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London hat ein ganz eigenes Flair

Reisetipps für London: Nicht die Finger verbrennen und britisches Flair genießen

 

Friedlich ist es, wenn man über den Wolken die plötzlich klein gewordene Welt unter sich betrachtet. Der Pilot fliegt zwar noch seine Schleifen um London herum – ist noch keine Landebahn frei? – aber die Stadt lässt sich bereits erahnen. Und sie ist groß. Die Häuser sind niedrig, überwiegend braune Ziegelsteinbauten. London ist anders als die Hauptstädte, die man bisher gesehen hat. Nachdem sich der freundliche Pilot persönlich von jedem verabschiedet, kann die Entdeckungsreise starten.

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Tipp 1: Britische Mentalität genießen
Die Briten sind ein freundliches und gesittetes Volk, das in ordentlichen Reihen auf den Bus wartet. Dieses gängige Klischee lässt sich nach einem Aufenthalt dort nur bestätigen. Es reicht schon, verloren am U-Bahn-Gleis zu stehen oder grübelnd über den Stadtplan gebeugt, um Hilfe angeboten zu bekommen. In der Früh tönt einem ein gut gelauntes „Good Morning!“ entgegen, das man aus Höflichkeit natürlich erwidern sollte. Geschäftsmänner lunchen mittags auf Grünflächen, packen ihre Sandwiches aus Plastiktüten aus und reißen Witze mit Kollegen.

 

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Tipp 2: Sehenswürdigkeiten besuchen
Aus dem Schulunterricht sind die meisten bestens vertraut mit Sehenswürdigkeiten wie der Tower Bridge, dem Tower of London oder dem Piccadilly Circus. Fehlen sollten sie auf der Besichtigungstour dennoch keinesfalls. Es lohnt sich, vorab zu planen und Plätze und Gebäude, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, am gleichen Tag zu besichtigen. Ein guter Beginn ist der Piccadilly Circus, in den fünf Straßen münden. Viel Platz haben die Besucher dort nicht und drängen sich überwiegend am Eros-Brunnen. Von dort aus beobachten sie den tosenden Verkehr und lassen sich von der Atmosphäre riesenhaft blinkender Werbebanner einfangen. Einen Steinwurf davon entfernt befindet sich der berühmte Stadtteil Soho, der mit Küchen aller Herren Länder aufwarten kann. Chinatown ist ein Teil Sohos, der die hiesige Kultur eindrucksvoll auf wenigen Quadratmetern einfängt. Selbst wochentags tummelt sich hektisches Leben auf den Straßen und es macht Spaß, sich unter das Volk zu mischen.

Tipp 3: Richtiges Pub-Verhalten
Sie gehören zu Großbritannien wie die Crêpes-Stände in Frankreich: Pubs findet man in London an jeder Ecke. Gut zu wissen ist, dass man sowohl Getränke als auch Mahlzeiten an der Bar bestellt und sofort bezahlt – auf eine Bedienung kann man hier lange warten. Hat man die Absicht, Alkohol zu konsumieren, sollte man einen Ausweis mit sich tragen, da die Briten die Altersgrenze für's Trinken strikt kontrollieren. Wer unter 18 ist, wird sich schwer tun, ein Bier zu bestellen. Seit 2007 ist das Rauchen in Großbritannien an sämtlichen öffentlichen Orten verboten.

 

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Tipp 4: Sich in Souvenirläden tummeln
Zahlreiche Händler bieten preiswerte London-Andenken, seien es Tassen, Pullover, Sticker, Magneten oder Postkarten. Ein besonderer Renner scheint Prinz William zu sein, dessen Antlitz zahlreiche Mitbringsel prägt. Abseits von Souvenirshops sollte man sich unbedingt auf bekannten Einkaufsstraßen wie der Oxford Street oder der Regent Street oder kleineren Märkten wie Covent Garden umschauen – auch dort gibt es tolle Dinge zu erstehen. Läden wie Top Shop oder HMV, den englischen Saturn, gibt es in Österreich nicht und lohnen einen Besuch. Wer dem berühmten Kaufhaus Harrods auf der Brompton Street einen Besuch abstattet, sollte allerdings einige zusätzliche Pfund eingeschoben haben.

 

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Tipp 5: Travel Card
Neben Flug und Hotel eine Travel Card für den Preis von 62 Euro für sieben Tage mitzubuchen, lohnt sich. Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen ist in England zwar teuer, aber dennoch die beste Möglichkeit, sich fortzubewegen. Der Großteil der Touristen ist mit Travel Cards unterwegs, man sollte sich also im Vorfeld darum kümmern. Schwarzfahrer haben in Großbritannien wenig Chance: Erst mit gültiger Fahrkarte, die man in ein Drehkreuz schiebt, gelangt man überhaupt in die U-Bahn, von den Einheimischen liebevoll als „Tube“ („Röhre“) bezeichnet. Obwohl es an jeder Ecke Change-Stuben gibt, ist es günstig, schon vorab Englische Pfund mit sich zu führen.

London verfügt über das längste und älteste U-Bahn-Streckennetz weltweit und ganze 13 U-Bahn-Linien. Die Türen öffnen nach jeder Station automatisch und in der „Piccadilly Line“ sitzen sich die Nutzer auf zwei langen, parallelen Bänken gegenüber. Hat man das Reisen mit der U-Bahn erst durchschaut, ist es einfach. Weniger als die Hälfte des Streckennetzes verläuft wirklich unterirdisch. Bekannt ist auch, dass in Großbritannien Linksverkehr herrscht. Auf belebten Einkaufsstraßen, auf Kaufhaustreppen und auch sonst überall sollte man sich also in Acht nehmen und links halten. Lediglich auf Rolltreppen gilt das bekannte „Rechts stehen, links gehen“. Ein Weg zu reisen sind auch die charakteristischen roten Doppeldeckerbusse, die das Stadtbild prägen.

Tipp 6: Vorsicht mit britischem Essen
Wenig einfallsreich sind die Briten, was das Essen betrifft. Das reichhaltige englische Frühstück mit gebratenen Würsten, Tomaten, Ei und Bohnen findet sicher seine Anhänger. Auch mag es Menschen geben, die ihren Tee gerne mit Milch trinken. Was in Pubs allerdings sonst serviert wird, ist eher langweilig: Von Nachos mit Sauerrahm und Guacamole bis zum Rindfleischburger mit Pommes Frittes oder klassischen Fish'n'Chips reicht das kulinarische Spektrum. Wer ödem Fast Food entkommen will, sollte sich an die zahlreich vertretenen ausländischen Küchen halten.

Tipp 7: Nicht die Finger verbrennen!
Mischbatterien sind leider noch nicht in alle englischen Haushalte vorgedrungen und zwei seperate Wasserhähne für Warm und Kalt keine Seltenheit. So hat man die Wahl, sich beim Waschen die Finger zu verbrennen oder Frostbeulen zu holen. In Hotels sind aber auch schon internationale Waschstandards wie Mischwasserhähne vorgedrungen.

Tipp 8: Sich treiben lassen
Wer genug vom Sightseeing und Shoppen hat, findet verschiedene grüne Oasen mitten in der Stadt, am größten der Hyde Park. An warmen Tagen kann man sich dort ins Gras setzen und mit zahlreichen anderen Leuten die Sonnenstrahlen genießen. Zutrauliche Eichhörnchen eilen eifrig auf Picknicker zu, um nach Essbarem zu suchen. Gegen ein geringes Entgelt kann man dort auch auf grün-weiß gestreiften Liegen die Wärme genießen. Der Hyde Park ist der perfekte Platz, um die Hektik der Stadt zu vergessen und tief durchzuatmen, um die neu gewonnenen Eindrücke wirken zu lassen.
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