Archiv
Freeborden ist Snowboarden auf der Straße und ohne eine Liftkarte bezahlen zu müssen
Die Wintersportsaison neigt sich dem Ende zu, aber das Boarder-Leben geht weiter. Denn Freebording ist der neue Sport, der Snow- und Skateboard vereint und sich nicht auf den Spaß im Schnee beschränkt. Technik und Mut sind gefragt. Sebastian Berger, Barbara Krenn, Robin Ehfrank, Roland Wolfig und Kathi Meyer sind fünf der ersten in Österreich, die sich diese neue Sportart zum Hobby gemacht haben.
Vier-Jahreszeiten-Sport
Auf dem Freebord können Snowboardfreaks jetzt auch fernab
schneebedeckter Hänge ihren Sport der Slides und Carves frönen.
Freebording kann das ganze Jahr hindurch betrieben werden. Auf einem 75
bis 87 Zentimeter langen Brett stehend, lässt sich der Freeborder mit
denselben Bewegungsabläufen wie beim Snowboarden die Straßen
hinunterdriften. „Das Fahren des neuen Streetbords ist, wenn man bereits
Erfahrung im Snowboarden hat, leicht lernbar“, schildert der 25-jährige
Sebastian. Schönwetter und trockene Straßen sind die wichtigsten
Faktoren des originellen Asphalt-Boardens.
„Snowboard the streets“
Das Freebord hat sechs Rollen. An Achsen befestigt, simulieren sie die
Unterseite des Snowboards und ermöglichen Bewegungen in alle Richtungen.
Selbst 180 Grad, 360 Grad und lange, glatte Slides sind kein Problem.
„Was bei keiner der Ausrüstungen fehlen darf, ist ein Helm, Handschuhe
sowie Knie- und Ellbogenschützer“, erzählt die 27-jährige
Betriebswirtschaftsstudentin Barbara. Immerhin ist es möglich, eine
Spitzengeschwindigkeit von 80 bis 90 km/h zu erreichen. Für ein Maximum
an Kontrolle, wurde ein sieben-lagiges Ahorndeck designt. Aggressive,
konkave Wölbungen dienen zur stärkeren Stabilität beim Carven. Die
Bindung ist offen, sodass man jederzeit hinaus schlüpfen kann.
Die Wurzeln des Streetboards liegen in San Fransisco. Bereits 1997 hatten ein paar Kalifornier die Vision ganzjährlich, sprich auf asphaltierten Straßen, zu boarden. Nach einigen Testläufen wurde das erste Freebord noch im selben Jahr von Steen Strand produziert. Ein Jahr später war das erste „Street-Snowboard“ im Handel erhältlich. Doch richtig populär scheint es erst jetzt zu werden.
Mittlerweile findet der Sport auf der ganzen Welt Anhänger. „Auch die Szene in Österreich wächst“, meint Freeborder Sebastian. Amerika bringe zwar mehr Talente hervor, aber Österreich hinke auf keinen Fall hinterher. „Auch hier gibt es Leute, die bestimmt mit dem Rest der Welt mithalten können“, sind sich Barbara und Sebastian sicher.




















