Gudenus: contra Adoption durch Homosexuelle

Johann Gudenus über die Aufhebung des Adoptionsverbotes für Homosexuelle

Foto: (c) FPÖ-Wien

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Hier geht´s zum Gegenkommentar von Ulrike Lunacek: pro Adoption durch Homosexuelle

Die voranschreitende unsachliche Gleichmachung in unserer Gesellschaft hat bis dato merkwürdige Blüten getrieben. Durch das Kippen des Adoptionsverbotes für Homosexuelle werden nun die schwächsten Glieder in unserer Gesellschaft, nämlich die Kinder, getroffen. Sie sind die Leidtragenden einer neuen Gesellschaftsform, die sich zusehends zu etablieren versucht.

Es werden wirre Theorien gesponnen, die zu einem Gutteil aus den USA nach Europa schwappen und hier vom Mainstream applaudierend an- und übernommen werden. Allen voran ist hier die „Queer-Theorie“ zu nennen, die davon ausgeht, dass weder die geschlechtliche noch die sexuelle Identität angeboren bzw. naturgegeben ist, sondern soziale und kulturelle Entwicklungen maßgeblich ausschlaggebend sind. Kein Lebensbereich wird von ihr ausgespart oder nicht vereinnahmt. Ein wichtiger Forschungsbereich zur Etablierung der Queer-Theorie sind die „Gender Studies“, die vor allem im deutschsprachigen Raum immer mehr an Gewicht bekommen. Die Aushebelung sexueller bzw. geschlechtlicher Normen wird als vorrangigstes Ziel gesehen, um der Ungleichheit in der Gesellschaft entgegenzutreten. Die traditionelle, angeblich archaische Gesellschaft, muss aufgebrochen und absolut gleich gemacht werden.

Nun führt das nicht zuletzt so weit, dass die radikalen Vertreter der Queer-Theorie sogar schon die Forderung formuliert haben, es solle Kindern nach der Geburt nicht automatisch ein Geschlecht zugeordnet werden, sondern sie sollten im Laufe der Jahre selber entscheiden können, was sie sein wollen. Dabei geht das Spektrum über Männer und Frauen jedoch weit hinaus. Sogar Wiens Stadträtin Frauenberger meinte unlängst, Wien sei eine Stadt in der es „so viele Identitäten gibt, wie der Regenbogen Farben hat!“ Solche Worte aus dem Mund eines gebildeten Menschen klingen fast wie blanker Hohn.

Allerdings machen sie eines deutlich: Es soll schon im Kleinsten damit begonnen werden, alles der Norm entsprechende nicht zu akzeptieren. Nur so könne, diesem Denken zu Folge, eine bunte Gesellschaft entstehen. Tatsächlich wird hier ein Konformismus geschaffen. Denn es wird vollkommen ignoriert, dass es von Natur aus und ganz ohne gesellschaftlichen Zwang, eine Einteilung zwischen Männlein und Weiblein gibt. Ein biologischer Umstand, der sich weder leugnen noch wegdebattieren lässt. Polemisch gesprochen: Würde es diese Unterschiede nicht geben, wäre nicht nur die Spezies Mensch, sondern auch die meisten anderen Arten längst ausgestorben.

Männer und Frauen sind von Natur aus verschieden. Gene, Hormone, die Anatomie – all das macht den offensichtlichen Unterschied aus. Aus den chemischen Prozessen im Körper resultieren die unterschiedliche Entwicklung des Gehirns und Unterschiede der Psyche – eben alles, was einen Menschen zum Mann oder zur Frau macht. Demzufolge führen Mütter ihre Elternrolle auch anders aus als Väter, leisten abhängig vom Geschlecht einen unterschiedlichen Beitrag zur Entwicklung des Kindes.

Folglich hat der Nachwuchs ein biologisches Recht auf Vater wie auch Mutter. Kinder brauchen sowohl die eine wie auch die andere Bezugsperson – das ist eine Tatsache, die zahlreiche Studien auch immer wieder bestätigt haben. Durch die Möglichkeit, dass homosexuelle Paare nun Kinder adoptieren können, nimmt man ihnen von Beginn an die Chance auf diese Ausgewogenheit. So ist es zum Beispiel auch längst kein Geheimnis mehr, dass Vater-Töchter-Beziehungen vollkommen anders funktionieren als Mutter-Töchter-Beziehungen – dasselbe gilt klarerweise auch für Söhne. Denn auch wenn es zurzeit wenig populär zu sein scheint, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen hervorzuheben, bleibt es Fakt, dass es diese eben gibt. Es muss erlaubt sein, sich wieder zur Norm zu bekennen und diese nicht krampfhaft aus unserem Wertesystem zu streichen.

Eine Gesellschaft, die es Homosexuellen erlaubt, Kinder zu adoptieren, oder gar durch medizinische Eingriffe zu produzieren, nimmt den kleinen Menschen von Beginn die Chance auf dieselbe Entwicklung wie sie Kinder heterosexueller Paare haben. Mit diesem Urteil wurde nun zwar einer Forderung der homosexuellen Minderheit Genüge getan, zum Wohle der Kinder und damit auch der zukünftigen Generationen gereicht es nicht. Der Familie als kleinster aber wichtigster Kern unserer Gesellschaft wird so an Bedeutung und Wichtigkeit genommen, das ist eine traurige Entwicklung!

Gastkommentar von Mag. Johann Gudenus, M.A.I.S.

Mag. Johann Gudenus, M.A.I.S., ist stellvertretender Bundesparteiobmann der FPÖ, Klubobmann des Landtags- und Gemeinderatsklubs der Wiener Freiheitlichen, Landtagsabgeordneter und Mitglied des Gemeinderats der Stadt Wien.

Titelbild: (c) FPÖ-Wien

Passend dazu: 
Gegenkommentar von Ulrike Lunacek (GRÜNE): pro Adoption durch Homosexuelle

1 Comment

  1. Felix

    27. Januar 2015 at 13:00

    Also ich finde weder den Beitrag von Lunacek noch von Gudenus wirklich informativ. Wobei man Gudenus noch zugute halten muss, dass er im Gegensatz zu Lunacek wenigestens ein Argument liefert.

    Ich halte es auch für wichtig, dass ein Kind sowohl eine männliche als auch eine weibliche Bezugsperson hat. Und so wie ich das mitbekomme ist das in der Regel auch bei der sogenannten „Regenbogenfamilie“ der Fall. Da gibt es den (Paten-)Onkel oder die (Paten-)Tante und weitere Freunde des anderen Geschlechts die diese Aufgabe übernommen können.

    Das wäre mir auch sehr wichtig bevor ich als schwuler Mann Kinder adoptiere. Wenn keine Frau da wäre mit der mein Kind viel unternehmen könnte, dann würde ich auch keins adoptieren.

    Zudem ist es mir wichtig ein Kind zu adoptieren und keines von einer Leihmutter zu „bestellen“. Zwar finde ich Leihmutterschaft besser als Abtreibung, aber bei sowas kann man sich dann nie zu 100% sicher sein, dass die Frau auch ohne die Möglichkeit eines Verkaufs schwanger geworden wäre.

    Ich würde auf jeden Fall ein Kind aus einem Heim adoptieren. Gerne auch eins, dass schon etwas älter ist und welches von daher keiner mehr haben möchte.

    Ansonsten sei noch gesagt, dass mittlerweile sehr viele Länder die Adoption durch Homo-Paare zulassen und es folglich bereits hinreichend Studien zu diesem Thema gibt die alle zu dem Ergebnis kamen, dass es Kindern in Regenbogenfamilien auch im Erwachsenemalter mindestens genauso gut geht und sie sich mindestens genauso gut entwicklen konnten wie Kinder aus verschiedengeschlechten Familien. Nicht nur Studien lehren einen das, sondern auch die Tatsache, dass Länder wie Spanien, die Niederlanden oder Schweden bisher nicht untergegangen sind und auch ansonsten nichts Schlechtes in diesem Zusammenhang aus diesen Ländern zu vernehmen ist. Also scheinen sich all die dystopischen Prophezeiungen der Homo-Gegner nicht zu bewahrheiten 😉

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