Galerie Schauplatz: Von Pferden und Blumen

TItelbild Pferde

Die Treiber Galerie ‚Schauplatz‘ wirkt schon von außen wie ein strahlender Raum voller Energie und Ruhe zugleich. Durch die deckenhohen Schaufenster erkennt man bereits, dass einen im Inneren bunte Farben und energiegeladene Bilder erwarten.

Fünf Blumen und drei Farben
Der Ausstellungsraum in der Galerie Schauplatz, in dem die Malereien des Malers Leslie De Melo ausgestellt sind, ist überschaubar und hell beleuchtet. Nach dem Eingang findet sich gleich zur rechten Hand eine Sammlung von zehn Bildern mit jeweils fünf Blumen. Die Blumen sehen einander ziemlich ähnlich, sowohl die Blumen innerhalb des Bildes, als auch verglichen mit den restlichen Bildern der Reihe. Jedes Gemälde besteht aus drei Farben. Obwohl die Bilder recht einfach gehalten sind, ziehen sie einen in ihren Bann. Man verliere sich richtig in den Bildern und könne darin auch viele Bewegungen erkennen, so der Künstler. Es sähe bei längerem Betrachten aus, als würde um die Blumen Wind wehen, erklärt er.

Blumenbilder

(c) Jasmine Schuster

Ein weiteres Bild der Blumenserie versteckt sich am anderen Ende des Raumes. Von diesen Blumenbildern möchte De Melo einhundert Stück anfertigen, erzählt er. Aktuell hat er etwa 25 Bilder angefertigt. Doch nun im Herbst höre er auf zu malen und mache bis zum Sommer Pause. Der Grund sei einfach: Im Winter sei das Licht nicht gut, da erkenne er die Farben nicht genau. Daher kümmert sich De Melo in dieser Zeit um seine Skulpturen und hält Kurse und Workshops ab.

„Also ich sehe da drei nackte Hintern!“
Neben der Blumen-Sammlung sind auf der Wand noch zwei weitere Bilder zu sehen, beide Ölgemälde bilden jeweils ein Pferd ab. Damit beginnt eine Reihe von insgesamt zehn Pferdebildern, die im Raum verteilt sind. Diese Bilder haben bis auf das Pferd als Motiv kaum Gemeinsamkeiten. Die Pferde sind in verschiedenen Posen, vor verschiedenen Hintergründen gemalt. Das letzte Bild dieser Serie, Das weiße Pferd, sei dem Künstler genau so erschienen. Mit den zuvor gemalten Bildern scheint er sich nach und nach diesem letzten Gemälde anzunähern. Mit dem weißen Pferd ist die Serie für De Melo beendet. „Ich werde nie wieder Pferde malen“, sagt er. Ob das nur eine Metapher für die Vollendung der Pferdereihe sein soll, oder wirklich so gemeint ist, bleibt offen.

„das weiße Pferd“, De Melo

Das weiße Pferd (c) Jasmine Schuster

Das weiße Pferd unterscheidet sich von den anderen Pferdebildern durch detailgenaue Betrachtung und starke Kontraste. Doch das Bild bietet für jeden der es betrachtet andere Interpretationsmöglichkeiten. Eine Frau tritt zu dem Künstler und dem weißen Pferd und erklärt: „Also ich sehe da drei nackte Hintern!“ Der reumütige, gesenkte Blick des Pferdes verstärke diesen Eindruck, sagt sie und bringt den Künstler damit zum Schmunzeln.

Gute Laune und Energie
Alleine der Titel der Ausstellung Von Pferden und Blumen lässt Romantiker schon Schönes erahnen. Man findet sich im Ausstellungsraum in einem lebhaften Farbgetümmel wieder, das gute Laune und positive Energie versprüht. Düstere Farben und deprimierende Bilder wird man hier nicht finden. Titel der Gemälde sind leider nicht zu finden, auch Hintergrundinformationen zu den Werken und deren Entstehung erhält man nur vom Künstler selbst. Ein paar Worte, die einem das Interpretieren der Bilder vereinfachen – oder auch nicht – wären eine nette Ergänzung, um nicht hilflos in den Gemälden zu versinken.

De Melo vermittelt mit allen seinen Bildern Lebensfreude und Vergnügen. Alfred Treiber erzählt in der Eröffnungsrede auch, dass er De Melo genau deshalb ausstelle, weil der Künstler einfach immer gut gelaunt sei. Und das scheint er auch beim Malen zu sein.

Die Ausstellung Von Pferden und Blumen ist von 18.9. bis 5.10. in der Treiber Galerie Schauplatz zu besichtigen.

Titelbild: (c) Jasmine Schuster

 

Hat dir dieser Artikel gefallen? Jetzt kannst du Mitglied werden undBlase_rot damit jungen Journalismus fördern!

Jasmine Schuster studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien und ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: jasmine.schuster[at]mokant.at

1 Comment

  1. leslie demelo

    8. Januar 2015 at 16:10

    nächste ausstellung öbv leslie demelo 27 jänner 18 uhr grillparzerstrasse 14 1010 wiensiehe homepage lasse dich einladen zum pressekonferenz ein

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.