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Warnung! Du bist im Begriff einen absolut miserablen Freizeittipp zu lesen. Zum Wohle deiner eigenen Lebensqualität: Bitte nicht nachmachen!
Wäre ich eine Ente, ich wäre ziemlich angepisst. Vor allem wenn ich eine Ente im Park wäre. Zur Sommerzeit. Neben meinem gemütlichen Leben am und ums Wasser (gemütlich, außer dieser eine blöde Erpel kommt mit seiner Macho-Anmache und vermiest wieder alles) würde ich ständig mit diesen Brotstücken gefüttert werden. Ja gut, würde ich mir denken. Super, dass mir das Futter nachgeschmissen wird. Und außerdem ist so ein knuspriges Brotstück auch viel leckerer als eine glitschige Alge, aber verdammt noch mal, irgendwann wäre ich echt angepisst. Zum einen hätte sich meine Entenfamilie entfremdet, wir würden uns ständig um diese Brotklumpen streiten. (Ich muss nicht erwähnen, dass Macho-Erpel sich als Alpha-Tierchen aufspielt, als sei er ein Löwe.) Außerdem würden wir alle an Bauchschmerzen leiden. Und der Teich, hätte mir ein Fisch erzählt, sei jetzt vollgewachsen mit diesen glitschigen Algen und er findet nichts mehr zu fressen. Wäre ich eine Revoluzzer-Ente, würde ich versuchen, die anderen Enten davon zu überzeugen, dass wir diese Brotkrümel-Menschen verachten sollten?
Wobei: Wenn ich eine Schnecke oder ein Wurm wäre, ich würde mich
furchtbar über die Brotkrümel-Menschen freuen. Früher, das hätte ich
mir von Babsi, einer zweijährigen Schneckenpensionistin, erzählen
lassen, hätten die gefiederten Teufel (sie würde „Teufel“ mit dem
Hochstrecken ihrer Fühler betonen) ihre gesamte Familie ausgelöscht.
Jetzt wären aber die Brotkrümel-Menschen gekommen, um uns alle zu
retten. Denn: Seit die Mägen der gefiederten Teufel (Hochstrecken der
Fühler!) mit dem Brot vollgestopft würden, hätten wir Schnecken und
Würmer nichts mehr zu befürchten. Und dann würde Babsi sagen, das sei
der Tod der gefiederten Teufel. Immerhin seien wir für eine ausgewogene
Ernährung der gefiederten Teufel überlebenswichtig. Wie gerissen diese
Brotkrümel-Schnecken-und-Würmer-Retter doch sind.
Wobei: Wenn ich jetzt wiederum ich wäre, ich würde mir denken, ich
schaff mir ein Hausschwein an, wenn ich unbedingt meine Essensreste
loswerden will.
Vergeudete Zeit: Entenfüttern für Fortgeschrittene, die mit
einem ganzen Brotlaib ausgerüstet sind: bis zu 24 Stunden (Enten sind
tag- und nachtaktiv!); Entenfüttern für Anfänger, die nur einige
Brotkrümel anzubieten haben: Fünf Minuten (aber dann bitte schnell
wegrennen, bevor sich die Enten über die billige Gabe zu beschweren
anfangen).
Langeweilefaktor: Enten. Eine weitere Erklärung für das Langeweile-Ranking ist nicht notwendig. 5 von 5 Punkten
Peinlichkeitsfaktor: Entenfüttern ist absolut gesellschaftstauglich. 0 von 5 Punkten.
Wahrscheinlichkeit, dass der Satz „Nie mehr wieder“ fällt: Wenn die Ente sich den Brotkrümel schnappt und vor uns tot umkippt? Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch.

































