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Liebe Leserin!
Lieber Leser!
Wenn eine E-Mail mit „Liebe Michi!“ beginnt, färbt sich das Gesicht
meiner Chefredaktionskollegin Michaela Wein schon ganz automatisch in
sattes Bordeaux. „Michi“ hat nämlich einen Fan: „Dein Editorial vom
20.5 war super!!!“, heißt es da. Die Bebilderung kommt schon etwas
weniger gut an: „Das Foto von dir sch…ief und entstellt. Lächle doch
entspannt in die Kamera, so wie Heidi Klum oder wie Paris Hilton mit
dem Dackelblick von unten.“ Bordeaux weicht der Farbe frisch
gepflückter Veilchen: „Die trainieren ihre ‚Fratze' vor dem Spiegel“,
weiß die E-Mail-Schreiberin zu berichten. „Also bis zum nächsten Foto
und Editorial, deine treue Leserin, Mama“.
Apropos Mama: Die Doch-nicht-„Mama der Nation“, Barbara Rosenkranz, ist
in der Gesellschaft nochmals Thema. Nina Nadlinger hat mit dem
Kommunikationswissenschaftler Fritz Hausjell über die Medienkompetenz von Jugendlichen gesprochen, der dabei meint, Rosenkranz habe „eindeutige Signale“ für Rechtsextreme gesetzt.
Alexandra Toth hat für uns die Hörspielcrew begleitet, die
meistgebuchte Hip-Hop-Band Österreichs. Warum es live „eben kickt“,
erzählen die Künstler in unserer dieswöchigen Aufmacher-Reportage.
Julia Staller widmet sich in ihren Anti-Freizeit-Tipps
indes einem wenig beachteten Phänomen: Schach gegen sich selbst
spielen, das verspricht Spiel, Spaß und Spannung. Zumindest für
Menschen mit Persönlichkeitsstörung und Schachgenies. Mode-Queen
Patrizia Paula Konarzewski klärt Fashion-Analphabeten wie mich in ihren
aktuellen Modenotizen darüber auf, dass auch Nagellack eine Wissenschaft für sich ist.
Auch die Wirtschaft ist eine Wissenschaft, und das nehme ich schon mit
deutlich weniger Stirnrunzeln zur Kenntnis. Stephan Schulmeister ist
quasi die Konarzewski der Wirtschaftswissenschaft und im Interview von Sofia Khomenko
erklärt er, warum Griechenland gerettet werden musste und dass „diese
Art von Kapitalismus, die wir jetzt haben, sich selbst unterminiert“
habe. Sehr spannend, genauso wie der Blick auf die Vor- und Nachteile der EU-Mitgliedschaft, den Sofia Khomenko gewagt hat.
Genug zu lesen also, würde ich meinen, und diese Woche kommt ja noch
mehr: Unter anderem widmet sich Julia Staller in ihrer Website-Serie
diesmal dem Internet-Auftritt des RFJ und von Alexandra Gritsevskaja
kommt ein Artikel über hunTU, eine Schnitzeljagd der anderen Art.
Richtig spannend wird es dann nächste Woche: Samuel Kasper hat sich bei
Regen in eine Wiese gelegt und gewartet, bis die Rettung kommt. Und für
uns schreibt er darüber, dazu kommen großartige Bilder von Peter
Unterthurner.
Und Michaela Weins Heidi-Klum-Blick in ihrem nächsten Editorial ist natürlich auch einen Besuch wert.
Wir lesen uns,
Stefan Hohenwarter
Chefredakteur





















































