Reiseguide: Poreč

Es kann nicht jedes Jahr eine aufwendige Reise zu einem anderen Kontinent sein. Für die Sommer, in denen weniger Geld zur Verfügung steht, ist das kroatische Poreč eine gute Alternative.

(c) Cornelia Kucani

(c) Cornelia Kucani

Tipp 1: Lagunenurlaub
Das mag etwas mainstream klingen, aber es gibt kaum etwas Unterhaltsameres als ein Zimmer in einem der Lagunenhotels in Poreč. Ganze Lagunen werden dort von Touristen in 2, 3 oder 4-Sterne-Hotels bewohnt. Da ist für jeden etwas dabei – von Party-Liebhabern, die beim Animationsprogramm gern mitgrölen bis zu den Zynikern, denen viel zu belächeln geboten wird. Abgesehen davon bieten all diese Lagunen fast flickr-artige Ausblicke auf den Sonnenuntergang; unbedingt um zirka sieben zum Strand gehen, da lässt er sich beinahe allein genießen!

Tipp 2: Wappnen für das steinige Meer
Dass Kroatien nicht mit Sandstränden glänzen kann, dürfte kein Geheimnis sein. Doch wie wappnen für die spitzen Steine im seichten Meer? Eine Möglichkeit sind die altbekannten Badeschuhe – die gibt es im schlimmsten Fall auch vor Ort überall zu kaufen und sind normalerweise in allen Farben passend zur Badeausrüstung erhältlich. Wem das zu unattraktiv ist, kann sich auch Schwimmnudeln oder Luftmatratzen als Alternative mit zum Strand nehmen. Die richtig Harten gehen ohne alles und verdienen einen Orden für Schmerzunempfindlichkeit.

Tipp 3: Rovinj und Lim Fjord
Wer Poreč und Umgebung zu Genüge erkundet hat, sollte sich unbedingt ein Fahrzeug schnappen und sich auf den Weg zur Stadt Rovinj machen. Über eine Landstraße kommt man am Weg dorthin durch viele kleine Ortschaften, die nur so vor kroatischem Flair sprühen. Angenehmerweise führt diese auch am Lim Fjord vorbei; ein langer, dreieckiger Fjord umgeben von Wald und ideal für schöne Erinnerungsschnappschüsse. In Rovinj selbst gibt es dann den Hafen und die Promenade zu bestaunen. Wer im Sommer die Hitze durchsteht und Kirchen mag, sollte sich unbedingt bergauf auf den Weg zur alten Stadtkirche machen.

Tipp 4: Für jedes Wetter rüsten!
In Kroatien sollte man sich unbedingt für alle Wetterlagen wappnen. Porec bietet leider nicht viele Alternativen bei Regenwetter – daher unbedingt Spiele-Apps vor dem Urlaub herunterladen und Gesellschaftsspiele mitbringen, denn W-Lan ist in Poreč kaum zu finden und Touristenfallen warten nur mit teuren Kartenspielen auf gelangweilte Stadtbesucher.

(c) Cornelia Kucani

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Drei Dinge, die man nicht tun sollte:
1. Wer den Standard eines Wiener Haus des Meeres erwartet, kann im Aquarium in Poreč lange suchen. Das Aquarium, mit dem Auto eher schwer erreichbar, ist ungepflegt und klein. Zwar ist es billig, jedoch nicht unbedingt vielfältig und löst außerdem Gewissensbisse aus, wenn man gerade aus einem der bekannten Fischrestaurant kommt.

2. Kaum dreißig Sekunden am Strand und schon kommt man nicht um sie herum: Exkursionsorganisateure. Natürlich ist es stressfreier, sich die Exkursion in eine nahegelegene Stadt organisieren zu lassen. Wer aber freundliche Rezeptionisten und ein Mietauto zur Verfügung hat, bekommt ähnliche Leistung für weniger Geld.

3. Klar sind Designertaschen, Fußball-Shirts oder Tassen mit Film- und Serienmotiven cool, vor allem wenn sie billig sind. Wer will da nicht zu einem der lockenden Schwarzmärkte? Ob man schlechte Qualität oder sogar gesundheitsgefährdende Stoffe wirklich dafür in Kauf nehmen sollte, muss man selbst entscheiden. Ein farbiger Mund von so einer Tasse beim Frühstückskaffee spricht auf jeden Fall gegen einen Kauf.

Drei Insidertipps:
1. Wer mehr als nur Poreč sehen will, sollte unbedingt mit dem eigenen Auto kommen. So ist man unabhängig und kann leicht und spontan Ausflüge durch ganz Istrien oder ins Nachbarland Slowenien machen.

2. Das Profilbild schon ewig nicht mehr gewechselt? Unbedingt bei Sonnenuntergang ein Selfie machen. Den Filter könnt ihr vergessen – die beste Magic Hour macht immer noch die Sonne selbst!       

3. So gut wie überall kann man sich billige Cocktails zum Ausklingen des Abends holen, schöner Meeresblick inklusive. Allerdings: Nicht unbedingt zu landeseigenen Biermarken greifen, denn die kommen an österreichische Biersorten leider nicht heran.

Titelbild: (c) Cornelia Kucani

Cornelia Kucani hat Studien der Anglistik und der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften absolviert und ist höchst anglophil. Wenn sie nicht in Großbritannien vorzufinden ist, dann auf tumblr als halliepotter.

2 Comments

  1. Vic

    19. August 2014 at 13:52

    … blühender Unsinn! Wer den Beitrag gelesen hat und Kroatien kennt, fragt sich, ob die Autorin jemals dort war.

    • Dominik Knapp

      21. August 2014 at 13:42

      Was genau ist denn „falsch“?

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