Modenotizen: Pelz
Modenotizen zum besten Kälteblocker: PELZ (vornehmlich unecht und nicht umgekehrt)
Pelz: Jetzt fast überall zu kaufen – in den Modenotizen wird diesmal
erklärt, wie man es auch fast überall tragen kann. Gleich vorab: Ein
Trend eher für die Dünnen unter uns, aber die üppigeren Damen dürfen
ruhig weiterlesen (und ich auch weiterschreiben).
Tragen?
Ja, echter Pelz ist göttlich, aber wir tragen ihn nur 2nd-Hand. Punkt.
Und wem das zu gruselig ist, der wird heuer in jeder Modekette, die
auch nur einen Hauch an Trendgespür für sich beansprucht, fündig
(seltsamerweise bildet H&M die große Ausnahme, kein faux fur weit
und breit!). Es gilt nur eine Regel zu beachten: fake fur soll so real
wie möglich aussehen: Hände weg von Acrylzottel (DAS ist gruselig!).
Glänzend, fein und flaumig ist gut, nasser Hund ist schlecht. Farbe?
Von mir aus geht alles außer Loveparade-Pink, Schwarz und Weiß.
Ansonsten im Ton des Tierpelzes, an das es gemahnen soll.
Zu verdanken haben wir das alles den Kollektionen D&G, Chanel und Burberry. Letztere sind für die Lammfelleinsätze verantwortlich, die aus den Saisonstiefeln und Lederjacken-Reversen hervorlugen.
Wie schon angedeutet, ist Fell am gesamten Oberköper nur was für die ganz Schlanken. Und selbst die müssen mit einer schmalen Beinsilhouette Gegengewicht schaffen – am besten mit Shorts und blickdichten Strumpf. Und die beleibteren Damen dürfen Akzente setzen und tragen Pelz auf dem Kopf, um den Hals, und, so der Knöchel ein schlanker, am Fuß. Farblich kombiniert wird heuer mit Seide, Leder (Cognac!) oder Lederähnlichem und Tweed. Wolle bleibt außen vor. Strick und Pelz verträgt sich nicht, wenn man mich fragt.
Wie tragen?
Und wer auf Nummer sicher gehen will und sich nicht wie eine Nutte
fühlen möchte, trägt keine hohen Pfennigabsätze und Minis. Mit weiten
Shorts (mit Paperbag-Taille) und satten Erdtöne kann nicht viel
schiefgehen. Der Pelz darf dafür opulenter ausfallen: In der aktuellen
Ausgabe der US-Vogue hat man das Comeback vom mongolischen Lammfell
ausgerufen. Das bedeutet für uns, dass lange Fransen, farbliche
Extravaganz und ein Tick vulgarité durchaus wünschenswert sind. Viel
Spaß beim Auffallen!





















































