Electronic Beats: Neun Selfies aus der Halle E

Foto (c): Katharina Egg

Am Samstag wurde im MQ elektronischen Tönen gelauscht und dazu gefeiert – zumindest bis um zwei Uhr alles zusperrte.  Neun Selfies zwischen den Acts und danach.

Die Electronic Beats Festivals sind seit Jahren Anziehungspunkte für Fans der elektronischen Musik. Gesponsert und gegründet von dem Mobilfunker T-Mobile gibt es in verschiedenen europäischen Metropolen immer wieder beliebte Acts zu hören, gesammelt an einem Festivaltag. Letztes Wochenende lockten der Kanadier Dan Snaith alias Caribou und London Grammar ins Wiener Museumsquartier. Ergänzt wurde das Programm von den orientalischen Klängen Omar Souleymans und der Kanadierin Jessy Lanza, die auf der aktuellen Caribou-Tour ein Teil der Band wurde. In den Pausen versorgte der Wiener Wolfram alle Nichtraucher mit Tanzmusik (Raucher versammelten sich inzwischen im MQ-Haupthof). Dass das Line-Up eine gute Wahl war, zeigte der Kartenvorverkauf: Im September war alles restlos ausverkauft und selbst am Tag der Konzerte gab es noch verrückte Fans die bereit waren, die unglaubliche Summe von hundert Euro für ein Ticket auszugeben.

Und die, die da waren? Spontane Geldausgeber, konzertfixierte Frühplaner oder Gästelistenbesitzer? Wir haben neun Besucher und Besucherinnen und eine Band um ein Selfie und ein paar Statements gebeten.

Foto: Martin (mit Klara und Katharina)

Foto: Martin (mit Klara, links, und Katharina, rechts)

„Freunderlwirtschaft? Welcome to Austria“

Martin: „Ich habe eine Gratiskarte von einem Freund bekommen, dessen Bekannte hier arbeitet. London Grammar wollte ich unbedingt sehen, wobei das normalerweise kein Konzert ist, das ich mir Samstag Abend anschaue. Ob das Freunderlwirtschaft ist? Welcome to Austria.“

Foto: Elena mit Klara (re., li.)

Foto: Elena (rechts) mit Klara

 

„War mir nicht elektronisch genug“

Elena:„London Grammar war mir nicht elektronisch genug. Ich bin zwar nicht unzufrieden, hätte mir aber auch keine Karten gekauft. Trotzdem würde ich sie jetzt nicht mehr verkaufen, denn ich war schon auf verschiedenen Electronic-Beats-Festivals und es ist einfach cool hier zu sein. Außerdem arbeitet mein Freund hier.“

Foto: Benni

Foto: Benni

Ear Orgasm pur“

Benni:
„Das ist mein viertes Mal am Electronic Beats Festival – ich war jedes Mal begeistert und es hat mich immer wieder dazu verleitet wieder zu kommen. London Grammar war Ear Orgasm pur und jetzt freue ich mich besonders auf Caribou. Mein Ticket hätte ich gegen kein Geld verkauft. Wofür ich es verkauft hätte, verrate ich hier jetzt aber auch nicht (lacht).“

 

 

 

Die Namen dieser Herren sind leider im Bass untergegangen

(Die Namen dieser Herren sind leider im Bass untergegangen)

„Kannten beim Kauf keinen Act“

„Wir sind heute da, weil wir vor zwei Monaten Tickets im Angebot gekauft haben. Ich kannte da noch keinen Act. Bis jetzt ist es ganz nett, ob es noch eine Steigerungsform gibt werden wir bei Caribou noch sehen. Dadurch, dass wir die Karten einfach so gekauft haben, sind wir sehr überraschungsfreudig.“

Foto: Bruno

Foto: Bruno

„Es ist ein bisschen rosa hier“

Bruno: „Ich bin wegen Caribou hier und habe aus weiser Voraussicht gleich ein Ticket gekauft, nachdem ich das Line-Up des Festivals entdeckt habe. Im Nachhinein bin in ich nicht ganz so zufrieden: Es hat mir zwar gut gefallen, aber ich habe mir das Ganze besser vorgestellt. Es ist ein bisschen rosa hier, ein bisschen viel T-Mobile.“

 

Foto: Larissa und Midiam

Foto: Larissa und Midiam

Dan Snaith von Caribou singt Playback

Larissa und Midiam: „Caribou ist sehr sehr cool, deshalb sind wir heute hier. Seit zwei Monaten haben wir die Karten schon und freuen uns riesig. Auch das Konzert war sehr geil, aber das Wiener Publikum zu eingeschlafen. Es könnte wirklich aktiver sein – Ich habe Caribou schon vor zwei Jahren in Berlin gesehen und da war alles ein bisschen actionreicher. Außerdem war ich heute ziemlich enttäuscht, dass er einmal Playback gesungen hat. Er hat seine Lippen nicht bewegt, aber man hat seine Stimme gehört. Bei welchem Song wissen wir leider nicht mehr.“

Foto: Max und Benni mit Klara, Dominik und Katharina

Foto: Max und Phillip (mit Klara u. Dominik, und Katharina, links)

Max und Phillip lieben dunkles Bier

Max und Phillip: „Wir haben die Tickets erst heute um 60 Euro gekauft, obwohl wir gestern auf drei Parties waren. Aber wir lieben London Grammar, deshalb sind wir auch müde da. Außerdem gibt es hier dunkles Bier, was superleiwand ist!“

 

 

Foto: Rora

Foto: Rora

Soleyman hat einen neuen Fan

Rora:
„Ich komme aus Zürich und eine Freundin hat dort auch ein Jahr studiert. Wir sind beide große London-Grammar-Fans. Jetzt ist sie wieder in Wien und ich bin sie für das Konzert besuchen gekommen. Hannah Reids (Sängerin von London Grammar, Anm. d. Red.) Stimme war heute noch viel besser als auf der CD. Und auch Souleyman war Wahnsinn – I had so much fun!“

 

 

 

 

Foto Mitte: Jessy Lanza und Dan Snaith (Caribou)

Foto: Jessy Lanza und Dan Snaith von Caribou (Mitte)

Mit Caribou am Zebrastreifen

Caribou und Jessy Lenza mit den mokant.at-Redakteurinnen Klara und Katharina und unserem Freund Dominik. Die Band ist müde und will nicht lange mit uns reden. Die Show war aber „awesome“ und Wien immer wieder ein Besuch wert – na dann, gerne wieder! Das nächste Mal vielleicht noch ein-zwei Songs mehr vom neuen Album Our Love.

Titelbild: (c) Katharina Egg

Katharina Egg leitete zwei Jahre lang das Ressort Politik. Jetzt ist sie als außerordentliche Redakteurin bei mokant.at tätig und untersucht als Publizistik-Studentin Wirkungen Sozialer Netzwerke auf Politische Kommunikation. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten am Fahrrad, auf Reisen und im Wiener Nachtleben. Kontakt: katharina.egg[at]mokant.at

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