Editorial vom 26. November 2010
Liebe Leserin!
Lieber Leser!
Michaela Wein hat im letzten Editorial befürchtet, dass an ihrer Macht innerhalb der Redaktion geknabbert wird. Dazu fiel mir nur ein leises „Pffft“ ein. Wer will denn schon freiwillig und ohne Bezahlung mokant.at herausgeben? Ich glaube, Michaela hat nichts zu befürchten. Ich strebe da schon Höheres an. Die Tätigkeit in der Chefredaktion von mokant.at ist mir nur ein Sprungbrett. Etwa, um Redakteure auszuschicken und mir Anregungen für die Weltherrschaft zu holen. (Ja, ich weiß, mit solchen Aussagen sollte man angesichts des §278a aufpassen ... Aber ohne Risiko keine Weltherrschaft.)
Mit größter Aufmerksamkeit beobachte ich, wie die Europäische Union angesichts der irischen, portugiesischen, belgischen, und-was-weiß-ich-was Krisen langsam zusammenbricht und die USA sowieso von Tag zu Tag an weltpolitischem Einfluss verlieren. Denn: Wenn es erst mal soweit ist, und das kann man nie wissen, werden ja vielleicht supranationale Entscheidungen künftig bei einem Spielchen „Risiko“ oder „Mensch, ärgere dich nicht“ gefällt. Und dann möchte ich natürlich nicht ganz unvorbereitet antreten. Deshalb habe ich Harry Stoiber zum Spielefest geschickt, um mir von Spieleklassikern und -neuheiten zu berichten.
Schon mal den Sketch „Der tödlichste Witz der Welt“ von Monty Python gesehen? Leider kenne ich den noch immer nicht. Aber vielleicht funktioniert das ja auch mit Musik. Deshalb hat sich für mich David Prieth die Noise-Musik näher angesehen und angehört. Und Peter Unterthurner hat den Moment fotografisch festgehalten, wenn Jugendliche das erste Mal Noise-Musik hören.
Zu guter Letzt habe ich Patricia Paula Konarzwski und Raimund Appel zur Luxusmesse „Luxury, please“ geschickt, um mir zu sagen, was ich mit all dem Geld anfangen soll, wenn ich's erstmal verdient habe. Sonderlich hilfreich waren sie aber nicht. Sie haben von Betten um siebentausend Euro und diamantenversetzten Falkenhauben berichtet. Da geb ich das Geld dann doch lieber für eine eigene Insel oder so aus. Obwohl: Wenn man die Weltherrschaft inne hat, muss man dann überhaupt noch für irgendwas Geld ausgeben? Das Editorial muss an dieser Stelle abgebrochen werden. Ich muss einen Redakteur finden, der diese Frage klärt.
Wir lesen uns,
Julia Staller
Stv. Chefredakteurin
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