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Liebe Leserin!
Lieber Leser!
Langsam hört man es in der mokant.at-Redaktion: Aufatmen. Das
Uni-Semester neigt sich dem Ende zu, die letzten Klausuren werden
abgehakt, draußen scheint endlich die Sonne – der Sommer kann also
kommen! Und ich finde: Es wird auch verdammt noch mal Zeit. Wenn die
Leute nur noch von hinterindischer Musik, Propagandaforschung, Goffman,
die Sozialpsychologie von Wirtschaftskrisen und Ruhehörschwellen reden,
dann keimt in einem die bittere Erkenntnis: Die Themen, die man für die
Uni lernt, eignen sich nicht unbedingt als Gesprächsthemen unter
Freunden. Lasst uns unsere Gehirne also wieder frei bekommen von der
Ergodentheorie, Anwendung rechtsvergleichender Methoden,
Molekulargenetik und was weiß ich was, und unsere Freundschaften
retten! Ab in den Sommer!
Bleibt nur noch die Frage offen, wie wir uns den langersehnten Sommer
gestalten, liebe Leserin, lieber Leser! Vielleicht hast du so enormen
Wissenshunger, dass du dich für ein Praktikum im Sommer entschieden
hast? Dass das bei Weitem kein Zuckerschlecken ist und keine
angemessene Entlohnung bringt, erzählt dir Hans-Georg Eilenberger.
Erschreckend dabei: Selbst die Parteien und der öffentliche Dienst
gehen mit keinem guten Beispiel voran. Da stellt sich zurecht die
Frage: Ist ein Praktikum ein Service oder Ausbeutung?
Vielleicht möchtest du auch lieber den Sommer mit Musik genießen oder
dein hart verdientes Praktikageld, sofern es eines gibt, bei den unzähligen Festivals in Österreich ausgeben. Da gäbe es etwa das Forestglade-Festival, mokant.at ist dabei und wird dir von dort berichten.
Eine etwas sparsamere Alternative wäre Sport. Radfahren soll zum
Beispiel nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Umwelt gesund
sein. Nur schade, dass Wien so fahrradunfreundlich gestaltet ist. Das
findet zumindest die „Critical Mass“-Bewegung.
Und mit viel nackter Haut möchten sie darauf aufmerksam machen, dass
ein Radfahrer genauso verletzlich ist wie ein nackter Mensch. Und ein
nackter Radfahrer? Doppelte Arschkarte gezogen.
Egal, was du im Sommer machst, was du auf keinen Fall machen solltest: Spam-Mails lesen. Warum, liest du im aktuellen Anti-Freizeit-Tipp. Dann doch lieber ein gutes Buch lesen. Oder mokant.at.
Viele frohe Sonnen- und mokant.at-Lesestunden wünscht dir,
Julia Staller
Stv. Chefredakteurin




































