Robert Marschall: „■■■■■■■■■■■■■■■“

marshcall

An dieser Stelle hätte das Interview mit dem Spitzenkandidaten des Bündnisses EU-STOP, Robert Marschall, stehen sollen. Wir haben mit ihm über seine Vision Europas, den Ausstieg aus der EU, Ausländer in Schwimmbädern und die Verringerung von Kriminalität durch Grenzüberwachung gesprochen

Hätte stehen sollen, denn die Autorisierung des Interviews wurde uns überraschend und ohne Angabe von Gründen verweigert. Auf wiederholte Anfragen unsererseits eventuelle nicht-korrekt wiedergegebene Aussagen zu benennen, wurde nicht eingegangen. Stattdessen erhielten wir von Marschall schließlich den Hinweis, in Kürze dürfe sich wohl sein Rechtsanwalt damit beschäftigen. Da Robert Marschall offensichtlich der Meinung ist, dass seine Aussagen nicht an die Öffentlichkeit sollen, respektieren wir diesen Wunsch. Die Fragen unserer Redakteurin wollen wir unseren Leserinnen und Lesern dennoch nicht vorenthalten.

mokant.at: Laut einer Umfrage des Market Instituts für den Standard trauen Ihnen nur 13 % der Österreicherinnen und Österreicher zu, dass Sie „eine klare Vorstellung von der Zukunft Europas“ haben. Woran könnte das liegen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Diese dreizehn Prozent trauen Ihnen eine klare Vorstellung von der Zukunft Europas zu. Sie sind nicht gleichbedeutend mit den Wählerstimmen.
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wie sieht Ihre genaue Vorstellung von der Zukunft Europas aus?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wie wollen Sie diese Vision konkret erreichen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wieso kandidieren Sie dann überhaupt für das europäische Parlament?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Werden Sie, falls sie es ins EU-Parlament schaffen, einer Fraktion beitreten?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Österreich soll aus der EU, der Euro-Zone, dem EURATOM Abkommen und dem Schengenabkommen aussteigen – das ist doch ziemlich unrealistisch. In welchem Zeitraum wollen Sie das erreichen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Bedeutet ein Ausstieg aus der EU einen Wiedereinstieg in die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA)?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wie wollen Sie diese Beschränkung erreichen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Laut der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung von Statistik Austria übernehmen 12,1 % der Menschen in Österreich ohne Migrationshintergrund und 38,2 % der Menschen mit Migrationshintergrund erster Generation  Arbeiterberufe mit Hilfs- bis angelernter Tätigkeit. Was würde passieren wenn die Menschen mit Migrationshintergrund nicht da wären?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wie erreichen Sie diese Zuwanderungsbeschränkung jetzt konkret?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Bürger der Vertragsparteien des EWR, der Freihandelszone zwischen EFTA und EU, können in Österreich eine Beschäftigung suchen, ausüben und nach Beendigung verbleiben. Die Zuwanderung von Ausländern nach Österreich kann dadurch nur schwer beschränkt werden.
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Was ist Ihre Lösung um die Arbeitslosigkeit in Österreich abzuschaffen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Letzten Samstag kam es in Wien im Rahmen der Demo der Identitären und der Gegendemo zu Ausschreitungen.
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Die Identitären befürworten ebenfalls den EU-Austritt und eine massive Einschränkung der Zuwanderung. Was unterscheidet Ihre Politik von dieser Jugendbewegung?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Laut Standard Eurobarometer (Umfragen zur EU) sind nur sieben Prozent der EU-Bürger der Meinung, dass sie überhaupt nicht zufrieden mit ihrem Leben in der EU sind. Sie wollen anderen EU-Mitgliedsländern bei der Wiedererlangung ihrer Freiheit durch den EU-Austritt helfen und sagen Großbritannien wird eines der ersten Länder sein.
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■
mokant.at: Umfragen von 2013 besagen, dass EU-Bürger immer zufriedener mit der EU werden.
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Also ist der EU-Austritt nicht die einzige Möglichkeit?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Glauben Sie die Wahlbeteiligung steigt aufgrund Ihrer Kandidatur im Vergleich zu 2009?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Was sind die Auswirkungen eines EU-Austritts für Österreich?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Durch die Einführung von Grenzüberwachung kann also der Kriminalität in Österreich ein Ende gesetzt werden?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: In Ihrem Parteiprogramm und auch auf Ihrer Website wird immer wieder Augenmerk auf das Beispiel des gestohlenen Autos gelegt. Wurde Ihnen selbst schon einmal ein Auto gestohlen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Sie gehen davon aus, dass der Einbrecher kein Österreicher war, weil Sie das Beispiel in diesem Zusammenhang bringen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Sie haben aber gerade eben dieses Beispiel in Zusammenhang mit der Verringerung von Kriminalität durch Einführung der Grenzüberwachung gebracht.
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wo könnte man konkret ansetzen um die Kriminalität zu verringern?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wie kann dieser Wohlstand erreicht werden?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Glauben Sie mit dem Ausstieg aus der EU das Ende der Finanzkrise für Österreich zu erreichen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Der Ausstieg aus der EU – die Einführung von Zöllen und das Abschließen von Sonderabkommen – ist bestimmt auch kostenaufwendig. Haben Sie ausgerechnet wie viel das kosten wird?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wieso erstellen Sie dann keine eigene Statistik?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Sie sind auch Herausgeber des Stadtmagazins Wien-konkret. Unter dem Punkt Gleichbehandlung Mann & Frau betonen Sie die zu späte Umsetzung der EU-Richtlinie durch Österreich. Also bewirkt die EU auch Positives?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: In Ihrem Parteiprogramm verwenden sie öfters das Wort Ausländer – wie definieren Sie einen Ausländer?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: In einem Beitrag in Ihrem Stadtmagazin differenzieren in Bezug auf Besucher der Wiener Bäder zwischen Ausländern und Inländern. Wurden Passkontrollen durchgeführt?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Von dem Sie der Herausgeber sind.
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

mokant.at: Wie wird Ihr erster Schritt aussehen, falls Sie es ins EU-Parlament schaffen?
Robert Marschall: ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

Titelbild: (c) Christina Maria Stowasser (Robert Marschall betonte ausdrücklich, dass er keine Genehmigung erteilt, ein Bild von ihm zu veröffentlichen, Anm.)

Passend dazu: Interviews mit Othmar Karas (ÖVP)Ewald Stadler (REKOS)Eugen Freund (SPÖ)Angelika Mlinar (NEOS)Ulrike Lunacek (GRÜNE), Martin Ehrenhauser (Europa anders) und Angelika Werthmann (BZÖ) 

Klara Kostal ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: klara.kostal[at]mokant.at

11 Comments

  1. Isabella

    22. Mai 2014 at 09:11

    gibt wohl das wieder was er gesagt hat

    • 0821104

      22. Mai 2014 at 09:46

      Jep, Kurz und prägnant und alles ist gesagt, das perfekte Interview
      🙂

  2. Super

    22. Mai 2014 at 10:19

    Ein Hoch auf die Pressefreiheit… Aber was soll man von denen anderes erwarten?

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  5. Claudia Drimmel

    22. Mai 2014 at 15:25

    Kann der Redakteurin ein großes Lob aussprechen!
    Die Fragen sind sehr in die Tiefe gehend. Der gute Mann sollte eben Klartext sprechen, was er scheinbar getan hat, aber sich dann doch der Tragweite seiner Worte bewusst geworden ist …
    Ist das demokratisch und politsch vorbildlich?
    Nein.
    Aber vielleicht ein Ansporn zur Selbstreflexion? …

    Darum: ein HOCH auf UNSERE PRESSEFREIHEIT!

    Liebe Redakteurin und Chefredaktion … Weiter so!

  6. Christian

    22. Mai 2014 at 16:32

    Kannte Mokant nicht, kenne es jetzt (ein bisserl) und hab schon mal mit Blick auf die sehr konkreten Fragen einen sehr positiven Eindruck 🙂 Werd ein bisserl mehr schmökern 🙂

    • Dominik Knapp

      28. Mai 2015 at 16:25

      So solls sein! Ich hoffe es gab noch mehr Schmankerl für Sie bei uns zu finden 🙂

  7. hundeprinz

    23. Mai 2014 at 12:07

    Ein wirklich gelungenes Interview! Fand es trotz fehlender Antworten interessant und aufgrund der tiefgehenden Fragen auch sehr informativ – werde mich jetzt zusätzlich informieren, nachdem mir das Interview als Ansporn gedient hat.
    Unglaublich, dass jemand, der bestimmt darin geschult wurde, Presseaussagen zu tätigen, im Nachhinein draufkommt, dass er ein ganzes Interview zurückziehen lassen muss. Das spricht natürlich sehr für den Herren…und für die Partei, die er vertritt.

    Weiter so, mokant! Finde es wirklich gut, wie ihr das macht und dass ihr euch von solchen Aktionen nicht unterkriegen lasst, sondern daraus dann auch noch etwas richtig Gutes macht! Großes Lob!

  8. Sofia Khomenko

    3. Juni 2014 at 10:21

    Danke für das feedback!

  9. Max Mose

    21. September 2015 at 23:09

    Wirklich schlimm ist ja, dass seine Partei bei der Wien-Wahl schon wieder kandidiert. In fast allen Bezirken sogar.

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