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Die heimische Musikszene freut sich auf die Amadeus-Verleihung

Österreichs Musikpreis, der Amadeus Award, geht kommende Woche in die nächste Runde

 

Bereits zum elften Mal wird kommenden Donnerstag der wichtigste österreichische Musikpreis, der Amadeus Award, verliehen. In zwölf Kategorien werden österreichische Künstler für ihre Leistungen ausgezeichnet.

In den acht Genre-Kategorien „Alternative“, „Electronic/Dance“, „Hard & Heavy“, „Hip Hop/R'n'B“, „Jazz/World/Blues“, „Pop“, „Schlager“ und „Volkstümliche Musik“ wird kommenden Donnerstag jeweils ein österreichischer Act mit dem begehrten Amadeus Award geehrt. Auch in den vier allgemeinen Kategorien „Best Live Act“ „Album des Jahres“, „Song des Jahres“ und „FM4 Award“ wird jeweils einer von fünf Nominierten zum Sieger gekührt.

 

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Musikjournalisten, Menschen aus Plattenfirmen und andere Leute aus der Branche nominieren Künstler, die im vergangenen Jahr Tonträger veröffentlicht haben. Eine Fixnominierung erhält der meistverkaufte Act des jeweiligen Genres. Zuschauer dürfen sich beim Event in der Stadthalle auf Auftritte von Seal, Wir Sind Helden, Skero, Charlee, Camo & Krooked, Boon und Die Jungen Zillertaler freuen.

Während Fachleute die Künstler nominieren, bleibt es den Votern im Internet überlassen, wer die begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen darf. Zehn Wochen hatten sie die Gelegenheit, online für ihren Favoriten zu stimmen. In jedem Genre haben 20 Personen über die Nominierungen abgestimmt. Heimische Musik zu fördern ist eines der grundlegenden Ziele des Amadeus Award. Acts, die bisher nur eingefleischten Fans ein Begriff waren, erfahren hier die Möglichkeit eines breiteren Publikums. Schallbert Gilet, besser bekannt als Michael Ostrowski, wird das Event kommenden Donnerstag moderieren.

 

mokant.at > foto: raimund appel

Über jeweils drei Nominierungen freuen dürfen sich die Elektropopband Bunny Lake und die burgenländischen Ja, Panik. Hip Hopper Skero wurde gar in vier Kategorien nomiert, darunter „Album des Jahres“ und „Song des Jahres“. Der seit zwölf Jahren tote Falco wurde in der Kategorie „Album des Jahres“ für das posthum veröffentlichte Album „The spirit never dies“ nominiert. Ebenfalls in dieser Kategorie konnten Anna F. mit ihrem Debüt „For real“ und Garish mit „Wenn dir das meine Liebe nicht beweist“ Nominierungen einheimsen. Der Amadeus Award wird mit zeitlicher Verschiebung auf dem Privatsender Puls4 ausgestrahlt.

Für den „Song des Jahres“ sind unter anderem die Ohrwürmer „Alles hin, hin, hin“ der Band Ja, Panik, Bunny Lake mit dem Dancekracher „1994“ und Skeros Sommerhit „Kabinenparty“ nominiert. Die Qual der Wahl hatte die FM4 Community, die online unter ganzen 35 Künstlern ihre Stimme abgeben konnte. Als Sieger des Fm4 Award stehen Camo & Krooked bereits fest. Sie konnten sich gegen The Incredible Staggers, Kommando Elefant, Nino aus Wien und Garish durchsetzen. Da der Gewinner des Fm4-Awards auch immer live auftritt, stand der Gewinner bisher immer schon vor der Preisverleihung fest. Markus Wagner a.k.a. Krooked und Reinhard Rietsch a.k.a. Camo sind erst 22 und 25 Jahre alt, produzieren aber bereits seit acht Jahren Tracks. Als Sieger der Kategorie „Best Live Act“ konnte sich die Beatboxing-Band Bauchklang hervortun. Bereits in Kanada, halb Europa und Indien konnten die Niederösterreicher mit ihrer speziellen Musik begeistern. Die verbleibenden zehn Gewinner werden nächsten Donnerstag bekannt gegeben.

 

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Der Verband österreichischer Musikwirtschaft vergibt außerdem jährlich einen Preis für das Lebenswerk. Heuer geht er an den 80-jährigen Toni Stricker, einen österreichsichen Komponisten und Geiger. 1953 begann er seine Karriere in der Jazzband „Vera Auer“. Einer seiner Bandkollegen war der bekannte Jazz-Pianist Joe Zawinul, der 2007 verstarb. Stricker arrangierte, komponierte und produzierte in Hamburg, Freiburg und München. Gemeinsam mit André Heller produzierte er die vergoldeten Alben „Brot und Wein“ und „Ernte“. Zahlreiche Tourneen und Galas führten ihn über den ganzen Globus. 2008 wurde Stricker mit der „Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold“ ausgezeichnet. Ob über über Fm4-Radio, Puls4-Fernsehübertragung oder live vor Ort: auf ein buntes Potpourri an österreichischen und internationalen Künstlern darf man nächsten Donnerstag gespannt sein.

 

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Fotos: amadeusawards.at (3), mokant.at/raimund appel

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