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Mother's Cake sind Jan (links), Benedikt (rechts) und Yves (Mitte)

Jan von Local-Heroes-Gewinner Mother's Cake gibt Einblicke zwischen den Tönen

 

Darf ich vorstellen: Jan Haußels, meines Zeichens Schlagzeuger, unfreiwilliger Organisator, Bandmutter und Putze bei Mother's Cake – einer jungen, aufstrebenden Funkrock-Band aus Tirol. Nun wohl auch Kolumnist, falls meine Satzstückeleien die Redaktion nicht zu sehr ins Schwitzen bringen.

Diese Zeilen sind der Start einer Kolumne, die euch Einblick in die teilweise so schöne, aber leider auch teilweise so trostlose und frustrierende Welt der Musik liefern soll. Der Start einer Kolumne, die sich nicht dafür schämt ein Klagelied anzustimmen, nur um es zwei Wochen später in eine fröhliche Melodie umzuwandeln – eine in Worte gefasste Achterbahnfahrt. Da habe ich mir wohl einiges vorgenommen …
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Zunächst sollte ich meine Band wohl etwas genauer vorstellen. Schließlich sollt ihr Lesenden ja die Chance bekommen als Insider in die Kolumne zu starten. Für den nüchternen Kopf mag es wohl nur wie wildes Rumgetrommel auf zufällig ausgewählten Gegenständen geklungen haben, was für uns die Geburtsstunde von Mother's Cake war. Wo sonst hätten wir uns kennenlernen sollen als in betrunkener und verrauchter Runde in irgendeinem Atelier des Innsbrucker Industriegebietes? Anscheinend auf einer musikalischen Ebene vereint traf man sich auch bereits am nächsten Tag, um die Jungfernfahrt zu begehen. Der ein oder andere mag dieses Gefühl der beklemmenden Unsicherheit kennen, wenn man sich etwas Fremden und Neuen hingibt. Bei dieser „Jam“ war es ganz anders. Es wirkte auf eine irrwitzige Art und Weise von der ersten Sekunde an vertraut. Mit der ersten Sekunde waren aber auch schon die ersten Probleme geboren. So durften ich und der Bassist (Benedikt Trenkwalder) zunächst jeden Tag zwischen Arzl (Pitztal) und Innsbruck hin- und herpendeln, um danach noch eine wohltuende Stärkung bei einer uns mittlerweile nicht mehr so geliebten Fastfood-Kette zu uns zu nehmen. Dass das auf den Geldbeutel und die Hosenknöpfe keine sonderlich positiven Auswirkungen hat, muss ich euch wohl nicht erklären.
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Zudem entpuppten wir uns immer mehr als Organisationsopfer, Finanzamateure und als unfähig mit dem Umgang des World Wide Webs. Da war wohl der ein oder andere Zug an uns vorbeigefahren. Spätestens jetzt war jegliche Vorstellung eines Berühmtwerden aufgrund großer musikalischer Leistungen geplatzt. Nicht jedoch unsere Motivation, trotzdem in den Sumpf noch weiter hinein zu waten.

Jeder Schritt, all diese Kleinigkeiten, die uns dort hingeführt haben, wo wir jetzt stehen – zwischen fast nichts und etwas – sind zahllos und in einer Aufzählung an Langeweile nicht zu übertreffen. Deshalb wird diese Kolumne nur die hellsten und dunkelsten Momente betrachten.

Man hofft natürlich es gefällt und interessiert den ein oder anderen und veranlasst vielleicht sogar dazu hineinzuhören in das wovon ich eigentlich die ganze Zeit spreche – unsere Musik.

 

Zwischen den Tönen nachlesen ...


Links dazu ...
Local Heroes 2010
Mother's Cake auf MySpace

Artikel von
Jan Haußels

 

 

 

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