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Ben Stiller in einer frühen Midlife Crisis: „Greenberg“

Filmriss Pro und Contra: „Greenberg“
Tragikomödie, USA, 2010

 

Roger Greenberg (Ben Stiller) ist gerade 40 geworden und steckt schon in seiner Midlife Crisis. Er hat in seinem Leben so gut wie nichts erreicht und beschließt, sich nach einem Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt eine Auszeit von seinem bisherigen Leben zu nehmen und einfach gar nichts zu tun. Während sein jüngerer und erfolgreicher Bruder Philip (Chris Messina) sich kurzerhand mit seiner Familie nach Vietnam verabschiedet, soll Greenberg auf deren Haus aufpassen. Dort trifft er auf die 15 Jahre jüngere Florence (Greta Gerwig) die während Philips Abwesenheit auf Roger und das Haus Acht geben soll …

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Eine denkbar ungewöhnliche und ernste Rolle für den Comedian
Pro: Sympathischer Loser
Noah Baumbachs Geschichten besitzen hintergründigen und schrägen Humor, so auch sein neuer Film „Greenberg“. Mit seinem neuesten Werk gelingt ihm die Umsetzung eines interessanten Filmkonzepts. Der Protagonist Greenberg wird von Ben Stiller gespielt, den man eher aus Komödie wie „Nachts im Museum“ kennt. Auf den ersten Blick eine seltsame, auf den zweiten eine sehr interessante Wahl – ein Komödiant, der in einer ernste Rolle steckt. Stiller verkörpert eindrucksvoll Greenbergs Eigenheiten, er spielt dessen Rolle komisch aber nicht lächerlich und zeigt somit eine völlig neue Seite an sich. Er beweist mit diesem Film, dass er auch ernsten Rollen als Schauspieler gewachsen ist. Hinzu kommen die hintergründige, realistische Geschichte und die passenden Dialoge, die ebenso von einem guten Film zeugen, wie die neuartige Besetzung, von der sicher niemand so viel Potential erwartet hat.

Contra: Ohne Höhen und Tiefen
Während des gesamten Films wird der Zuschauer mit den Charakteren nicht richtig warm, ihnen fehlt die nötige Bindung zueinander, um sie liebenswert zu finden oder sich mit ihnen identifizieren zu können. Der Film zieht sich beinahe endlos in die Länge und man fragt sich 107 Minuten hindurch, wann der Film zu Ende ist. Auch auf eine Wende wartet man vergebens, da die Geschichte keine Höhepunkte besitzt und nur einfallslos dahinplätschert. Nicht gerade ein würdiger Nachfolger für Baumbachs vorangehende Filme wie „Der Tintenfisch und der Wal“ und „Fantastic Mr. Fox“; Für Zuseher, die Filme mit trockenem Humor und eintöniger Handlung mögen und eingefleischte Ben-Stiller-Fans allerdings sehenswert.
Filmriss nachlesen ...


Rezension von
Sabrina Zwirschitz

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