KopfhörerInnen: Eugene McGuinness – Chroma

Eugene McGuinness – Chroma
(VÖ: 04.07.2014 | Domino Records)

(c) Domino Records

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Kann ein Album zu ausgewogen sein? Ecken- und kantenlos präsentiert sich Chroma, das vierte Soloalbum von Eugene McGuinness. Der Sänger lässt seine Stimme und seine Gitarre wirken. Befreit von zu viel Schnickschnack und auf den Rhythmus fokussiert, gelingt Eugene McGuinness ein rundes Gesamtwerk.

Zwei Jahre sind seit dem Vorgängeralbum Invitation To The Voyage vergangen. Es scheint, als würde McGuinness‘ Musik immer ausgereifter werden. Die elf Lieder auf Chroma sind solider Poprock. Sie bieten eine Pause aus der schnelllebigen Zeit. Von früheren Folk- oder Indieeinflüssen bleibt kaum etwas übrig. Seine älteren Alben wirken neben Chroma frischer und jünger:


Fairlight ist der Grund, warum man sich das Album bis zum letzten Lied anhören sollte. Das letzte Stück hebt sich ein wenig aus der Masse hervor. Es ist nicht mehr so gitarrenlastig – Fairlight ist hört sich leicht an. Ein weiteres Highlight ist All In All mit seinem ruhigen und schleppenden Sound.  Das mit fünf Minuten längste Stück auf Chroma ist perfekt für alle, die eine lange Nacht hinter sich haben und ihre Ruhe brauchen.

Überraschungselemente würden McGuinness‘ viertem Soloalbum dennoch nicht schaden. Chroma klingt nach der Musik, die auch deinen Eltern oder Nachbarn gefällt. Es ist nette Hintergrundmusik, Gute-Laune-Musik, eine runde Sache, aber nichts, das allzu viel  Aufsehen erregen wird.

Das Video zu Godiva, dem ersten Song des Albums, zeigt „Guitar Faces“ in Zeitlupe und ist ein weiterer Grund, sich das Lied anzuhören:

Alissa Hacker ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: alissa.hacker[at]mokant.at

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