Jungautoren in Steckbriefen
Steckbrief: Johannes Epple
Du wolltest immer schon wissen, wie Autoren zum Schreiben kommen, wie lange das Verfassen eines?Buches dauert oder was Schriftsteller über ihre eigenen Werke denken? mokant.at hat junge?Schriftsteller dazu befragt und stellt dir wöchentlich einen deutschsprachigen Autor in Form eines ?Steckbriefes vor. Den Anfang der Vorstellungsrunde macht der Philosoph Johannes Epple. Seinem ?2006 erschienenen Erzählband „danke trotzdem“ ließ der Wiener dieses Jahr den Debütroman: ?„Zwischen den Wänden“ folgen. Gut so, denn seine Bücher lesen wir viel lieber als Strafzettel fürs ?Schwarzfahren, die teilt der Autor aber zum Glück erst im nächsten Leben aus.
Name: Johannes Epple
Alter: 28
Zum Schreiben bin ich gekommen: Durch meine Deutschlehrerin. Sie hat gemeint, ich solle es einmal
mit Kurzgeschichten versuchen – vorausgesetzt: ich verbessere meine Rechtschreibung.
Im Unterschied zu anderen Autoren: fällt es mir schwer, solche Fragen zu beantworten.
Was ist der aufregendste Augenblick beim Verfassen eines Buches? Zu beginnen. Beginnen ist
immer spannend.
Wie lange schreibst du an einem Buch? Etwa zwei Jahre.
Worum geht es in deinem nächsten Buch? Noch so eine Frage, die andere Autoren besser? beantworten können.
Der perfekte Leser/ die perfekte Leserin: liest langsam.
Mein Lieblingsbuch: Friedrich Hölderlin: Hyperion oder der Eremit in Griechenland.
Was kann ein Buch, was ein Film nicht kann? Entschleunigen. Für mich ist das die wesentliche?Aufgabe von Literatur.
Von wem würdest du gerne dein Buch verfilmen lassen und mit welchen Schauspielern?? Schauspieler? Ich weiß nicht. Wim Wenders sollte jedenfalls der Regisseur sein. [deutscher Regisseur; „Der scharlachrote Buchstabe“, „The Million Dollar Hotel“, Anm.d.Red.]
Braucht ein guter Künstler/eine gute Künstlerin ein Alkohol- und/oder Drogenproblem? Wer ?Hat heuzutage kein Alkohol- oder Drogenproblem?
Von meinen Tantiemen habe ich mir: zwei Schachteln Zigaretten gekauft.
In meinem nächsten Leben: werde ich Fahrscheinkontrolleur.
Die perfekte Urlaubslektüre: Ich fahre zu selten auf Urlaub, um diese Frage beantworten zu können.
Die Jugend von heute: liest zu wenig, steht zumindest in den Zeitungen.




























