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Stefan Hohenwarter ist Chefredakteur und Politik-Ressortleiter von mokant.at

Liebe Leserin!
Lieber Leser!

 

„Unschuldsvermutung“ ist ein sehr deutsches Wort. Fünf Silben lang, zwei davon deutsche Vorsilben, eine typisch deutsche Nachsilbe. Eigentlich heißt es ja, in journalistischen Texten sollen derart lange Wörter nur dann vorkommen, wenn es keine Alternativen gibt oder wenn sie die zu beschreibende Sache einfach besser ausdrücken als andere zur Verfügung stehende Wörter. Auf „Unschuldsvermutung“ trifft das alles zu, und dank Karl-Heinz Grasser und seinen Freunden kommt es dieser Tage sehr häufig in den Medien vor.

Aber nicht bei uns! Zumindest nicht außerhalb dieses Textes. Die „neoliberale Gesamtausrichtung“ der hiesigen Unschuldsvermutungs-Betroffenen ist auch Thema im aktuellen Aufmacher-Interview, das Julia Staller mit Zeronic geführt hat. Die Band nervt nämlich mit Leidenschaft auf der Suche nach dem „Sweet Spot“ – aber lest am besten selbst.

In der Kultur erwartet euch diese Woche noch eine subjektive Reportage aus dem Ruhrgebiet von Anna Jenewein – Essen ist Kulturhauptstadt 2010 und präsentiert sich mit verschiedenen Kultur-Veranstaltungen der Welt.

In der FPÖ gibt es jüngst Widerstand gegen den Kurs von Parteichef H. C. Strache, in Tirol hat das im April zum Ausschluss von fünf Funktionären geführt. Mit zwei Vertretern des aus dem Bundesverband ausgetretenen Tiroler „Ring freiheitlicher Jugend“ (RFJ) hat sich Alexandra Metz unterhalten, zu lesen in einem Artikel von Sofia Khomenko und Alexandra Metz.

Und am Ende der Woche geht's noch um Angst. Nicht Angst vor dem Gefängnis, sondern Angst vor Puppen und Kindern. Alle, die die „Chucky“-Reihe für Horrorfilme halten, können aufatmen: Ihr seid nicht allein.

Wieder einmal genug zu lesen, auch ohne Unschuldsvermutung.

Wir lesen uns,

Stefan Hohenwarter
Chefredakteur


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