02. März 2012 | Meinung
Nichts Besseres zu tun
„ZeiDverschwÄndung“, VÖ: 02.03.2012, Hot Action Records
Die neue EP der Ärzte steigert die Erwartungen an das kommende Album „auch“
Vor mehr als vier Jahren erschien ihr letzter Tonträger, nun haben sie mit der EP „ZeiDverschwÄndung“ ein Lebenszeichen von sich gegeben – Die Ärzte sind zurück und stellen selbst fest: „Es gibt Besseres zu tun, als die Die Ärzte zu hören“.
Besseres zu tun gibt es in der Tat. Die Bandauflösungsgerüchte um Die Ärzte mitzuverfolgen beispielsweise, derer es in den vergangenen Monaten einige gab. Zuerst entzog die Band ihrem Fanclub das Prädikat „offiziell“, weil dieser ein Interview mit den ungeliebten Prinzen veröffentlichte. Vor zwei Wochen wurde schließlich bestätigt, dass der Fanclub nach Ende der kommenden Tour überhaupt seine Tätigkeit einstellen werde. Ein harter Schlag für die Fans, die durch den kostenpflichtigen Fanclub stets exklusive Informationen und Zusatzprodukte erhalten hatten. Eine Entschädigung ist der Song „ZeiDverschwÄndung“ allemal, in dem die Ärzte eben jenen harten Kern der Fans und sich selbst aufs Korn nehmen. „Du kannst doch nicht dein Leben lang nur auf eine Band stehen“.
Abgesehen vom Intro-Song bleiben die ironisch-witzigen Texte der Band eher halblustig. Rod Gonzalez besingt in „Quadrophenia“ die gute alte Zeit, Farin Urlaub gibt sich „Mutig und behämmert“ – ein Lied, das an entscheidenden Stellen musikalisch verdammt ähnlich wie „Wir sind die Besten“ von der Bonus-EP zum 2007er Album „Jazz ist anders“ klingt. (Nickelback-Syndrom?) Positiv hingegen fällt der ansonsten nicht unbedingt für die so genannten Hits der Band zuständige Bela B. auf – „Will dich zurück“ setzt auf Herzschmerz und hat das größte Ohrwurm-Potenzial der EP.
„Sieh ein, dass der Kult um uns schon lang nicht mehr schockt“. Das macht aber nichts. „ZeiDverschwÄndung“ ist eine nette EP mit noch netteren Songs, jedoch ohne Höhepunkt. Die von der Band besungenen Fans müssen deshalb aber nicht verzweifeln: am 13. April wird das Album „auch“ veröffentlicht. Und auf ihren Longplayern hat die Band bislang immer für Spaß und Überraschungen gesorgt.
Besseres zu tun gibt es in der Tat. Die Bandauflösungsgerüchte um Die Ärzte mitzuverfolgen beispielsweise, derer es in den vergangenen Monaten einige gab. Zuerst entzog die Band ihrem Fanclub das Prädikat „offiziell“, weil dieser ein Interview mit den ungeliebten Prinzen veröffentlichte. Vor zwei Wochen wurde schließlich bestätigt, dass der Fanclub nach Ende der kommenden Tour überhaupt seine Tätigkeit einstellen werde. Ein harter Schlag für die Fans, die durch den kostenpflichtigen Fanclub stets exklusive Informationen und Zusatzprodukte erhalten hatten. Eine Entschädigung ist der Song „ZeiDverschwÄndung“ allemal, in dem die Ärzte eben jenen harten Kern der Fans und sich selbst aufs Korn nehmen. „Du kannst doch nicht dein Leben lang nur auf eine Band stehen“.
Abgesehen vom Intro-Song bleiben die ironisch-witzigen Texte der Band eher halblustig. Rod Gonzalez besingt in „Quadrophenia“ die gute alte Zeit, Farin Urlaub gibt sich „Mutig und behämmert“ – ein Lied, das an entscheidenden Stellen musikalisch verdammt ähnlich wie „Wir sind die Besten“ von der Bonus-EP zum 2007er Album „Jazz ist anders“ klingt. (Nickelback-Syndrom?) Positiv hingegen fällt der ansonsten nicht unbedingt für die so genannten Hits der Band zuständige Bela B. auf – „Will dich zurück“ setzt auf Herzschmerz und hat das größte Ohrwurm-Potenzial der EP.
„Sieh ein, dass der Kult um uns schon lang nicht mehr schockt“. Das macht aber nichts. „ZeiDverschwÄndung“ ist eine nette EP mit noch netteren Songs, jedoch ohne Höhepunkt. Die von der Band besungenen Fans müssen deshalb aber nicht verzweifeln: am 13. April wird das Album „auch“ veröffentlicht. Und auf ihren Longplayern hat die Band bislang immer für Spaß und Überraschungen gesorgt.

































