moka(n)ntest du das schon?

Dieser Beitrag ist im Rahmen der mokant.at Akademie für Nachwuchsjournalismus entstanden und wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeinsam gestaltet. Er zeigt einige ihrer Erlebnisse und Erfahrungen im Rahmen der Akademie – in Wort, Bild und Ton. Weitere Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der mokant.at Akademie folgen in Kürze.

Die Ansprechperson im Ministerium ist nicht erreichbar. Die Deadline für den Artikel ist Freitag 14:00 Uhr. Wie soll sich das ausgehen? Am besten mokant nachhaken, nochmal anrufen, nicht locker lassen – journalistische Arbeit ist schwieriger als man denkt.

In einem 6-tägigen Wochenend-Crashkurs haben die Teilnehmer der mokant.at Akademie die Chance bekommen, diese Fähigkeiten zu erlernen. Junge, aufstrebende Nachwuchs-Journalisten werden hier von der mokant.at Chefredakteurin Sofia Khomenko ausgebildet. Die Aufgabe heute: Reportage. Die kurze Anweisung: Jetzt gleich. Und schon rauchen die Köpfe. Das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus:

Laptoptasten klappern, die Lüftung rauscht. Ab und zu leises Flüstern, WhatsApp meldet sich irgendwo. 30 Teilnehmer der Mokant Akademie sitzen dicht gedrängt und hauen in ihre Notebooktastatur oder kritzeln etwas auf ihrem Notizblock. In sieben Minuten soll eine Reportage erstellt werden. Nicht die erste Aufgabe, die unter Zeitdruck zu bewältigen ist.

Die Entertaste ist am beliebtesten, dazwischen ein Seufzer, ein Teilnehmer stiert in die Luft, ein anderer braucht Flüssiges. Noch vier Minuten, die imaginäre Uhr tickt weiter. Das Licht im Großraumbüro ist künstlich, die Anspannung echt. Der Seminarraum vier der Publizistik ist an diesem Sonntagnachmittag der Versammlungsort für die Teilnehmer, die sich dem Journalistendasein oder widmen oder dies vorhaben. Hier kaut man an einem Kuli, dort reibt man sich die Stirn. Noch zwei Minuten. An der Wand zeigt eine Folie den Aufbau an, doch sie hilft nicht weiter. (Andreas Müller)

Bunte Meinungen
Der Workshop wird zusätzlich von Gastvorträgen aufgelockert, unter anderem von Thomas Rottenberg und Joseph Gepp. Die Motivationen für die Teilnahme sind genauso unterschiedlich wie die Charaktere: Kontakte knüpfen, Einblicke in den Journalismus, praxisorientiertes Arbeiten, einfach Interesse. Einer der häufigsten Gründe: das journalistische Schreiben zu verbessern, zum Beispiel im nächsten Reportage Anlauf:

Stille im Raum. Von vorne sympathische aber direkte Anweisungen. Kurzes Nachhacken, keine unnötigen Ergänzungen. Hier wird gearbeitet.

Sofia Khomenko, von der die Anweisungen kamen, scheint zufrieden. Sie ist Leiterin der mokant.at-Akademie und Chefredakteurin ebenda. Auf den Stühlen vor ihr sitzen konzentriert auf ihren Laptops arbeitende, aufstrebende Journalisten. Die Atmosphäre in diesem Raum gleicht einem überdimensionalen Ameisenhaufen, herausgefordert durch Arbeitseifer und die konstante Klickkulisse der Laptops.

Jeder der hier anwesenden hat ein Ziel vor Augen: Eines Tages mit seriösem Journalismus Geld zu verdienen. Khomenko wirkt zuversichtlich. Und auch das beruhigende Laptoptastenklimpern, welches das einzige Geräusch in diesem Raum darstellt, wirkt wie ein Meeresrauschen. Also wollten die aufstrebenden Journalisten damit sagen: „Macht euch keine Sorgen, wir übernehmen den Journalismus schon“. Unter Khomenkos Leitung werden sie das sicher schaffen. (Niklas Melcher)

Reportagen-Quickie
Es muss schnell gehen. Die Reportage muss in 7min fertig sein. Zeitdruck ist ein Nebenprodukt des Journalismus. Für die einen Antrieb, für die anderen nötiger Druck. Was machen wir außer Ad hoc-Reportagen zu schreiben? Die Eindrücke des typischen Tagesablaufs der mokant.at Akademie werden in der nächsten Reportage geschildert.

Die Tasten rattern wild während die Teilnehmer der mokant.at-Akademie ihre Einleitungen schreiben, verwirrt umher blicken, konzentriert in die Ferne sehen. Die Aufgabe ist eindeutig, nämlich eine Reportage zu schreiben. „Wie, einfach jetzt, diese Situation?“, fragt Studentin Katja. Erschrockene Blicke mustern die Tafel, als mokant.at-Chefredakteurin Sofia Khomenko auch noch eine Uhrzeit aufschreibt: Nur sieben Minuten bleiben den Teilnehmern, um die Stimmung im Raum einzufangen. Der Druck ist groß; schließlich will jeder die Chance bekommen, später für mokant.at zu schreiben. Da heißt es brillieren, auffallen, herausstechen. Umso mehr, prüft Khomenko die verschiedenen angehenden Journalisten doch genau mit ihren Blicken. „2 Minuten noch“, verkündet sie schließlich und ein Raunen geht durch die Menge, die Tasten klicken schneller und schneller. „Das war‘s. Aus.“, ertönt Khomenkos Stimme ein letztes Mal. „Ziemlich wenig, eigentlich“, murmelt Katja schließlich.  (Cornelia Kucani)

Orte, an denen die mokant.at Akademie stattfand, Orte, an denen für Artikel recherchiert wurde und Bezirke, wo die Teilnehmer wohnen


114% aller Statistiken werden falsch interpretiert

Ein solider Artikel kommt ohne Grafiken nicht aus. Diverse (un)sinnige Statistiken findet ihr in der Galerie.


Nomen est Omen

Habt ihr euch nicht auch schon immer gefragt, wie viele Leute den gleichen Namen haben wir ihr selbst?

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Interview mit Leiterin der mokant.at Akademie, Sofia Khomenko


Interviews mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der mokant.at Akademie

Artikel von: Philipp Bauer, Kiana Fathi, Daniel Krause, Susanna Pavlik, Arnika Zinke, Nicole Friesenbichler, Theresa Kopper, Philipp Liebisch, Katja Lehner, Anna Untersteiner, Jasmin Czerninsky, Michael Bauer, Roberto Giunta, Gerhard Eichholzer, Andreas Müller, Anna Freinschlag, Barbara Bürscher, Benjamin Breitegger, Brunella Seidl, Cornelia Kucani, Hannah Nebosis, Jacqueline Weiß, Jasmine Schuster, Jolanthe Pantak, Julia Kunz, Magdalena Legerer, Michael Imre, Minerva Burroni, Niklas Melcher, Tanja Trinckler, Teresa Egger, Valentina Till

Die mokant.at Akademie für Nachwuchsjournalismus ist ein Projekt, das sich an Nachwuchsjournalistinnen und Journalisten richtet, um ihnen eine fundierte, praxisnahe und leistbare Ausbildung zu ermöglichen.

2 Comments

  1. lukas.ableidinger@gmx.at'

    Lukas Ableidinger

    26. Mai 2014 at 15:16

    Freut mich, dass ihr immer noch so toll dabei seid interessierten jungen Leuten den Journalismus näher zu bringen. Hoffe selbst auf eine weitere Gelegenheit von euch zu lernen, vielleicht klappt es diesmal neben dem Studium. 😉

    Lg, Lukas

  2. Pingback: mokant.at Akademie | Kaffee & Wein

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