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Lebendie Kunstwerke am Bodypainting Festival 2010

Ich singe, ich tanze, ich schreie –

ich bin die zum Leben erweckte Kunst

Das „World Bodypainting Festival“ in Seeboden öffnete von 12. bis 18. Juli 2010 bereits zum dreizehnten Mal seine Pforten, um 25.000 begeisterte Anhänger der etwas anderen Körperkunst in eine Welt aus elfenähnlichen Gestalten, Monstern und einem bunten Farbenmeer einzulassen. Dabei handelt es sich um das weltweit größte und wichtigste Bodypainting-Event, bei dem Künstler in fünf Kategorien gegeneinander antreten. Das Thema, unter dem gearbeitet und gemalt werden soll, ist vorgegeben: „Sub cultures“ – und was sich die Künstler dazu einfallen lassen, ist ihnen alleine überlassen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Der Finaltag verspricht dann noch etwas Abwechslung, wenn Painter sich zu „Sources of Power“ etwas Besonderes einfallen lassen sollen.
mokant.at collage > fotos: jasmin liska
Die Modelle verwandeln sich beim Festival in elfenähnliche Wesen

Moderne Kunstform als Riesenevent
An den Haupttagen, also von Freitag bis Sonntag, beginnt um jeweils 11:00 Uhr der Trubel. Ob mit Pinsel oder Schwamm, Airbrush oder Special Effect bewaffnet, gehen die Painter behutsam an die Arbeit, um auf einem menschlichen Körper eine ganze Fantasiewelt aufleben zu lassen. Und das bedeutet weitaus mehr als Schneeweißchen und Rosenrot, die Ergebnisse rauben vielen Besuchern im ersten Moment den Atem. Überall auf dem Gelände werden Models aufgehalten und um ein Foto gebeten. Anfangs manchmal noch scheu, aber ganz in ihrem Element, posieren sie und präsentieren dabei das makellose wie fragile Kunstwerk ihrer Painter. Organisator Alex Barendreg meint dazu sichtlich stolz: „Das Interesse ist so groß, dass wir teilweise gar nicht mehr alle Anmeldungen der Künstler berücksichtigen können. Diese Tatsache ist letztlich auch ein Beweis für das hohe Niveau, auf dem dieses Ereignis organisiert und durchgeführt wird.“

Probleme bietet einzig und allein das Wetter. Den Besuchern macht es kaum etwas aus, aber die Modelle leiden still vor sich hin. Am Samstag noch taumelnd vor Hitze und Luftmangel in ihren Zelten, frieren sie am Sonntag bereits wieder, versuchen sich mit Decken einigermaßen warm zu halten, doch so einfach ist das nicht – die Farbe ist auf Wasserbasis und zerfließt auch schon bei dem Gedanken ans Schwitzen. Wer schön sein will, muss leiden? Mag sein. Die Kunst gibt jedenfalls Kraft, meinen einige Models. Sie versuchten nicht an die unangenehm stickige Luft zu denken, an die Käfer und Motten, die sich im Zelt niedergelassen haben oder an die beißende Kälte, die ihre Zähne zum klappern bringen. Nach etwa sechs Stunden sind die Modelle endlich bemalt und trotzen den Witterungsverhältnissen auf dem Laufsteg so gut es geht.

Glühwürmchen
Einen besonderen Reiz bietet auch der „World Fluoro Award“, sowohl für Besucher als auch für die Künstler. Dabei werden die Models mit fluoreszierenden Farben bemalt und dann bei der nächtlichen Präsentation mit UV-Licht angestrahlt. Auch kleine Besucher können sich an Workshops und Kinderprogramm erfreuen, während die Eltern in der „Sedcard & Styling Zone“, die für jeden Tagesbesucher zugänglich ist, von Frisören, Kosmetikern und Nail Designern beraten werden.

Culcha Candela und Dr. Alban liefern für das Bodypainting Festival die Hintergrundmusik, aber so ganz scheinen sie die Besucher nicht in ihren Bann reißen zu können – die scheinen noch mit Staunen und dem Austausch ihrer Tageseindrücke beschäftigt zu sein.

Latin American Awards
Ein neues Festival in der „World Bodypainting Festival“-Eventreihe wurde bereits angekündigt. Dieses soll im kommenden Jahr erstmals unter dem Namen „The Latin American Awards“ 2011 in Panama City stattfinden. Ein Programm aus Musik, Show und Präsentation der Kunstwerke ist dabei bereits sicher und soll in Panama, das über drei Millionen Einwohner hat, auf Anerkennung und Bewunderung stoßen.

 

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