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mokant.at-Redakteure über ihre Lieblings-Kriminalromane
Henning Mankell: Der Mann der lächelte
Nur ungern gebe ich es zu: Ich bin süchtig nach Kurt Wallanders
Sprödesse, der soliden Analytik und seinem ungeschmückten Scharfsinn.
Ich bin erst seit drei Romanen dabei und jetzt bin ich mittendrin in
„Der Mann der lächelte". Den Mörder kennt man seit den ersten Seiten,
die Tragweite seines Vergehens entfaltet sich aber im Laufe der
Kripoarbeit Wallanders. Es geht nicht um ein „Wie kommt er ihm auf die
Schliche", sondern darum, was er dabei noch aus dem Dickicht
krimineller Abgründe ans
Tageslicht befördert. Und, seine liebste Nebenbeschäftigung, welche
Rückschlüsse er über die moderne Gesellschaft ziehen kann, der er, nie
müde darüber zu monologisieren, sich immer mehr entfremdet fühlt. Einen
Mankell nie vor Prüfungen oder sonstigen Deadlines beginnen: man wird
ihn nicht zur Seite legen können.
(Rezension von Patricia Paula Konarzewski)
„Irgendetwas an diesem leicht mokanten Blick war irritierend – unnormal.“ In der Kurzgeschichte „Die Mausefalle“ von Agatha Christie gehört dieser Blick zur Abwechslung einmal nicht Miss Marple, Hercule Poirot oder ihren Kontrahenten. In diesem Kammerspiel trifft eine kleine Gruppe Fremder inmitten eines Schneesturms in einer von der Außenwelt abgeschotteten Pension aufeinander und muss feststellen, dass ein Mörder unter ihnen ist. Doch die Ausführung, Untersuchung und Aufklärung der Verbrechen geschehen schlagartig und sind nicht die Haupthandlung der Geschichte. Die Falle liegt vielmehr darin, dass die Protagonisten allmählich ihre komplexe, unter den Teppich gekehrte Vergangenheit erläutern müssen, wobei sichtbar wird, dass jeder von ihnen der Mörder oder die nächste Leiche sein könnte. Kein Wunder, dass sich diese auf das Wesentliche reduzierte Geschichte in ihrer Ursprungsform zum längsten ununterbrochen aufgeführten Theaterstück der Welt entwickelte, mit dem schon seit 1952 eine Londoner Bühne bespielt wird.
(Rezension von Miha Veingerl)
Wolf Haas
Eigentlich kennen wir sie schon zu Genüge: diese einzelgängerischen,
mit Intuition versehenen Kriminalinspektoren, Detektive oder
Polizisten, die jedes noch so abstruse Verbrechen mit
Selbstverständlichkeit aufklären. Privatdetektiv Simon Brenner, der
Feder von Wolf Haas entsprungen, bildet in dieser Hinsicht keine
Ausnahme. Seine Lebensweise bestätigt das Stereotyp jedes aus
Kriminalromanen bekannten Detektivs, dennoch unterscheiden sich die
Fälle Brenners in wesentlicher Hinsicht. Die in Ich-Form geschriebene
Krimireihe präsentiert einen bodenständigen Protagonisten, der sich mit
dem Leser stets auf Augenhöhe befindet. Brenner und der Leser lösen
Verbrechen, die sich auf Grillimbissen, bei der Rettung oder in
Jungeninternaten abspielen gemeinsam. Nie weiß der eine mehr als der
andere. Wolf Haas´ Sinn für Humor und sein österreichischer Sprachstil
sorgen zusätzlich für das gewisse Etwas, das Krimifans mit Garantie
unterhaltsame Stunden beschert.
(Rezension von Jelena Vasiljevic)
Aufgeblättert: „Sommer wie Winter“ von Judith W. Taschler
Aufgeblättert: Lesen statt Lernen
Aufgeblättert: „Zwischen den Wänden“ von Johannes Epple
Aufgeblättert: „Der Maler des Verborgenen“ von John Vermeulen
Aufgeblättert: „Sehnsucht nach dem Vater“
Aufgeblättert: „Philosophie für Verdorbene. Essays über Pornografie“
Aufgeblättert: „Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber“
Aufgeblättert: „Herznovelle“
Aufgeblättert: „Der Bro Code“
Aufgeblättert: „Tschernobyl Baby“





















































