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Liebe Leserin!
Lieber Leser!
Eigentlich wäre ja Michaela Wein heute mit dem Editorial an der Reihe
gewesen, aber die hat sich am Tag der freien Medien dermaßen über
Martin Blumenaus Hemd geärgert, dass sie kurz darauf Oliver Lukesch
vermöbelte, der zufälligerweise das gleiche trug.
Gut, über diesen spontanen gewalttätigen Wutausbruch hätten wir ja noch
gütig hinweg sehen können, schließlich findet unsere geliebte
Chefredakteurin den Lukesch schon seit geraumer Zeit doof und das Hemd
sah nun wirklich nicht so aus, als ob es Einzug in unsere Modenotizen
finden hätte können.
Aber dass Michaela Wein dann bei der Redaktionskonferenz am Tag darauf
allen Ernstes arglistig und vorsätzlich allen Redakteuren literweise
Kakao einflößte, um dann einen anschließenden Klobesuch nur jenen zu
gestatten, die spontan fünf neue, innovative Artikelideen nennen
konnten, ging wirklich entschieden zu weit – drei hätten gereicht.
Wir haben Michaela zwei Wochen Bettruhe verordnet, sie wird derzeit
liebevoll von ihrer Mutter gepflegt und mit Dinkel-Marmelade künstlich
ernährt. Auf diesem Wege: Gute Besserung, Michaela!
Geholfen werden sollte auch Peter Krotky, schließlich kassiert der arme
Mann, laut Eigenaussage am Tag der freien Medien, jährlich über eine
Million Euro an Presseförderung, die er so gar nicht braucht und
eigentlich auch nicht nehmen will. Was den Geschäftsführer der
Online-Presse konkret an der Ablehnung hindert, konnten wir noch nicht
heraus finden, aber lieber Herr Krotky, weil wir nicht so sind:
Unsere Kontonummer haben Sie, über tausend Euro jährlich würde sich unsere Chefredaktion schon freuen.
Bis die Tausender eintrudeln, müssen wir eben auf anderem Wege für gute
Laune sorgen. Wobei ich persönlich der Meinung bin, dass Lieder der
„Schlümpfe“ auf Lautstärke 197 eher keine so gute Idee sind, auch wenn
meine Kollegin Julia Staller das anders sieht.
Dafür versteht sie was von Menschen, denn ihre Weisheit des Tages („Die
Leute sind so komisch“) hat schon etwas Wahres an sich, finde ich. Und
nein Julia, keine Sorge, dein Bierdeckel-Sammel-Fetisch und die
Vorliebe für kleine blaue Männer, die so klingen wie Werner Faymann im
Stimmbruch, sind total normal. Nur meine Teilnahme am in Aussicht
gestellten Karaoke-Abend der mokant-Redaktion werde ich nun doch noch
mal überdenken ...
Unmittelbar vor Redaktionsschluss ereilte uns dann noch Angela Merkels
Aussage, dass Multikulti in Deutschland gescheitert sei. Dies soll in
einem Editorial natürlich auch nicht unkommentiert bleiben, allen
aktuellen Wahlergebnissen zum Trotz, kann ich berichten: Die
Integration innerhalb der mokant.at-Redaktion funktioniert super.
Unser Quoten-(Fast)-Tiroler Stefan Hohenwarter ist seit sechs Jahren an
Bord, wenn er langsam spricht, verstehen wir was er meinen hätte können
und dass er spontan im Lodenjanker den Kahlenberg bestiegen und dort
lauthals nach Franzosen verlangt hat, ist nun auch schon sechs Wochen
her.
Nachdem ich nun alle meine Vorstands-Kollegen ausreichend beschimpft
habe (und ich nie nie wieder ein Editorial schreiben werde müssen!),
kann ich mich wieder dem in Kürze anstehenden Relaunch von mokant.at
widmen.
Meine Kollegen und Kolleginnen machen einstweilen das, was sie seit
über zehn Jahren machen: Spannenden, kritischen Journalismus mit Biss –
mit oder ohne Sitzungsraum, unabhängig von der prekären
Budget-Situation.
Wenn du, lieber Leser, liebe Leserin, Ideen zur Verbesserung von
mokant.at hast oder gar mitgestalten möchtest, laden wir dich herzlich
auf einen Kakao ein! Schicke einfach ein Mail an
chefredaktion[at]mokant.at, wir besorgen das Klopapier.
Wir lesen uns so schnell wohl nicht mehr!
Christian Eder
Leiter der Technik von mokant.at
Editorial von





















































