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Liebe Leserin!
Lieber Leser!
„Unschuldsvermutung“ ist ein sehr deutsches Wort. Fünf Silben lang,
zwei davon deutsche Vorsilben, eine typisch deutsche Nachsilbe.
Eigentlich heißt es ja, in journalistischen Texten sollen derart lange
Wörter nur dann vorkommen, wenn es keine Alternativen gibt oder wenn
sie die zu beschreibende Sache einfach besser ausdrücken als andere zur
Verfügung stehende Wörter. Auf „Unschuldsvermutung“ trifft das alles
zu, und dank Karl-Heinz Grasser und seinen Freunden kommt es dieser
Tage sehr häufig in den Medien vor.
Aber nicht bei uns! Zumindest nicht außerhalb dieses Textes. Die
„neoliberale Gesamtausrichtung“ der hiesigen
Unschuldsvermutungs-Betroffenen ist auch Thema im aktuellen
Aufmacher-Interview, das Julia Staller mit Zeronic geführt hat. Die
Band nervt nämlich mit Leidenschaft auf der Suche nach dem „Sweet Spot“
– aber lest am besten selbst.
In der Kultur erwartet euch diese Woche noch eine subjektive Reportage
aus dem Ruhrgebiet von Anna Jenewein – Essen ist Kulturhauptstadt 2010
und präsentiert sich mit verschiedenen Kultur-Veranstaltungen der Welt.
In der FPÖ gibt es jüngst Widerstand gegen den Kurs von Parteichef H.
C. Strache, in Tirol hat das im April zum Ausschluss von fünf
Funktionären geführt. Mit zwei Vertretern des aus dem Bundesverband
ausgetretenen Tiroler „Ring freiheitlicher Jugend“ (RFJ) hat sich
Alexandra Metz unterhalten, zu lesen in einem Artikel von Sofia Khomenko und Alexandra Metz.
Und am Ende der Woche geht's noch um Angst. Nicht Angst vor dem
Gefängnis, sondern Angst vor Puppen und Kindern. Alle, die die
„Chucky“-Reihe für Horrorfilme halten, können aufatmen: Ihr seid nicht
allein.
Wieder einmal genug zu lesen, auch ohne Unschuldsvermutung.
Wir lesen uns,
Stefan Hohenwarter
Chefredakteur





















































