02. Dezember 2010 | Meinung
Filmriss: Fernsehen im Kino
„Kottan ermittelt“: tolles Remake oder peinlicher Abklatsch?
„Kottan ermittelt: Rien ne va plus“
Komödie/Krimi, Ö, 2010
26 volle Jahren haben „Kottan ermittelt“-Fans schon auf ein Comeback gewartet – nun kann sich der unfreiwillig beurlaubte Major Adolf Kottan (Lukas Resetarits) endlich wieder auf Verbrecherjagd begeben, nachdem ihm ein Toter auf das Autodach fällt. Neben ihm liegt eine Karte, auf der „Rien ne va plus“ steht. Begleitet wird Kottan von vielen weiteren österreichischen Schauspielern wie Robert Stadlober (als Schrammel), Bibiana Zeller und Udo Samel, und das auf großer Leinwand. Bei drei Morden innerhalb eines Tages muss natürlich der Profi ran. Und am Ende geht es natürlich wie immer ums Geld.
„Rien ne va plus“: passender Titel für unoriginelle Umsetzung
Pro: Nostalgie für Kottan-Fans
Die von Helmut Zenker und Peter Patzak erfundene Kult-Serie „Kottan ermittelt“ wurde seit ihrem Beginn 1976 von den Zuschauern entweder verachtet oder als österreichisches Juwel gepriesen. Genauso wird es uns auch mit „Kottan ermittelt – Rien ne va plus“ ergehen. Man muss schon den Humor des launischen Major Kottan zu schätzen wissen um den Film in vollen Zügen genießen zu können. Natürlich kommt auch immer wieder der eine oder andere uralte Schmäh à la „Kärntner sind wie Punschkrapferl – außen rosa, innen braun“ hinzu – der nicht zuletzt an zeitlose Legenden wie den „Mundl“ erinnert. „Kottan ermittelt“ beweist mit viel schwarzem Humor und skurril-absurden Dialogen dass auch das heimische Kino etwas zu bieten hat – nämlich keine Special-Effekts, dafür aber eine ganze Menge Herz.
Contra: Unnötige Verwurstung
Merke: Wenn der Erfolg einer Fernsehserie länger als zwanzig Jahre zurückliegt, mache niemals einen Kinofilm daraus. Der frühere Held wird lediglich entmystifiziert, der Film nagt am Kultcharakter der Serie. Wie nicht anders zu erwarten war, ist „Rien ne va plus“ ein trauriger Versuch, den beliebten Fernsehstoff „Kottan ermittelt“ für das Kinopublikum aufzubereiten. Hätte Regisseur Peter Patzack es bloß gelassen. An die humorvolle Polizeikritik und das Flair der Siebziger Jahre kommt die Neuauflage bei weitem nicht heran; ein Robert Stadlober wirkt im „Kottan“ deplatziert. Da kann der Wiener Schmäh auch nichts mehr retten. Einfallslos.
Die von Helmut Zenker und Peter Patzak erfundene Kult-Serie „Kottan ermittelt“ wurde seit ihrem Beginn 1976 von den Zuschauern entweder verachtet oder als österreichisches Juwel gepriesen. Genauso wird es uns auch mit „Kottan ermittelt – Rien ne va plus“ ergehen. Man muss schon den Humor des launischen Major Kottan zu schätzen wissen um den Film in vollen Zügen genießen zu können. Natürlich kommt auch immer wieder der eine oder andere uralte Schmäh à la „Kärntner sind wie Punschkrapferl – außen rosa, innen braun“ hinzu – der nicht zuletzt an zeitlose Legenden wie den „Mundl“ erinnert. „Kottan ermittelt“ beweist mit viel schwarzem Humor und skurril-absurden Dialogen dass auch das heimische Kino etwas zu bieten hat – nämlich keine Special-Effekts, dafür aber eine ganze Menge Herz.
Contra: Unnötige Verwurstung
Merke: Wenn der Erfolg einer Fernsehserie länger als zwanzig Jahre zurückliegt, mache niemals einen Kinofilm daraus. Der frühere Held wird lediglich entmystifiziert, der Film nagt am Kultcharakter der Serie. Wie nicht anders zu erwarten war, ist „Rien ne va plus“ ein trauriger Versuch, den beliebten Fernsehstoff „Kottan ermittelt“ für das Kinopublikum aufzubereiten. Hätte Regisseur Peter Patzack es bloß gelassen. An die humorvolle Polizeikritik und das Flair der Siebziger Jahre kommt die Neuauflage bei weitem nicht heran; ein Robert Stadlober wirkt im „Kottan“ deplatziert. Da kann der Wiener Schmäh auch nichts mehr retten. Einfallslos.
Rezensionen von
Fotos: Satel Film/austrianfilm.at, J. Gallauer, P.Domenigg, filmstills.at
Topbild: Satel Film/P. Domenigg, filmstills.at





















































