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Warnung! Du bist im Begriff einen absolut miserablen Freizeittipp zu lesen. Zum Wohle deiner eigenen Lebensqualität: Bitte nicht nachmachen!
Kaffeedomantie! Was für ein Wort! Bedeutung: Irrelevant. Das Wort ist wie eine Ohrfeige für Ohren (wenn es gehört wird) oder Augen (wenn es gelesen wird). Kaffeedomantie! Wenn in einem absolut langweiligen Gespräch einfach mal so das Wort „Kaffeedomantie!“ hingeschnalzt werden würde, die Gesprächspartner würden alles fallen lassen und meinen, sie wären Zeugen einer Revolution, die gerade eben mit diesem Wörtchen „Kaffeedomantie!“ vom Zaun gebrochen wurde. Verstärkt würde dann dieses Gefühl, wenn man währenddessen den Finger bedrohlich in die Höhe hebte, die Augen weit aufrisse und mit Inbrunst den Teil „DOMANTIE!“ in „Kaffeedomantie“ schreien würde. Also wenn der Wortlaut an sich schon so stark ist, wie spannend muss dann erst die Tätigkeit sein, die sich hinter diesem Begriff versteckt?
Natürlich war uns allen schon viel früher klar, dass der morgendliche Kaffee unser bester Freund ist. Dass er uns aber auch allmorgendlich auf unsere Zukunft hinweisen möchte, wird erst durch die Kaffeedomantie klar. Ein Kaffee-Sprachführer, also eine Aufschlüsselung, was uns die weiße, wellenförmige Sprache des Kaffees sagen möchte, gibt es zuhauf im gut sortierten Wahrsagerei-Büchershop an der Ecke. Wer dafür kein Geld ausgeben möchte (aus welchem unverständlichen Grund auch immer), findet auch die ein oder andere seriöse Kaffeedomantie-Seite im Internet. Sehen wir etwa einen Küchentopf in unserem Frühstückskaffee, sagt uns der Kaffee, dass wir nostalgisch sind. Zeigt uns der Kaffee ein Dreieck, steht uns ein Erfolgserlebnis bevor (Achtung: Nur wenn die Spitze nach oben zeigt, zeigt sie nach unten, sieht's schlecht aus. Also schnell die Kaffeetasse um 180 Grad drehen.) Sehen wir einen Schmetterling, sind wir frivol. Sehen wir eine Waschmaschine, wird's im Leben kompliziert. Und so weiter.
Ein Wahnsinn also, a) wie raffiniert uns der Kaffee in versteckten Botschaften die Zukunft zeigt und b) offensichtlich paranormale Fähigkeiten besitzt, die hoffentlich bereits auf ihre möglichen gesundheitsschädlichen Auswirkungen hin wissenschaftlich untersucht wurden. Man möge sich nur vorstellen, was die hochintelligenten, fiesen, paranormalen Kaffeeteilchen in unserem Körper anstellen könnten, wenn wir sie erst mal getrunken haben …
Vergeudete Zeit: Fünf Minuten
Langeweilefaktor: Zu hoch um in Worte zu fassen. 5 von 5 Punkten
Peinlichkeitsfaktor: Bitte nicht am Arbeitsplatz den Chef fragen, ob man mal in seinem Kaffee lesen soll. 5 von 5 Punkten.
Wahrscheinlichkeit, dass der Satz „Nie mehr wieder“ fällt: Sehr hoch. Kaffee trinken? Gerne zwei Liter am Tag. Mit dem Kaffee sprechen? Nie mehr wieder.
Auch du hast in deiner Freizeit Dinge getan, die du nie und nimmer wieder tun würdest? Du möchtest deine Mitmenschen davor warnen? Dann poste deine Anti-Freizeit-Tipps oder schick uns eine Mail. Sagen wir gemeinsam der Freizeit den Kampf an!





















































