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Attac setzt sich seit zehn Jahren für ein „gutes Leben“ ein

Die Non-Governmental Organization

Attac wird zehn Jahre alt

 

Man stelle sich zwei Welten vor: die eine, in der Macht und Korruption herrschen, ausgeübt von einer kleinen, reichen Wirtschaftselite, während Millionen Menschen hungern. Und eine andere, in der es keinen Hunger gibt, in der Bürger bei politischen Entscheidungen mitbestimmen, und in der die Wirtschaft nicht am Profit, sondern am Gemeinwohl der Menschen orientiert ist. Der Traum von dieser anderen Welt ist die Triebfeder der Arbeit der globalisierungskritischen NGO Attac. „Eine andere Welt gestalten! Ein gutes Leben für alle ermöglichen!“ heißt die Deklaration, die Attac Österreich anlässlich des zehnten Jahrestags ihrer Gründung verfasst hat.

 

Die „association pour une taxation des transactions financières pour l'aide aux citoyen“, zu Deutsch die „Vereinigung für eine Besteuerung von Finanztransaktionen zum Nutzen der Bürger“, wurde im Jahr 1998 in Frankreich gegründet. Am 6. November 2000 wurde Attac Österreich ins Leben gerufen. Mittlerweile hat Attac nach eigenen Angaben 90.000 Mitglieder und agiert in fünfzig Ländern.

 

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Wirtschaften für das Gemeinwohl

Längst hat sich der Arbeitsbereich der Organisation über die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer erweitert. „Attac setzte sich auf vielen Ebenen für ein gerechtes, sozial und ökologisch nachhaltiges Wirtschaftssystem ein. Dazu gehört beispielsweise eine stärkere Kontrolle der Finanzmärkte, fairer Handel statt Freihandel, gesetzliche Regeln für transnationale Konzerne, eine umfassende Entschuldung der ärmsten Länder, ein faires Steuersystem oder die Demokratisierung anstelle der Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen“, wird auf der Webseite beworben. In der Deklaration zum Jubiläum werden sieben „Transformationspfade“ für ein „gemeinwohlorientiertes Wirtschaften“ vorgeschlagen. Kurz- und mittelfristig müssten systemrelevante Banken zerteilt, strengere Eigenkapital- und Bilanzierungsregeln und eine Genehmigungspflicht für Finanzprodukte eingeführt und Steueroasen geschlossen werden.

 

Attac als „Big Brother“

Als eine solche Steueroase sieht Attac auch Österreich aufgrund seines Bankgeheimnisses. Attac-Mitbegründer Christian Felber forderte die Abschaffung des Bankgeheimnisses. Das brachte Attac eine Nominierung bei den „Big Brother Awards 2010“ ein, also bei jenen Negativpreisen, die laut den Organisatoren an „Personen, Institutionen, Behörden und Firmen vergeben werden, die sich im Feld der Überwachung, Kontrolle und Bevormundung ganz besonders verdient gemacht haben“. Attac reagierte darauf mit der Stellungnahme, bei der Forderung ginge es darum, Kapitaleinkommen gleich zu behandeln, wie Arbeitseinkommen, da bestehe nämlich ein Ungleichgewicht. Im Oktober wurden die Preise verliehen. Es gewann Gudrun Höfner GF ITworks für „Datenabzapfung bei Langzeitarbeitslosen“.

 

Links dazu ...

Attac Österreich

Attac Deklaration 2010 (PDF)

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Bildcredits: attac

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