22. Oktober 2010 | Meinung

Modenotizen: Pelz

mokant.at > Zeichnung: Alexandra Toth
Der neue Kälteblocker-Trend: Pelz

Modenotizen zum besten Kälteblocker: PELZ (vornehmlich unecht und nicht umgekehrt)

 

Pelz: Jetzt fast überall zu kaufen – in den Modenotizen wird diesmal erklärt, wie man es auch fast überall tragen kann. Gleich vorab: Ein Trend eher für die Dünnen unter uns, aber die üppigeren Damen dürfen ruhig weiterlesen (und ich auch weiterschreiben).

Tragen?
Ja, echter Pelz ist göttlich, aber wir tragen ihn nur 2nd-Hand. Punkt. Und wem das zu gruselig ist, der wird heuer in jeder Modekette, die auch nur einen Hauch an Trendgespür für sich beansprucht, fündig (seltsamerweise bildet H&M die große Ausnahme, kein faux fur weit und breit!). Es gilt nur eine Regel zu beachten: fake fur soll so real wie möglich aussehen: Hände weg von Acrylzottel (DAS ist gruselig!). Glänzend, fein und flaumig ist gut, nasser Hund ist schlecht. Farbe? Von mir aus geht alles außer Loveparade-Pink, Schwarz und Weiß. Ansonsten im Ton des Tierpelzes, an das es gemahnen soll.

 

mokant.at > Zeichnung: Alexandra Toth
Wozu tragen?
Zu verdanken haben wir das alles den Kollektionen D&G, Chanel und Burberry. Letztere sind für die Lammfelleinsätze verantwortlich, die aus den Saisonstiefeln und Lederjacken-Reversen hervorlugen.

Wie schon angedeutet, ist Fell am gesamten Oberköper nur was für die ganz Schlanken. Und selbst die müssen mit einer schmalen Beinsilhouette Gegengewicht schaffen – am besten mit Shorts und blickdichten Strumpf. Und die beleibteren Damen dürfen Akzente setzen und tragen Pelz auf dem Kopf, um den Hals, und, so der Knöchel ein schlanker, am Fuß. Farblich kombiniert wird heuer mit Seide, Leder (Cognac!) oder Lederähnlichem und Tweed. Wolle bleibt außen vor. Strick und Pelz verträgt sich nicht, wenn man mich fragt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mokant.at > Zeichnung: Alexandra Toth

Wie tragen?
Und wer auf Nummer sicher gehen will und sich nicht wie eine Nutte fühlen möchte, trägt keine hohen Pfennigabsätze und Minis. Mit weiten Shorts (mit Paperbag-Taille) und satten Erdtöne kann nicht viel schiefgehen. Der Pelz darf dafür opulenter ausfallen: In der aktuellen Ausgabe der US-Vogue hat man das Comeback vom mongolischen Lammfell ausgerufen. Das bedeutet für uns, dass lange Fransen, farbliche Extravaganz und ein Tick vulgarité durchaus wünschenswert sind. Viel Spaß beim Auffallen!

 

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