Das Nova Rock Festival setzt seit Jahren auf eine Mischung aus Metal, Rock und Hardcore. Besonders die Hardcore-Szene erfuhr in den letzten Jahren wieder starken Zulauf. Hardcore-Pinoiere wie Biohazard stellten deshalb eine logische Wahl der Veranstalter dar.
Der klare Schwerpunkt lag jedoch auch in diesem Jahr auf der Sparte Metal. Neben den etablierten Größen fanden sich auch jüngere Bands wie die aufstrebenden Trivium auf dem Billing.
Abseits der aktuellen Metal-Hitparaden und trotzdem mit einer großen Anhängerschaft gesegnet ist der von vielen Größen der Szene verehrte Sänger, Gitarrist und Produzent Devin Townsend. Der „verrückte Professor“ des Metal ist in einer Vielzahl von Gesangs- und Kompositionsstilen
zu Hause.
Düstere Klänge schlugen die Norweger von Dimmu Borgir (Isländisch für „Dunkle Burgen“) an. Im Dark Metal bis Black Metal zu Hause, verkörperten sie die Antithese zu Musikern wie Limp Bizkit und anderen Partybands.
Die Mitglieder von Mastodon haben sich mehr den konzeptuellen und vertrackteren Zugangsweisen
zu ihren Veröffentlichungen verschrieben. Ihren Alben liegt meist eine Idee zugrunde, an der sie sich dann in fingerbrecherischer Manier die Finger wund spielen.
Mindestens genausoviel Konzept, wenn auch auf einer anderen Ebene, verfolgen die Musiker von Steel Panther.
Ihnen geht es jedoch darum, den Geist des 1980er Glam- und Sleaze-Rocks wiederzubeleben und die Aura des legendären Los Angeles Sunset Strips zu beschwören. Dass sie dabei auch eine Menge Comedy und Show miteinbauen, lässt sich schwer übersehen.
Richtig zur Sache ging es hingegen wieder bei den Neo-Thrashern von Machine Head. Die Anfang der 90er gegründete Band hat sich inzwischen zu den ganz Großen in der Szene hinaufgearbeitet. Mastermind Rob Flynn besticht nicht nur durch ein extrem gutes Gefühl in Hinblick auf das
Songwriting ...
... sondern auch, wenn es darum geht das Publikum für sich zu gewinnen. Auf dem diesjährigen Nova Rock hatte kein Frontmann sein Publikum so sehr in der Hand wie Flynn.
Doch auch abseits der Konzerte hat ein Festival wie das Nova Rock einiges zu bieten: an erster Stelle seine Besucher. Seien es Einlagen und Verkleidungen jeglicher Art ...
... oder Partys, die sich vom Abend bis in den nächsten Tag erstrecken.
Natürlich gab es auch wieder die Chance seinen Helden bei den Autogrammstunden näherzukommen und ihnen die Hand zu schütteln.
Auch für frische Wäsche war gesorgt.
Der wahre Höhepunkt eines jeden Festivals ist aber noch immer, seine Lieblingsbands auf der Bühne in Höchstform zu erleben. In diesem Jahr konnten Slayer mit ihrer Liveperformance besonders überzeugen.
Obwohl die Band inzwischen jahrzehntelang im Geschäft ist, zählt sie immer noch zu den schnellsten, härtesten und kompromisslosesten Gruppen der Szene.
Das Publikum zeigte sich drei Tage lang von seiner besten Seite. Das Festival verlief größtenteils ruhig, woran auch das wechselhafte Wetter nichts ändern konnte.
Besonders erfreulich war, dass auch die nächste Generation bereits Gefallen am Nova Rock gefunden hat und den Geist des Festivals weitertragen wird.