„Die Kunst, Chanel zu sein – Coco Chanel erzählt ihr Leben“
So geradlinig und puristisch wie der Stil der französischen
Designerin anmutet, so gegenteilig war ihre exzentrische und
vielschichtige Persönlichkeit. Dieses wunderbare und mit vielen Bildern
beschmückte Buch, aufgezeichnet von ihrem langjährigen Freund Paul
Morand, belehrt den Leser über den Mythos einer der faszinierendsten
Figuren des 20. Jahrhunderts. Coco Chanel transportiert ihre zeitlose
Eleganz durch die Sprache, ihr individueller Stil prägt sie seit
Kindheitsbeinen. Bei Kindheitserinnerungen kokettiert sie mit
Unwahrheiten, um ihnen eine gewisse Dramatik zu verleihen.
Zuweilen überrascht es wenig, dass die stilistisch gesehen prägendste
Modeschöpferin ein Workaholic war. Zuerst wollte sie Sängerin in den
Moulins – wo der Name Coco hängen geblieben ist – werden. Von ihrem
Hutgeschäft in der Wohnung ihres Freundes Étienne Balsan schafft sie es
schließlich zur ihrer eigenen Boutique in Beauville, dies allerdings
mithilfe von Arthur Capel, den sie als „die Liebe ihres Lebens“
bezeichnet. Coco Chanel lebte ein Leben voller Selbstständigkeit und
harter Arbeit vor. Dieser glanzvolle Luxus, der mit ihrer Person stets
in Verbindung gebracht wird, ist nur die Frucht dessen.
„Ich habe Kleider gemacht, hätte auch allerlei anderes machen können.
Es war Zufall. Ich habe nicht die Kleider geliebt, sondern die Arbeit.
Ihr habe ich alles geopfert, sogar die Liebe. Die Arbeit hat mein Leben
aufgefressen.“





















































