Roter Faden mit wenig Abweichungen
Ein wenig Abwechslung wird dem Hörer erst mit dem vierten Track Live While We’re Alive geboten. Wobei Zelmerlöw und sein Songwriter-Team auch hier nicht aufs obligatorische ‚Ohoh‘ verzichten wollten. Danach flaut das Album kurzzeitig ein wenig ab. Let it Burn und Fade Away sind durchschnittliche Nummern, die das Album bloß auffüllen. Das dazwischen liegende Should’ve Gone Home ist allerdings so etwas wie das Herzstück des Albums. Should’ve Gone Home präsentiert sich dank interessanter Beats irgendwie gänzlich anders, ohne dabei den zelmerlöw’schen Stil zu verlieren.

Die Ruhe vor dem Sturm
Besinnlichere Töne schlägt der amtierende ESC-Gewinner mit den nächsten beiden Songs an. Dabei beweist Zelmerlöw insbesondere mit der Ballade Hearts Collide durchaus auch gesangliche Vielseitigkeit. Aber auch The Core of You könnte mit etwas Phantasie noch als etwas flottere Ballade durchgehen. Danach wird das Album jedoch wieder deutlich flotter. Unbreakable ist wieder klassischer schwedischer Pop, auf den beim Song Contest mittlerweile auch zahlreiche andere Nationen mit Erfolg setzen. Mit einer Laufzeit von exakt vier Minuten ist Kingdom in The Sky der längste Track des Albums, wird dabei aber trotzdem nie langweilig. Der mit einem Chor verstärkte, sehr eingängige Refrain ergänzt sich dabei ideal mit den eher ruhigeren Strophen. Den Abschluss des durchaus gelungenen Gesamtkunstwerks bildet schließlich What’s In Your Eyes. Wer sich bis dahin (zurecht) ein wenig mehr stimmliche Abwechslung gewünscht hat, wird bei What’s In Your Eyes endlich erhört. Tilde Vinther als kongeniale Duettpartnerin verleiht dem Abschlusstrack noch einmal so richtig Würze.

Titelbild: (c) Warner Music International

Dominik Knapp war von März 2013 bis Jänner 2017 als Redakteur und stellvertretender Chef vom Dienst (Korrekturleser) bei mokant.at tätig. Neben dem Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften beschäftigt er sich vorwiegend mit Sport in all seinen Facetten (bevorzugt Tischtennis, Padel und Tennis) sowie dem Eurovision Song Contest.

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