The Strolling Woods: Knock on Wood

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The Strolling Woods sprechen über peinliche Auftritte und Stimmgeräte-Werfen im Proberaum

Dass sich die guten Dinge im Leben nicht planen lassen zeigt sich, als eine gewisse Redakteurin bei der vorgesehenen Location für das Gespräch mit den Strolling Woods vor verschlossenen Türen steht. Da hat wohl jemand vergessen, die Öffnungszeiten zu recherchieren! Zum Glück nehmen es die Bandmitglieder gelassen und so entsteht im nahegelegenen Schlossgarten Schönbrunn nicht nur ein Interview, sondern die erste mokant session: Die Strolling Woods spielen exklusiv für alle mokant.at-Leserinnen und Leser eine Unplugged-Version eines ihrer neuen Lieder.

Fotos: (c) Lukas Aichhorn

Fotos: (c) Lukas Aichhorn

mokant.at: Seit wann macht ihr schon Musik, also seit wann gibt es euch als Band?
Lukas: Die Band The Strolling Woods gibt“s eigentlich seit 2010, da hab“ ich mit einem Schulkollegen angefangen. Das hat aber nicht so gut funktioniert, wir sind in verschiedene Richtungen gedriftet und dann war ich lange allein. Dann ist es professioneller geworden, die ersten Aufnahmen sind gekommen. Da dachte ich mir, es ist irgendwie blöd, vier Instrumente gleichzeitig zu spielen und hab“ mir die Carmen geschnappt.

mokant.at: Für mich klingt euer Bandname ein bisschen wie eine Hommage an die Rolling Stones. Wisst ihr noch, wie ihr auf The Strolling Woodsgekommen seid?
Lukas: Ja, der Bandname entsprang unseren beiden Hobbys. Flo (Gründungsmitglied der Strolling Woods, Anmerkung der Redaktion)  und ich sind beide sehr naturverbundene Menschen, sind sehr gerne draußen im Wald. Und wie wir dann einmal überlegt haben, ob wir das das Zweiergespann nicht benennen stollten, kam der Name The Strolling Woods raus.

mokant.at: Wie würdet ihr euren Musikstil selbst beschreiben?
Lukas: Gut. Der beste. (lacht) Es geht in Richtung Folk, Folk-Rock, Indie-Folk-Rock, Alternative.
Carmen: Wenn ich mit Leuten geredet hab, haben sie gesagt, es klingt irgendwie eigen. Es ist ein Gemisch aus vielem, aber eigentlich ein eigener Stil.
Lukas: Ich versuche auch, prinzipiell jedes Lied unter eine eigene Richtung zu stellen – jetzt gerade wieder Blues. Deswegen finde ich es gut, dass man es nicht so eindeutig beschreiben kann.

mokant.at: Vielleicht werdet ihr Vorreiter für ein neues Genre! Falls man noch nie ein Lied von euch gehört hat, welche Instrumente verwendet ihr alle?
Lukas: Gespielt wird Gitarre, Mandoline in Abwechslung mit Geige und Klavier. Mundharmonika ist ab und zu dabei, Bass ist dabei.
Carmen: Gelegentlich Rhythmusinstrumente.
Lukas: Ja, viel Percussion, Schlagbesen, nicht wirklich die Standard-Schlagzeug-Sachen.
Carmen: Und Gesang!

mokant.at: Wie nehmt ihr das im Studio auf und wie funktioniert das bei Konzerten?
Lukas: Im Studio hintereinander, die Lieder werden erst mal so aufgenommen, wie wir es am besten finden. Auf der Bühne versuchen wir das so zu interpretieren, dass man die Essentials hat, meistens die Kombination Gitarre-Geige, Gitarre-Mandoline.

mokant.at: Seht ihr casino online euch dann nicht so sehr als Live-Band, sondern macht ihr eher Studiomusik mit den vielen Instrumenten?
Lukas: Nein! Ich sehe uns wirklich als Live-Band. Studio ist schon cool, aber eigentlich mach“ ich die Lieder für“s Live-Spielen, für die Empathie, die man vom Publikum kriegt.

mokant.at: Wie läuft bei euch das Song-Writing ab?
Carmen: Wie ich dazugekommen bin, hatte der Lukas schon zwei, drei Lieder und ich hab“ dann eher angefangen, einfach mal dazu zu spielen. Song-Writing ist bei uns einfach, wenn wir zusammensitzen und jammen und es kommt irgendwas Cooles dabei raus und wir sagen: „Okay, bauen wir das weiter aus!“ Den Gesang und den Text macht der Lukas, dann basteln wir eine Zeit lang herum.
Lukas: Dann wird“s mal weggelegt und es liegt herum, aber dann denkt man, das könnte man doch da einbauen. Und schon haben wir ein neues Lied!

mokant.at: Ihr seid ja fleißig dabei, immer neue Sachen zu produzieren. Habt ihr auch bestimmte Vorhaben für die nähere Zukunft – ein Album zum Beispiel?
Lukas: Ja, jetzt gerade ist ein Lied schon fast wieder fertig, da fehlt einfach nur mehr der Text.
Carmen: Und ein anderes ist auch fast fertig, da fehlt noch der Titel.
Lukas: Stimmt, ja! Das sind zwei Lieder, die wir jetzt erst mal aufnehmen müssen – das wird das nächste Ziel sein. Und mit den zwei Liedern könnte es sich ausgehen, dass wir ein Album draus machen. Aber unsigned ein Album zu machen ist eben sehr schwer.
Carmen: Ansonsten sollten wir mal wieder einen Burner raushauen! (lacht)

mokant.at: Gibt es irgendeinen Ort, an dem ihr echt gerne mal auftreten würdet?
Lukas: Das Harvest of Art wär cool. Was auch geil wär, wäre das Bonnaroo Festival und auf jeden Fall wäre ich gern mal Vorband für Mumford & Sons. Ich möchte einmal eine Tour machen und in kleinen Clubs spielen, das hätt“ schon was!

mokant.at: Heißt das, ihr wollt gerne nur von der Musik leben?
Lukas: Ja! Ich auf jeden Fall. Ich hoffe du auch, Carmen.
Carmen: Ja, ich auch. Aber ich weiß nicht, wie viel ich mir erwarten darf von der Zukunft.
Lukas: Ich finde, man sollte realistisch bleiben, aber schon mit genug Energie daran arbeiten. Und man muss sich halt g“scheit reinhängen.
Carmen: Auf jeden Fall, aber in nächster Zeit will ich sicher mal weiterstudieren. Bis jetzt geht“s so halbwegs mit dem Zeitmanagement. Jetzt bleibt es mal so wie es ist und wir werden sehen, wie es weitergeht.

mokant.at: Wenn euch der große Durchbruch gelungen ist: Ganz ehrlich, wer von euch wird zur Diva?
Lukas: Ich, glaub ich.
Carmen: Ja, das glaub ich auch. (lacht)

mokant.at: Gab“s von euch schon irgendwelche peinlichen Auftritte?
Lukas: Ja, ich hatte einen peinlichen Auftritt in Schottland. Es war das erste Mal, dass ich mit Mikrofon gespielt habe und ich hab“ das Mikrofon falsch eingestellt. Ich konnte dann die musikalisch aufwändigeren Lieder nicht g“scheit spielen, weil ich sie nicht komplett ohne Hinschauen konnte. Ich hab“ mich dann extrem verspielt und bin dauernd mit dem Gesicht gegen das Mikrofon.

mokant.at: Habt ihr irgendein Ritual vor euren Auftritten?
Lukas: Stimmen ist unser Ritual vorher. Geige und Mandoline stimmen. Sonst haben wir noch keine Rituale. Doch, Stimmgerät werfen! Das ist Ritual genug.
Carmen: Aber vielleicht brauchen wir auch einfach noch mehr Auftritte.
Lukas: Nein, das reicht. Wir sollten am Höhepunkt unserer Karriere aufhören. (lacht)

mokant.at: Wo können wir noch mehr von euch hören?
Lukas: Hören auf jeden Fall auf Soundcloud: The Strolling Woods. Auf YouTube gibt“s uns auch, aber da sind erst zwei Lieder oben und auf jeden Fall auf Facebook liken, dann kriegt man alle Infos, die man braucht.

mokant.at: Gibt“s sonst noch irgendwas, das wir alle als Strolling Woods Fans noch von euch wissen sollten oder etwas, das ihr noch loswerden wollt?
Lukas: Bitte kommt zu unseren Auftritten! Wir freuen uns über jeden Like und jeden, der sagt, dass ihm die Musik gefällt, weil das ziemlich hypet. Positives Feedback hören wir gerne.
Carmen: Wir hören auch negatives Feedback gerne.
Lukas: Pssst!


Titelbild: (c) Lukas Aichhorn

Alissa Hacker ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: alissa.hacker[at]mokant.at

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