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Es lässt sich nicht mehr leugnen: Neonfarben sind wieder zurück

Modenotizen zu den neuen Farben, demnächst auch in deinem Kleiderschrank

 

Leise hatte es sich vor einigen Saisonen angekündigt, ebbte dann schnell wieder ab um breitenwirksam in den Hades des massindividualism zwischen Nu Rave und H&M Divided und Retrogimmick abzusteigen – die Neonfarben. Gerade letzte Woche sah ich ein Dutzend leuchtgelber Leggins an einem Abverkaufsrad (auf dem Preisschild stand 1€) und dachte, die Sache sei nun für ein gutes Jahrzehnt abgehackt. Aber so leicht kann man sich täuschen: Seit letzter Woche ist es offiziell, und der Siegeszug des Neon findet nach der Fashion Week in New York nun auch in London seine Fortsetzung: Man meint es also ernst.

Neon lacy-like, Neon ladylike
Aber ganz so einfach wie es klingt, ist es nicht: Die neuen Farben kommen ganz nobel daher, in Form von Spitze oder ähnlichen Texturen, oder als Ladyaccessoire. Wohl der sicherste Weg um Neon ganz weit weg vom Dunstkreis ausfransenden 90er-Revivals und allgemeinen Trashtums zu bringen.

 

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Christopher Kane's Schwester Tammy, wie style.com zu berichten weiß, nannte seine Kollektion „Princess Margaret on acid“, und genauso darf man sich den neuen Trend vorstellen. Tweedkostüm im 70er-Jahre-Muff (arg gemusterte Pullunder inklusive) in der Neonpalette. Kombiniert wird das dann gerne mit Weiß, das neben der Leuchtexplosion für nächsten Sommer (oder schon früher) die andere Trendfarbe ist. Der Fuß, bei Kane, steckt in weißen Wedges mit Neon-Zehenschnüren und -Riemen. Proenza Schouler ließen ihre chanelskes Kostüme in Säure eintauchen, wodurch sie eine tweedähnliche Spitzenstruktur erreichten – im neongelben Spektrum. Bei Burberry Prorsum schaut alles so aus wie letze Saison, nur sommerlich entschlackt: Leder und Bikerlook nicht ganz so dick aufgetragen mit einem leuchtenden Ladytouch gen Körpermitte: Neon-Belt mit farblich abgestimmter Clutch. Als ganz klarer Favorit zeichnet sich das Blau ab, das sich am leichtesten mit Textmarker-Azur umschreiben lässt. Gesehen nun auch in den ersten Schauen in Mailand. Ich hoffe, ich habe mich getäuscht.

 

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Der Trick mit der Spitze gelang Prada vor zwei Jahren mit der dunklen Mafiamamma-Kollektion, der wir die groben Spitzenkleider diesen und letzten Sommer zu verdanken hatten. Es galt den Altweiberstoff mit möglichst kräftigen Farbtönen zu kombinieren, ab jetzt ist die Spitze selbst farblicher Highlighter. Der Look lässt sich leicht in eine winterliche Garderobe umsetzen und die ersten, ähm, Kopien hängen mit großer Sicherheit demnächst in der nächsten Filiale der Modekette deines Vertrauens. Meine heißt Zara.

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