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„Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“
Fantasy/Romanze, USA, 2010
Seitdem der Vampir Edward (Robert Pattinson) wieder zu seiner Freundin Bella (Kirsten Stewart) zurückgekehrt ist, scheint es, als könnte die Beiden nichts mehr trennen. Sorgenlos liegen sie im Blumenmeer und turteln, als seien sie ein ganz normales Pärchen. Doch die rachsüchtige Victoria schläft nicht. Für sie steht fest: Für den Tod ihres Liebsten muss Bella mit dem Tod bezahlen. Um die Familie der Cullens, unter deren Schutz das Mädchen steht, zu besiegen, stellt sie mit fremder Hilfe eine ganze Armee von Neugeborenen auf – erst vor kurzem Vampirgewordener, die daher besonders blutrünstig, brutal und stark sind. Während die nur schwer kontrollierbaren Vampire Seattle verwüsten, muss Bella schweren Herzens feststellen, dass ihre immer enger werdende Beziehung zu Edward die tiefe Freundschaft zu Jacob zerstört und sie sich zwischen den beiden entscheiden muss. Als Jacob ihr dann auch noch seine Gefühle offenbart, ist Bella in einer scheinbar auswegslosen Situation gefangen. Wäre, wenn Edward länger weggeblieben wäre, nicht doch mehr aus ihrer Freundschaft geworden?
Pro: Der Hype geht weiter
Kreischende, nach Pattinson grabschende Mädchen, Unmengen an
Fanartikeln – ja, Twilight hat in den letzten Jahren für einen
richtigen Hype gesorgt. Besonders das weibliche Publikum ist angetan
von Stephenie Meyers Geschichte über das Mädchen, dass sich in einen
zurückhaltenden Typen verliebt, der sich als Vampir entpuppt und im
Handumdrehen ihre Welt auf den Kopf stellt. Doch bei den Büchern
alleine bleibt es nicht, denn die zwei vergangen Twilight-Filme haben
weltweit zusammen über 1,1 Milliarden Dollar eingespielt und das hat
bei aller Kritik doch eine gewisse Aussagekraft. Was jedoch nicht jeder
weiß, ist, dass sich jedes Mal ein neuer Regisseur an den
Twilight-Stoff herantrauen darf. Nach Catherine Hardwicke und Chris
Weitz ist nun David Slade an der Reihe. Alles Absicht, denn dadurch
soll bewirkt werden, dass sich der Stil jedes Mal eine Spur verändert.
Da David Slade (Hard Candy) dafür bekannt ist einen besonders guten
Draht zu jungen Schauspielern zu haben, machen auch die Charaktere aus
„Eclipse“ einen äußerst natürlichen und ungekünstelten Eindruck.
Außerdem ist die Erfolgsband „Muse“ nach den beiden ersten Teilen auch
wieder im Soundtrack vertreten und steuerte das Titellied „Neutron Star
Collision (Love is Forever)“ für „Eclipse“ bei.
Contra: Kein Sex vor der Ehe
In dem dritten Teil der Twilight-Saga zeigt sich Edward von seiner
prüden, man könnte freilich auch sagen „gentleman-haften“ Seite, aber
das bleibt in diesem Fall der eigenen Interpretation überlassen. Fest
steht, dass Twilight alle unsere bisherigen Vorstellungen über Vampire,
Werwölfe und deren Verhaltensmuster über den Haufen wirft. Zum Beispiel
glitzern Vampire laut Meyer im Sonnenlicht. Ein Umstand, der uns im
ersten Teil belustigt und im zweiten genervt hat, an den wir uns jedoch
bereits gewöhnt haben. Auch scheinen sie einen ganz anderen Bezug zur
Kirche zu haben, als zu erwarten wäre. Denn als Bella nun versucht dem
hübschen Vampir endlich etwas näher zu kommen – man weiß schließlich
nicht, ob nicht schon die nächste lebensgefährliche Bedrohung lauert –
meint Edward, dass so etwas für ihn undenkbar sei. Vorher müsse ihn
Bella heiraten. Von dieser Idee ist er wie besessen. Nun kann man
natürlich darüber debattieren, ob das einfach bloß die Einstellung ist,
die sich Meyer für ihren Charakter gewünscht hat, oder ob der
Mädchenschwarm Edward mit Absicht als manipulierendes Sprachrohr gegen
vorehelichen Geschlechtsverkehr benutzt wird. Die Antwort darauf sei
der persönlichen Einschätzung überlassen. Die billigen Spezialeffekte
und animierten Wölfe tragen jedenfalls wortlos ihren eigenen Teil zu
„Eclipse“ bei und machen ihn zu einem Film, der aufgrund des bereits
bestehenden Hypes und der guten Besetzung, die Kassen der Kinos füllen,
das anspruchsvolle Publikum jedoch aber kalt lassen wird.





















































