Reiseguide: New York

Reisetipps für New York: Paradiesvögel und gelebte Geschichte in Amerikas „Big Apple“

Oft ist es so, dass die Realität anders aussieht als die Bilder aus dem Fernsehen; New York ist aber eine Ausnahme. Die Stadt ist genauso imposant, aufregend und voller Leben, wie man es sich vorstellt. Gleichzeitig bewohnen zahlreiche Obdachlose die Straßen der Stadt. In New York trifft Arm auf Reich, Gangster auf Anzugträger, Schwarz auf Weiß. Gemeinsam bilden sie eine Einheit – die Stadt New York.

Foto: (c) Barbara Tiefenbacher

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Tipp 1: U-Bahn mit Geschichte
New York ist mit seinen fünf Bezirken (Manhattan, Queens, Brooklyn, Staten Island und Bronx) riesig und gerade am Anfang fällt die Orientierung schwer. Die Entfernungen haben es in sich, die U-Bahn ist daher eine große Hilfe beim Erkunden der Stadt. Das New Yorker U-Bahn-Netz zählt zu den ältesten der Welt und ist mit über 337 Streckenkilometern auch das drittlängste (nach London und Shanghai). Pro Tag transportiert die Bahn rund 4,9 Millionen Fahrgäste.

Dementsprechend stickig kann es an den Bahnsteigen sein, die sowieso andauernd mit Menschen vollgestopft ist. Bei Klaustrophobie ist von dem Ort eindeutig abzuraten. Doch die Fahrt durch den Untergrund hält auch Attraktionen bereit: Sogar hier trifft man auf Straßenmusiker, die mit ihren Bands richtige Konzerte im kleineren Kreise veranstalteten. Den iPpod braucht man wirklich nicht, da für Unterhaltung auf jeden Fall gesorgt wird.

Tipp 2: Augen auf beim Stadtbummel!
Dass einem in New York bunte Paradiesvögel ins Auge stechen, kommt nicht selten vor. Es ist wirklich interessant, wie sich manche Leute kleiden – oder auch nicht. Der sogenannte „Naked Cowboy“, eine Touristenattraktion am Times Square, ist ein Gitarre spielender Mann, der lediglich einen Hut, Unterhose und Stiefel trägt. Das Einzigartige an New York ist, dass niemand für seine Garderobe ausgelacht wird. Abgesehen von diesen verrückten Leuten, gibt es auch solche, die mit Schildern wie „Please help, I need weed“ oder „I cook, I wash, I’m good in bed. HOUSEMAN“ ihr Glück versuchen. Langeweile kommt beim Stadtbummel also sicher nicht auf.

Foto: (c) Barbara Tiefenbacher

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Tipp 3: Einkaufen am Broadway
Wer „Broadway“ hört und ausschließlich an die Theaterszene denkt, liegt falsch. Die über 25 Kilometer lange Straße ist nicht nur die längste, sondern auch die älteste Straße New Yorks. Vergesst die 5th Avenue, die ohnehin nur wenig hergibt, und lasst eure Kreditkarten hier glühen! Hier findet man alles, was das Herz begehrt. Ob man einen „Lady Foot Locker“ oder einheimische Geschäfte wie „Strawberry“ und „Loft“ besuchen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Die ganze Straße schafft man nicht in einem durch; deshalb unbedingt vorher die Standorte der Lieblingsgeschäfte heraussuchen! So lässt sich die lästige Hatscherei durch die U-Bahn vermeiden und sich die Energie für andere Sehenswürdigkeiten aufsparen.

Tipp 4: Den Leuten zuhören
Dass man in New York nicht angesprochen wird, ist unmöglich: ob von einem Straßenkünstler, dem netten älteren Herrn im Central Park oder von der Kartenabreißerin im Museum. Das Bild vom hektischen New York, wo keiner richtig Zeit hat für ein Mittagessen in Ruhe, stimmt nicht ganz. Es gibt erstaunlich viele ruhige und gelassene Menschen, die einfach nur plaudern möchten. Da heißt es: keine Angst haben, offen sein und einfach auf die Leute zugehen. Es wird sich schon ein interessantes Gespräch entwickeln.

Tipp 5: American Museum of Natural History
Wer „Nachts im Museum“ kennt, wird sich für dieses Museum begeistern können. Man kann hier sehr viel Spaß haben – Ben Stiller hat es vorgemacht. Die Besichtigungstour braucht allerdings seine Zeit, denn das Museum ist unheimlich groß. Auf fünf Stockwerken erzählt es die Geschichte von der Steinzeit bis ins Weltraumzeitalter. Das American Museum of Natural History ist viel imposanter als etwa das Naturhistorische Museum in Wien. Außerdem verfügt es über ein eigenes IMAX-Kino und eine eigene U-Bahn-Haltestelle. Selbst für Museumsmuffel ist es ein tolles Erlebnis. Abzuraten ist allerdings vom Essen in der Kantine, weil es nicht nur sehr teuer ist, sondern auch geschmacklich zu wünschen übrig lässt.

Tipp 6: Ausdauer mitbringen
Ausdauer ist so ziemlich die wichtigste Eigenschafte, die man für einen Trip nach New York braucht. Man sollte sich darauf einstellen, dass man den ganzen Tag unterwegs ist und höchstens beim Mittagessen richtig verschnaufen kann. Es ist daher sehr wichtig, immer ein bis zwei volle Trinkflaschen und Müsliriegel einzupacken, um bei Kräften zu bleiben. Auch die High Heels sollten zu Hause bleiben.

Tipp 7: Liberty Island und Ellis Island
Die Freiheitsstatue auf Liberty Island und das Immigrantenmuseum auf Ellis Island sind historische Denkmäler. Mit einer Fähre gelangt man zu beiden Zielen. Hier empfiehlt es sich, mit dem ersten Schiff loszufahren, da casino online immer mehr Leute die Islands sehen möchten, je später es wird. Zurzeit fahren viele Touristen jedoch an Liberty Island vorbei, weil man zurzeit nicht auf die Statue hinauf kann. Das ist aber ein großer Fehler. Auch wenn die Dame in Reparatur ist, gibt es eine wirklich spannende Audio-Guide-Tour, die einem die Geschichte der Freiheitsstatue näher bringt.

Auch im Immigrantenmuseum auf Ellis Island ist die Audio-Guide-Tour zu empfehlen. Statt zehnminütigem Dauergequatsche hören die Besucherinnen und Besucher das Wichtigste pro Station in kompakten zwei Minuten. Außerdem hat man wirklich das Gefühl, in die Zeit der Einwanderung zurückversetzt zu werden. Ellis Island war über dreißig Jahre der Sitz der Einreisebehörde der Stadt New York. Für manche war die Insel ein kurzer Durchreisestopp, andere mussten wochenlang auf ihre Einreisebewilligung warten – manchmal vergeblich. Nicht ohne Grund nannte und nennt man Ellis Island die Insel der Tränen sowie die Insel der Freude.

Foto: (c) Barbara Tiefenbacher

Foto: (c) Barbara Tiefenbacher

Heute ist New York eine Stadt, in der viele verschiedene Mentalitäten aufeinandertreffen, aber anscheinend gut miteinander auskommen. Obwohl immer noch viele Menschen illegal in den USA leben, gibt es mehr legale Einwanderer als in jedem anderen Land der Welt. Man lässt also einen großen Teil amerikanischer Geschichte aus, wenn man sich das Museum auf Ellis Island entgehen lässt.

Drei Insider-Tipps:
1.
Für alle Sportlichen, die ihr Training auch während des Urlaubs nicht vernachlässigen möchten, eignet sich der Battery Park hervorragend. Auf der zehn Hektar großen Parkanlage kann man unter anderem perfekt joggen. Außerdem befindet sich hier der Hafen für die Fähren nach Liberty Island und Ellis Island und nebenan „Ground Zero“.
2. Das Europa Café ist ein originelles Restaurant, das interessante Services anbietet. So kann man sich hier die eigene Pasta und den eigenen Salat zusammenstellen. Außerdem sind die Preise wirklich erschwinglich.
3. Trinkgeld ist in New York sehr wichtig und viele Menschen sind darauf angewiesen, vor allem für diejenigen, die ihr Geld hauptsächlich mit Touristenattraktionen verdienen. Sie sind für jeden „Tip“ dankbar.

Was du auf keinen Fall machen solltest:
1.
Gangster spielen oder dich in gefährliche Situationen begeben. Mit der Polizei ist nämlich nicht zu spaßen (mit den Gangstern natürlich auch nicht).
2. Fotos in Geschäften oder öffentlichen Gebäuden schießen. Am besten vorher abklären, ob ein Schnappschuss erlaubt ist.

Titelbild: flickr.com/Rakkhi Samarasekera

Barbara Tiefenbacher ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: barbara.tiefenbacher[at]mokant.at

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