DAWA: Wir sind DAWA

Foto: (c) Ario Omidvar

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DAWA über Cranberries, warmes Bier und Wanderungen

Barbara, Laura und Norbert sind drei Vertreter der Akustik-Band DAWA. Am 31. Mai wurde ihr neues Album releast, Kostproben dazu gab es am 1. Juni im Theater am Spittelberg zu hören. Im Interview haben sie mit uns über warmes Bier und halbe Semmeln geredet und uns über ihre Abenteuer in den wilden Wäldern des DAWA-Landes aufgeklärt.

mokant.at: Was war euer bestes Interview bisher?
Barbara: So viel hatten wir bisher nicht, aber das für Lomo war lustig.
Laura: Wir haben uns noch nie so richtig vorbereitet und noch nicht wirklich Paradeantworten überlegt zu den Fragen, die immer gestellt werden. Zum Beispiel: „Wie habt ihr zusammengefunden?“ Das ist immer ein bisschen eine komplizierte Sache.
Norbert: Das Interview für Lomo haben wir schon angesprochen.
Barbara: Ja, aber auch nur, weil es ein schriftliches Interview war. Da kann man dann auch Blödsinn schreiben. John (Sänger, war verhindert, Anmerkung der Redaktion) und ich haben uns dann was überlegt. Das war schon ganz lustig.
Laura: Da muss man dann nicht so spontan sein.
Barbara: Da kann man ein bissi überlegen, das ist schon praktisch.
Norbert: Also ich sprech eigentlich lieber. Schreiben tun wir eh genug.

mokant.at: Wie fühlt man sich als Vorband für The Cranberries?
Barbara: Ich hab mich gefreut wie Schmitz Katze! Ich hab das sehr cool und schön gefunden. Es war für mich eine Ehre weil ich mit der Musik auch aufgewachsen bin. Allerdings war’s dann eher naja.
Laura: Wir haben von den Cranberries überhaupt nichts mitbekommen. Was toll war, war die große Bühne und die Techniker, die die Band mitgebracht hat. Die waren total cool und voll nett. Und vor so vielen Leuten spielen war richtig super und aufregend.
Barbara: Die Cranberries haben sich ziemlich verschanzt. Dolores (Dolores O’Riordan, Sängern von The Cranberries, Anmerkung der Redaktion) hatte eine eigene Garderobe. Der Rest der Band auch und es waren gefühlte Meilen von unserem Gardarobenraum entfernt. Das war ein bisschen enttäuschend, dass man die nicht getroffen hat. Eigentlich hab ich mir das schon so vorgestellt. Aber das Konzert war super und die Techniker waren echt lieb. Ich war dann das ganze Konzert über noch da und mir hat’s wahnsinnig viel Spaß gemacht. Und immer, wenn ich nach hinten gelaufen bin um Bier zu holen, haben mich Leute angehalten und gratuliert, dass wir so cool waren. Das war nachher auch Facebook- und YouTube-mäßig spürbar, weil uns die Leute danach immer noch geschrieben haben, dass sie uns dort gesehen haben.
Norbert: Wir sind glaub ich ganz gut angekommen dort. Das war auf jeden Fall eine gute Möglichkeit uns vielen Leuten zu präsentieren und auch viele Leute zu erreichen, die wir sonst vielleicht nicht erreicht hätten.

mokant.at: Wenn ihr eine Tour habt und eine Band euch supportet, würdet ihr das aus Erfahrung anders machen?
Barbara: Ich glaub schon, sicher. Wir sind aber auch nicht in der Situation von den Cranberries. Die machen das schon seit Jahren und haben einen ganz anderen Zugang. Immerhin spielen wir ja gemeinsam und wenn wir eine große Tour machen – wobei das ja eigentlich noch sehr utopisch klingt – und einen eigenen Support mithaben, dann geh ich davon aus, dass wir die mögen und gerne dabei haben.
Norbert: Aber es ist ja auch eine andere Situation. Wenn du auf Tour gehst, nimmst du einen Act mit. Dann bist du gemeinsam unterwegs über Wochen und es ist dann ein ganz anderes Verhältnis als wenn eine Band bei jeder Location, in der sie spielt, einen anderen Supportact hat. Da wird sich keine großartige Freundschaft entwickeln, weil einfach auch keine Zeit da ist.

mokant.at: Wen würdet ihr denn gerne als Support mitnehmen?
Norbert: Wir haben noch nie drüber nachgedacht.
Laura: Ich hätte gerne Radiohead als Support. (lacht)
Norbert: Größenwahnsinnig?
Barbara: Da gibt’s sicher eh ein paar. Es muss halt auch zusammenpassen. Ich würde gerne mit den Jungs von „Aber das Leben lebt“ auf Tour gehen. Die waren lustig. Und Ian Fisher & The Present (oder auch The Past). Mit beiden Bands haben wir schon gespielt und das hat wirklich Spaß gemacht.
Norbert: Genau, da können einmal sie als erstes spielen und einmal wir. Und einmal gleichzeitig.

mokant.at: Würdet ihr denn gerne auf Tour gehen?
Norbert: Wenn sich was ergibt, auf jeden Fall. Es ist eh im Herbst etwas geplant von unserem Label aus. Im Frühjahr 2014 hoffentlich auch mal in Deutschland, mal schauen.

mokant.at: Weil’s gerade zu dem Tour gehen passt: Im Video zu Familiar Thing geht ihr auf einen Berg. Das und auch eure anderen Videos sind alle sehr professionell. Überlegt ihr euch die Ideen dazu selber?
Norbert: Das war eigentlich immer mit den Regisseuren gemeinsam. Das sind zwei Luxemburger, M+M heißen die. Mit denen sammeln wir gemeinsam Ideen und dann legt man sich auf etwas fest.
Barbara: Und dann schaut man, was dabei raus kommt.
Norbert: In dem einen Video hatten wir die Idee, dass es schön wäre, zu diesem Lied zu wandern, und dann haben wir das auch so gemacht.
Barbara: Das war der schönste Videodreh eigentlich. Das hat am meisten Spaß gemacht, aber anstrengend war’s auch.

Lisa Radda ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: lisa.radda[at]mokant.at

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