24. Jänner 2012 | Gesellschaft

Das Ende naht

 
wikipedia/Wolfgang Beyer (cc)
Elf Monate bleiben uns bis zum Weltuntergang
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Das entgültige Erden-Aus: die Kollision mit dem Planeten Niribu

Gleich mehrere Katastrophen sollen im Jahr 2012 zum Weltuntergang führen

 

Noch elf Monate und es ist soweit: Die Welt wird untergehen, ohne Wenn und Aber. Denn gleich mehrere Katastrophen werden zum unvermeidlichen Ende führen. So wird der Gott der Unterwelt zur Welt aufsteigen und Unheil mit sich bringen. Nebenbei wird eine sehr spezielle, nur alle 26.000 Jahre auftretende, Sternenkonstellation die Menschheit massiv beeinflussen – mit unvorhersehbaren Folgen. Und dann gibt es da noch den Planeten Niribu, ein Trabant der Sonne, der für einige Katastrophen hier auf der Erde verantwortlich sein soll – auch im Jahr 2012, dann nämlich soll er mit der Erde kollidieren. So jedenfalls sehen es weltweit Millionen und Aber-Millionen Menschen, die glauben, was unzählige pseudowissenschaftliche und esoterische Bücher verkünden.

Wie alles begann
Die Wurzeln der weltweiten Hysterie um den Maya-Kalender sind vielfältig. Als eine davon kann die Fehlinterpretation einer Maya-Steintafel genannt werden, die über das Internet ihren Weg zu allen Abergläubigen dieser Welt fand: 1996 machte es sich ein Forscherteam zu Aufgabe eine Inschrift dieser Steintafel zu entziffern und stellte fest, dass es sich dabei um eine Prophezeiung handelt. Und zwar sollte im Jahr 2012, 13.0.0.0.0. nach Maya-Zählung, der Gott der Unterwelt auf die Erde kommen und mit sich Unheil und Verderben bringen. Mittlerweile hat sich in der Wissenschaft jedoch eine andere Interpretation durchgesetzt: Demnach handelt es sich bei der Inschrift um die Ankündigung einer Gedenkfeier, die dieses Jahr stattfinden soll und bei dem der aktuelle Maya-Herrscher (den es ja nicht gibt) diesen Gott der Unterwelt verkörpert.

Eine besondere Planetenkonstellation
Neben dem Gott der Unterwelt soll sich eine ganz besondere und seltene Planetenkonstellation in unserem Sonnensystem, die nur alle 26.000 Jahre auftritt, ganz verheerend auf unser Dasein auswirken. Denn am 21. Dezember 2012 werden unsere Sonne, die Erde und einige andere Planeten in unserem System in Konjunktion mit dem Äquator der Milchstrasse stehen. Das bedeutet, dass die Planeten in einer Reihung stehen werden. Die Folgen für uns: Vulkanausbrüche, Erdbeben und andere Naturkatastrophen. Und das ist noch nicht alles.

Niribu –  der Weltenzerstörer
Niribu ist der Name eines Planeten, der irgendwann in unser Sonnensystem eingedrungen ist und zum Trabanten der Sonne wurde. Ein Umlauf um die Sonne soll dabei 3600 Jahre dauern. Das letzte Mal trat er in unser Sonnensystem ein, als Moses das Volk Israel aus Ägypten heraus führte. Die zehn Plagen, die das Land damals heimsuchten, werden heute auf Niribu zurückgeführt. Erstmals trat Niribu in einer der pseudowissenschaftlichen Theorien von Zecharia Sitchin auf die Bildfläche. Demzufolge sollen Außerirdische, genannt Annuki, die vom Planeten Niribu abstammen, die Erde kolonialisiert haben.
Anhänger dieser Theorien vermuten auch, dass die NASA die Existenz dieses Planeten geheim hält.

Alles Blödsinn
Alles Blödsinn, sagt einer, der es wissen muss. Florian Freistetter, promovierter Astronom, beschäftigt sich auf seinem Wissenschaftsblog Scienceblogs.de auch gerne einmal mit dem Hysterie-Phänomen des Maya-Kalenders. Für eine besondere Planetenkonstellation gibt es laut Freistetter keine wissenschaftlichen Anhaltspunkte. Überhaupt: Dass alle Planeten haargenau in Reih und Glied stehen, kommt nur einmal alle 180 Billionen Jahre vor. Und selbst wenn: auch egal, denn dieses Phänomen hätte in Wirklichkeit keinerlei Auswirkungen auf uns Menschen.

Vom Planeten Niribu, der dieses Jahr mit der Erde kollidieren soll, hält Freistetter ebenso wenig. Auch hier wurde nie wissenschaftlich bestätigt, dass dieser Planet tatsächlich existiert. Gerade ein Planet, dessen Umlaufbahn der Erde so nahe kommen soll, wäre längst entdeckt worden. Abgesehen davon würde ein so beschriebener Planet nicht lange überleben. Denn die Umlaufbahn des Planeten nimmt, da sie einerseits sehr weit von der Erde wegführt, dieser dann aber wieder sehr nahe kommt, eine stark ovale Form an.

 

„Solche Bahnen sind über lange Zeiträume instabil: Hätte es einen Planeten mit solch einer Bahn einmal gegeben, dann wäre er längst aus dem Sonnensystem geflogen, beziehungsweise mit einem der anderen Planeten oder der Sonne kollidiert“, schreibt Freistetter auf Scienceblogs.de. Natürlich gebe es noch jede Menge unentdeckte Planeten in unserem Sonnensystem, die befänden sich aber so weit weg von der Erde, dass sie für uns nicht gefährlich werden könnten.

Links dazu:    
Der Weltuntergang 2012 auf Scienceblogs.de

Die Sicht der Weltuntergangsgläubigen

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