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Fühlt Pop auf den Zahn:
Carmen Feichtinger

Die kinky Popkultur-Kolumne

mit Carmen Feichtinger

Eine experimentelle Kolumne. Im Zwei-Wochen-Rhythmus. Ab nächster Woche. Nicht bloß Musik, nicht bloß Kritik, nicht bloß herkömmliches, langweiliges Aufwärmen vorgekauten Wissens. Popkultur neu denken, anders schreiben – ist das so schwierig? Kann sein, doch diese Kolumne nimmt die Herausforderung an. Dabei hat sie nicht mal ein Ziel und schwimmt los, ohne zu wissen wohin, denkt sich die Autorin. Manchmal treibt sie hinaus aufs offene Musikmeer, dann wird in die Clubs abgetaucht, an Festivals, Konzerten, Performances oder Ausstellungen vorbeigepaddelt, in Lesestoff gefischt, aufkeimende Diskussionen nicht umschifft, auf überraschenden Wellen und Wogen der Zeit gesurft – ohne dabei unterzugehen?
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Eine reflektierte, rauschende Rundschau könnte es werden! Ein narrativer Sprudel in dem Gedankensplitter und eigene Erfahrungen prickelnde und zischende Perlen von Geschichten aufsteigen lassen. Oftmals aus der Ich-Perspektive, die ganz bewusst gewählt ist. Weil ich keine Lust habe, Objektivität vorzugaukeln, wo es diese sowieso nicht geben kann. Anstatt das allwissende Pop-Orakel zu mimen, speist sich dieses popkulturelle Puzzle aus Teilchen, die ihre Situiertheit und Fragmentiertheit nicht bestreiten und gerade deshalb helfen können Entstehungsprozesse zu verdeutlichen und zu verstehen. Vielleicht wird es dadurch ehrlicher, aber auch system- und selbstkritischer als sonst?

 

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Als Schwimmflügel dient der Mut - um aus Wissen schließlich Handlung und Fähigkeit zu formen. Das Private ist politisch, you know? Übrigens, „Beats and Places“, so heißt das Album von „Public Enemy“ aus 2006. Stichwort: „Hell no, we ain't allright!“

Da Places und Beats nix ohne die Menschen wären, ja erst durch die menschliche Vorstellungskraft hervorgebracht und gestaltet werden, drängt sich die Frage auf, was die Menschen, wo, wie, warum, aktuell so treiben und kreativ wachsen lassen. Außerdem: postmoderner Pop-Diskurs – was ist das?

Um all das, anderes und noch mehr anzureißen bin ich gerne für euch unterwegs - suboptimal angepasst, umtriebig, charmant provokant, im Austausch stehend. Anschließend am Schreibtisch sitzend, von Wien aus schreibend, in die Weiten des WorldWideWeb gestellt. An der Schnittstelle von Alltag, Kunst, Leben, Unterhaltung und politischem Handeln schreibt sich so vielleicht eine neue Perspektive auf die Popkultur! Zwischen Lebenslust, feministischem Drive, mixed emotions und Weltschmerz. Angefeuert von emanzipatorischem Veränderungswillen. Mit Nachdruck. Any questions?
Wenn ja, mir ganz schnell schreiben, sozusagen direkt am Experiment teilhaben und sich auf eine Antwort in der offiziellen ersten „people:beats:places“-Ausgabe nächste Woche freuen! Bis dahin - viel Phantasie und viel Liebes!

 

Carmen Feichtinger

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