Modenotizen: Siegeszug der Spitze
Modenotizen zum Siegeszug der Spitze
(Teil 2)
Was kommt, was bleibt, was geht
Heuer wird Transparenz zum x-ten Mal durchdekliniert: Die Unterhose
darf man etwa ab dem Frühjahr sehen (Freiwillige vor!). Schön sieht das
beispielsweise bei YSL aus: blitzblauer Body unter hauchdünner
Chiffonschicht. Oder bei Gianbattista Valli – dank minimalistischer
Kleiderarchitektur und starken Texturkontrasten mutet die Durchsicht um
das Geschlecht eher avantgardistisch als kokett an. Selbst bei
Valentino blitzt die Unterhose unter der dunklen Spitze durch und wirkt
damenhaft. Ja, verzerrte Damenhaftigkeit, so könnte das
unausgesprochene Credo, der insgeheim kleine gemeinsame Nenner des
modischen Status quo von NY bis Paris lauten.
Hipsters aufgepasst – der Blümchenrock darf aussortiert werden!
Das neue Edelneon (mokant.at berichtete!) feiert Einzug in die Visage,
die ist nämlich leuchtend, dank lautem Maquillage. Kussmünder in
grellem rot-orange bei Fendi (schaut so gut aus!) und hot pink bei Jil
Sander. Raf Simons lieferte für letztere eine Statement-Kollektion die,
so hoffe ich, in den nächsten Monaten, in den nächsten Saisonen laut in
der Highstreet nachhallen wird und, so befürchte ich, spätestens bei
den ersten Sonnenstrahlen im Frühling seinen Niederschlag als
Hipsteruniform finden wird: Weißes T-Shirt zu bodenlangen Festrock in
Glanz und Farbe. Zu sehen demnächst auf jeder Streetstyle-Seite ab
April 2011 bis September 2013.




































