mokant.at: Auf deinem aktuellen Album ist eine Kritik an der
deutschen Rap-Musik unüberhörbar. Was stört dich an manchen, deutschen
Rappern?
Olli Banjo: Viele Sachen finde ich einfach langweilig, viele
kopieren und es klingt alles irgendwie gleich, es ist alles langweilig
geworden, auch dieser Gangsta-Rap-Quatsch!
mokant.at: Du sagst ja auch auf deinem aktuellen Album: „Ich will keine Gangster auf MTV sehen“.
Olli Banjo: Ja, das will ja auch keiner mehr sehen außer wenige
Ausnahmen. Es ist einfach schon eine Übersättigung da, viele Leute
interessiert das nicht mehr und mich eben auch nicht mehr.
mokant.at:Was willst du denn auf MTV sehen?
Olli Banjo:Geile neue Bands, die schöne Dinge machen oder einfach auch „reale“ Leute, die ihren Film machen und Talent haben. Ich will talentierte Musiker sehen. Das ist vielleicht auch ein bisschen utopisch und traumtänzerisch, aber ich würde mich freuen.
mokant.at:In deinem Track „Randale in der Sonderschule“ hältst du der deutschen Jugend lyrisch ein wenig den Spiegel vor und kritisierst deren Bildungslücken. Wie erklärst du dir das fehlende Interesse deutscher Jugendlicher an Bildung?
Olli Banjo:Schwer zu sagen. Kein Schüler geht gerne in die Schule, aber so ein gewisses Grad an Bildung ist voll notwendig, wenigstens ein gewisses Interesse an der deutschen Sprache würde ich mir wünschen. Man sollte gucken, dass man kein Vollidiot bleibt. Ich denke, wir leben einfach in so einer schnellen und hektischen Gesellschaft, dass die Leute verwirrt sind, dass man auch alles abkürzt. Deshalb werden anscheinend auch in der Sprache die Artikel weggelassen. Die Leute gehen nicht mehr in die Stadt, sondern sie gehen Stadt, wie ich es eben sprachlich in dem Track wiedergebe. Ich liebe Sprache und finde, dass die deutsche Sprache eine schöne Sprache ist, deshalb nervt mich das.
mokant.at:Also kritisierst du eigentlich mehr die Sprache der Jugend?
Olli Banjo:Ja, aber auch die mangelnde Bildung.













