Vier Stunden, vier Kekse
Keine Kekse für Weihnachten gebacken? Skurrile und schnelle Rezepte findest du hier
Man kann ihr nicht entgehen, der Weihnachtszeit, die uns als Ohrwurm von „Last Christmas“ jeden Tag in den Ohren nachdröhnt oder als Punschfahne neben uns im Vorlesungsraum hängt. Aber gute Seiten hat sie trotz Einkaufsstress und Glatteis auch: Man erinnere sich an das eine oder andere Packerl vom vorigen Jahr (nein, nicht der selbstgestrickte Pulli von Mutti) und natürlich auch an die Kekse von Oma, die uns selbst nie so richtig gelingen wollen, jedoch stets ein willkommenes Weihnachtsgeschenk sind. Neben den regulären Rezepten vergessen wir jedoch oft auf die vielen skurrilen Variationen, die uns das Backen eröffnet. Die mokant.at-Redakteurinen Alexandra und Natalie haben sich für euch diesmal eine Schürze umgebunden und eifrig drauflos probiert, was es neben den allbekannten Vanillekipferln und Kokosbussis sonst noch so gibt und wie man sich das Leben auch mal etwas leichter machen kann.
Vier Kekssorten in vier Stunden
Das Ziel, das wir uns setzten, waren vier Kekssorten in vier Stunden, die alle möglichst verschieden sein sollten, schließlich war das eine ideale Möglichkeit, um nicht nur einen Artikel zu schreiben, sondern auch gleichzeitig Familie und Freunden ein kleines Geschenk zu machen und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Weil wir beide aber nicht die Allerbegabtesten im Backen sind und uns auch gerne einmal etwas Zeit sparen, entschieden wir uns dafür, uns zweimal von diversen Backmischungen helfen zu lassen und zweimal etwas ganz Ausgefallenes auszuprobieren. Darunter befinden sich die veganen Orangenkekse, die Bier-vom-Vortag-Verwertungs-Variante und natürlich auch die zwei Backmischungen von Schokoladencookies und Mürbteig.
Die Playlist für einen Keksback-Nachmittag à la mokant.at:
• The Killers
• Jack Johnson
• Jefferson Airplane
• The Band
• Simon and Garfunkel
• Two Gallants
Da es bekanntlich schwer ist, veganische Freunde mit Keksen zu erfreuen, entschieden wir uns, eine Kekssorte in unser Repertoire aufzunehmen, die auch sie genießen können, nämlich Orangenkekse, die keine tierischen Produkte enthalten.
Zutaten:
100 g weiche Margarine
60 g Zucker
abgeriebene Schale von ½ unbehandelten Orange oder Zitrone
1 Msp Vanillepulver
60 ml Soja-Drink
150 g Weizenmehl
Zubereitung:
Den Backofen auf 200° C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Margarine mit Zucker, Orangenschale und Vanillepulver 5 Minuten schaumig schlagen, den Soja-Drink langsam hinzugießen.
Sobald sich die Margarine-Zucker-Mischung gut mit der Sojamilch verbunden hat, das Mehl einarbeiten. Den Teig formen und auf die Bleche legen.
Die Kekse 8-9 Minuten backen, oder so lange, bis sie am äußeren Rand etwas braun werden.
Vorsichtig vom Blech nehmen und auskühlen lassen.
Resümee:
Das Orangenaroma war einzigartig gut, die Konsistenz des veganen Teigs allerdings nicht. Er klebte an den Fingern und erinnerte auch nach dem Backen noch an öligen Teig.
Die Restl-Bier Variante
„Bier und Kekse vertragen sich doch nicht!“ dachten wir, zumindest anfangs, bevor dieses Rezept zu unserem Favorit wurde, denn Bierkekse sind nicht nur die beste Lösung, um Bier vom Vortag loszuwerden, sie sind zudem auch noch super einfach zu machen und schmecken trotz abschreckendem Namen ziemlich gut – meinen auch diejenigen, die wir mit unseren selbstgebackenen Leckereien zu beglücken versuchten.
Zutaten:
700g Mehl
200 ml Sonnenblumenöl
250g Zucker
250 ml Bier
1 Packung Vanillezucker
1 Packung Backpulver
Zubereitung:
Einen Messbecher hatten wir nicht, daher verließen wir uns bei der Menge der Zutaten auf unserer Augenmaß. Um unsere Lieblingskekse zu backen, solltest du zunächst alle Zutaten, bis auf das Mehl verrühren und erst am Ende langsam dazurühren. Dann alles zu einem festen Teig verkneten und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. In der Anleitung stand zwar, man solle den Teig dünn ausrollen und Kekse ausstechen, doch wir, faul wie wir sind, beschlossen einfach Kugeln zu formen. Man kann die Kekse auch mit Nüssen verzieren und mit Eiweiß bestreichen. Im vorgeheizten Ofen brauchen die Kekse bei 180°C etwa 10 Minuten bis sie braun gebacken sind.
Die obligatorische Backmischung
Zutaten und Zubereitung:
Backmischung + Ei + Butter
Resümee:
Weil wir beide meist im Stress, oder anders gesagt, zu faul sind, um einen Teig selbst zu machen, haben wir uns auch dieses Mal dafür entschieden, wieder den einfachen Weg zu gehen und zur Backmischung zu greifen. In der Winterzeit in nahezu jedem Geschäft um die Ecke erhältlich, spart die einfache Variante einem vielleicht Zeit, ist jedoch teuer und damit für richtige Keksvertilger oder Verschenker eher ungeeignet. Das Positive jedoch ist, dass sie auch den unfähigsten Bäckern unter uns gelingt und damit viel Stress und Nerven spart.
Wir entschieden uns sowohl für einen amerikanischen Chocolate-Chip-Teig (die Backmischung dazu fanden wir in einem Geschäft, das amerikanische Artikel führt), der überaus teuer war und einen Mürbteig (die Backmischung hierzu gibt es momentan in fast jedem Supermarkt), der zwar nicht billig war, uns jedoch nicht in Unkosten stürzte.
Die Chocolate-Chip Cookies stellten sich als besonders sättigend heraus und hatten einen guten Geschmack. Der Mürbteil hingegen enttäuschte geschmacklich (vermutlich lag das aber auch teilweise an der schon sehr vorangeschrittenen Solariumsbräune) wurde jedoch mit Glitzerperlen, Marmelade und bunten Streuseln so lange verziert, bis die inneren Werte keine große Rolle mehr spielten.
Merry Christmas und gutes Gelingen wünscht das mokant.at-Team
Fotos von




















