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Filmriss Pro & Contra: „New York, I love you“
Episodenfilm, USA/Frankreich, 2008
Nach „Paris, je t'aime“ ist „New York, I love you“ bereits das zweite Kurzfilmprojekt von Drehbuchautor und Produzent Emmanuel Benbihy, bei dem mehrere Regisseure ihr Können zeigen durften. Die insgesamt elf individuellen Kurzfilme drehen sich rund um Liebe und Herzschmerz. Inszeniert von namhaften Regisseuren wie Fatih Akin („Soul Kitchen“) oder Brett Ratner („Rush Hour“) führen die einzelnen Episoden die Zuschauer in die unterschiedlichsten New Yorker Stadtteile, von Chinatown über den Central Park bis hin nach Greenwich Village.
Pro: Poesie der Sehnsüchte
Was kommt dabei heraus, wenn man einer Handvoll Regisseuren zwei Tage
und Nächte Zeit gibt, einen Kurzfilm zu drehen? Ein bunter
Patchworkteppich, in dem die einzelnen romantischen Kurzfilmepisoden
kunstvoll miteinander verknüpft sind. Die Gesamtproduktion überzeugt
weitaus mehr als ihr französischer Vorgänger. „New York, I love you“
wird zudem von einer gelungenen Musikauswahl untermalt, die zum Träumen
anregt. Jede der Geschichten hat ihren ganz eigenen Charme, besonders
schön umgesetzt ist allerdings Joshua Marstons Folge über das Paar, das
seinen 63. Hochzeitstag streitend am Strand entlang spaziert. „New
York, I love you“ ist der zweite Episodenfilm der „Cities of
Love“-Reihe von Produzent Emmanuel Benbihy, der bereits an Folgefilmen
in Shanghai und Rio de Janeiro arbeitet. Man darf auf seine kommenden
Produktionen à la „Tokyo, ai shite iru“ und „Wien, I mog di“ gespannt
sein.
Contra: Kitsch ohne Ende
Im Gegensatz zu „Paris, je t'aime“ kann man „New York, I love you“
allerdings höchstens als durchschnittlich guten Film bezeichnen. Viele
der einzelnen Episoden sind sehr oberflächlich gehalten, andere
plätschern vor sich hin und enden ohne Pointe. Außerdem sind die
wenigsten Kurzfilme prägnant und ziehen am Zuseher vorbei und vielen
der Geschichten fehlt einfach der nötige Kick während andere kitschig
ohne Ende sind. Durch den ganzen Film hindurch wird ein verzerrtes Bild
von New York vermittelt, die Geschichten spielen allesamt in den
reicheren Bezirken sodass leicht das Gefühl einer heilen Welt aufkommt.
Das dem Titel nach erwartete New York-Feeling bleibt zur Gänze aus –
nicht nur eine herbe Enttäuschung für New York-Fans.
Rezensionen von
Sabrina Zwirschitz





















































