Den Geburtstag der Österreichischen Neutralitätserklärung begeht das Bundesheer jährlich mit einer der größten Militärparaden des Landes. Georg Marlovics und Michel Mehle haben sich dabei umgehört, wie die Menschen zur Zukunft des Österreichischen Heeres stehen: Wehrpflicht oder Berufsarmee?
Auch wenn er selbst Berufssoldat ist, für Offiziersstellvertreter Kamleithner ist die Wahl eindeutig: Die Wehrpflicht muss beibehalten werden. Vor allem wegen der Zivildiener. Ohne sie würde das Sozialsystem zusammenbrechen.
Lisa ist mit dem Offiziersstellvertreter einer Meinung. Die Rettung würde ohne Zivildiener nicht funktionieren. Allerdings sollten auch Frauen einen Zivildienst leisten müssen.
Wenn Joseph an seine Zeit im Bundesheer zurückdenkt, würde er ein Berufsheer vorziehen: "Wir haben damals recht viele Sachen tun müssen, die nicht wirklich sinnvoll waren..."
Zwei, die wegen dieser Frage arg aneinander geraten sind: Verteidigungsminister Norbert Darabos und Generalstabschef Edmund Entacher stehen an diesem Tag notgedrungen nebeneinander und gratulieren den neuen Rekruten.
Die Rekruten selbst sind eher scheu, wenn es um ihre Meinung geht: "Die Wahl ist geheim", meint dieser. Einer seiner Kollegen will zwar nicht vor die Kamera, spricht sich aber für die Wehrpflicht aus, denn: "Wer würde sonst die Drecksarbeit machen?"
Die restlichen Besucher scheren sich derweil nicht allzu sehr um die Zukunft des Heeres...
... und genießen die Show.
Vor allem den jungen Besucher wird einiges geboten...
... auf dass sie hier vielleicht ihre berufliche Leidenschaft entdecken.
Phillip und Valentin haben sich beispielsweise schon entschieden. Phillip will zum Jagdkommando, Valentin in die Luftwaffe. Ein Berufsheer fänden beide cool.
Was nun kommen soll, ein Berufsheer oder die Beibehaltung der Wehrpflicht, dafür können die Österreicherinnen und Österreicher am 20. Januar abstimmen.
Wie auch immer das Ergebnis ausfallen wird, die Militärparade am 26. Oktober ist nächstes Jahr wieder sicher.