12. November 2010 | Meinung

Modenotizen: Partnerlook

mokant.at > foto: patricia paula konarzewski
Glovers-Handschuhe heißen wirklich so (einfach googlen)

Modenotizen mischen sich ein und

nehmen zum Partnerlook Stellung

 

Zusammenpassen sollte diese Saison ja nichts – offensichtlich abgestimmtes, sei's farblich oder stilistisch will niemand mehr sehen. Ratgeber-Standardregeln wie Tasche zu den Schuhen, Grau zu Rot, Lippenstift zum Nagellack sind mal für ein, zwei Saisonen außer Kraft gesetzt. Aber wie sieht's mit dem Partner aus? Wie weit kann man beim Abgleichen des Looks gehen?

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Amüsant und exotisch

Mal ehrlich, die Partnerlooker sind Exoten (kennst du jemanden in deinem Freundeskreis? Nein? Eben). Die einzigen die mir einfallen, sind TomKat und Jlo/Marc Anthony – die stimmen selbst die Kleidung der Kinder auf ihre Garderobe ab und sind ohnehin beliebte Negativbeispiele der Promipresse, auch abseits von Stilfragen. Mit größter Wahrscheinlichkeit läuft es ja bei unsereiner eher so ab: Die Beziehung ist im fortgeschrittenem Stadium, ein Paar beschäftigt sich im Allgemeinen nicht so mit dem eigenen Erscheinungsbild, macht dafür aber Outdoor-Sportarten.

 

Sie gehen zum Hervis eine Windjacke kaufen, und schau, die gibt's auch für Frauen, und die können wir auch so tragen, im Alltag. Auf dem Label steht dann wahrscheinlich Jack Wolfskin oder Timberland und das ganze tut niemanden weh – die Partnerlook-Bewegung kommt aus der Sportmode und ist dort auch dankenswerterweise geblieben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Herrschaften bei uns, den in der Schlange Wartenden, vorbei dürfen, weil sie auf der Gästeliste stehen oder vom Barkeeper bei der Bestellungsaufnahme favorisiert werden, ist eher gering. Aber amüsieren darüber darf man sich trotzdem.

 

mokant.at > foto: patricia paula konarzewski

Ein Plädoyer für die partnerliche Lookoptimierung

Aber du liest hier ja die Modenotizen, also sollst du auch was lernen: An sich ist es ja nicht schlecht mitzubedenken, dass man in einer Beziehung ja öfters im Doppelpack anzutreffen ist und dem gemeinsamen Auftritt ein, zwei Überlegungen widmet: Bin ich zu casual für ihn, schaut er zu business für mich aus, passen wir auch optisch gut zusammen?

 

Solche Fragen werden ab Mitte 20, wenn der Drang nach Distinktion noch nicht ganz in den Hintergrund gerückt ist, wichtiger, nicht nur für Frauen. Schließlich will man nicht so ausschauen, wie das Paar, dem man ansieht, dass da im Bett nichts mehr läuft. Genau dies könnte man zum kategorischen Imperativ der partnerlichen Lookoptimierung erheben: Versetze dich in deinen Partner und zieh nichts an, was dich auch abtörnen würde!

 

Passend dazu ...

Wein vs. Lukesch: Partnerlook

 

Modenotizen nachlesen ...


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