Reiseguide: Paris

Foto: (c) Lisa Radda

Reisetipps für Paris: Die süßen und salzigen Seiten der Mode- und Liebesmetropole

Paris ist neben London und Mailand die Modemetropole Europas und gilt als erste Adresse für Angesagtes, Trends und Luxus. Doch Paris setzt nicht nur in der Modebranche Maßstäbe, auch die französische Küche ist bekannt für ihre besonderen Gaumenfreuden. Und auch kulturell und geschichtlich hat Paris mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten einiges zu bieten.

Tipp 1: Im Louvre nicht den Haupteingang nehmen
Im früheren Königspalast und den Überbleibsel der Palais des Tuileries befindet sich das drittgrößte Museum der Welt: der Louvre. Jährlich strömen einige Millionen Besucher in die gläserne Pyramide, um unter anderem Da Vincis „Joconde“ (Mona Lisa) oder Davids „Krönung des Napoleon“ zu bewundern. Kein Wunder also, dass man mit Wartezeiten bis zu einer Stunde rechnen muss.

Was die meisten Touristen aber nicht wissen: In der Rue de Rivoli gibt es einen Nebeneingang zum „Carrousel de Louvre“. Das kleine Einkaufszentrum befindet sich im gleichen Komplex wie das Museum und man gelangt auch hier zu den Kassen. Übrigens muss man sich bis zum 26. Lebensjahr nicht anstellen, da die Eintritte zu fast allen Sehenswürdigkeiten gratis sind.

Tipp 2: Bon appetit oder savoir vivre!
Dass Franzosen gerne und viel essen ist kein Geheimnis, dass sie dennoch gertenschlank sind allerdings schon. Eine der besten, vielfältigsten Adressen ist die Rue Mouffetard in der Nähe des Panthéons. Hier bekommt man im „Au P`tit grec“ die beste salzige Crêpe, gefüllt mit allem was das Herz begehrt. Als Besonderheit des Hauses geben sie Salat, Tomaten und Zwiebel umsonst dazu. Bis 18 Uhr gibt es alle antialkoholischen Getränke um einen Euro.

Gleich eine Seitenstraße weiter liegt der Square de La Rue Ortolan, in dem kleinen neugestalteten Park schmeckt die Crêpe gleich noch besser. Für eine Nachspeise empfiehlt sich entweder der Eissalon „Amorinos“, wo es Eis in Form einer Rosenblüte gibt, oder die beste süße Crêpe in der Crêperie gleich nebenan. Selbstverständlich bietet die Rue Mouffetard kulinarisch noch viel mehr, und am Abend lohnt sich ein Besuch in einem der zahlreichen Pubs.

Foto: (c) Lisa Radda

Tipp 3: Abendbeschäftigung
Apropos Abend: auch zu später Stunde lässt sich in Paris Kultur pur erleben. Zum Beispiel mit einer Flasche Wein und einem Baguette am Montmartre, wo man bei Live-Musik und Sonnenuntergang über Paris blicken kann. Wer nicht irgendein Baguette kaufen will, kann einen kleinen Umweg am Moulin Rouge und dem „Café de 2 Moulins“ (das Café aus „Die Fabelhafte Welt der Amelie“) vorbei machen. In der Bäckerei Mauvieux in der Rue Ordener 159 gibt es das beste Baguette 2012, es erhielt heuer den „Grand Prix de la Baguette de Paris“.

Etwas ungestörter kann man den Abend auf dem Pont des Arts verbringen, hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Seine und die Île de la Cité. Besonders schön ist es drei Minuten vor dem Sonnenuntergang, wenn die die ganze Stadt in ein sanftes orangefarbenes Licht getaucht ist. Für all diejenigen, die es am Abend weniger ruhig angehen wollen, hat Paris selbstverständlich auch einiges zu bieten. Neben zahlreichen Clubs (Social Club, VIP Room, Showcase, Rex Club, L’inconnu), die allerdings relativ teuer sind (man muss mit bis zu fünfzehn Euro Eintritt rechnen) gibt es auch viele Bars und Pubs.

Gute Adressen sind der Grand Boulevard, auf dem sich zum Beispiel das „Café Oz“ oder das „O’Sullivans“ befinden. Aber auch das „Hide Out Chatelet“ (jeden Donnerstag gibt es hier Bier für 2,50 Euro), „Bottle Shop“ (Métro Station Ledru Rollin) oder „La violin dingue“ (Métro Station Sorbonne) haben einiges zu bieten und zeichnen sich durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus.

Tipp 4: Nur die Harten kommen in den Garten
Obwohl Woody Allen meint, Paris sei am schönsten, wenn es regnet, sind Paris‘ „Jardins“ bei strahlendem Sonnenschein weitaus einladender. Besonders eindrucksvoll sind die Tuileries direkt neben dem Louvre, von wo man einen hervorragenden Blick auf den Place de la Concorde, die Champs Elyssee und den Arc de Triomphe hat.

Unterm Jahr ist der Jardin de Luxembourg nahe der Sorbonne vor allem bei Studenten beliebt. Kurz vorm Eingang befindet sich das „Café Fournil“, wo es für 2,50 Euro einen großen Cappuccino und köstliche Leckereien á la „Tarte au citron“ gibt. Hat man Zeit und Lust, lohnt sich auf jeden Fall ein Ausflug zu den Landschaftsparks am Pariser Stadtende. Im Bois de Vincennes oder im Bois de Bologne kann man es sich dort gemütlich machen.
 

Foto: (c) Lisa Radda

Drei Insider Tipps:
1. Ein Besuch bei „La Durée“, der Lieblingsbäckerei Marie Antoinettes, ist ein absolutes Must in Paris. Die Macarons schmecken wie kleine Wölkchen und eignen sich auch als kleines und etwas kreativeres Mitbringsel.
2. Auch bei Regenwetter nicht verzagen, Paris hat unendlich viele interessante Museen. Und noch dazu sind die Eintritte bis 26 gratis.
3. Auch mal auf einen Markt gehen. „Frisch gekocht“ steht in Frankreich an oberster Stelle, man findet an fast jeder Ecke einen Markt. Besonders groß und günstig ist der „Marché d`Aligre“ in der Faubourg St. Antoine. Gemüse und Obst gibt es hier in Hülle und Fülle, vor allem ist es weitaus günstiger als im Supermarkt.

Was du auf keinen Fall machen solltest:
1. In der Métro telefonieren und mit offenen Taschen herumgehen. Sei nicht überängstlich, aber pass gut auf deine Tasche auf. Vor allem bei Touristen scheuen sich Diebe nicht, auch einmal härter vorzugehen.
2. Davon ausgehen, dass Franzosen Englisch sprechen. Obwohl die meisten Franzosen in der Schule Englisch haben, sprechen sie es nur ungern. Mit ein paar Brocken Französisch und einem hilflosen Lächeln werden jedoch auch die missmutigsten Franzosen zu netten, hilfsbereiten Auskunftgebern.
3. In einem Zehn-Euro-à-la-carte-Restaurant essen. Meist befinden sich diese in touristischen Gegenden und die Gerichte sind eher lieblos zubereitet. Zum Essen besser in die Rue Mouffetard oder nach Bercy Village fahren, dort schmeckt es um einiges besser.

Titelbild: (c) Lisa Radda


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Lisa Radda ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: lisa.radda[at]mokant.at

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