Reiseguide: Gratis durch New York City (2)

New York und ein kleiner Geldbeutel müssen kein Widerspruch sein. Mit diesen Tipps schafft ihr es gratis – oder zumindest sehr billig – durch den Big Apple. Teil 2

5. Ab auf die billige Seite der Brücke

(c) Anja Maria Dax

(c) Anja Maria Dax

Die Brooklyn Bridge ist eines der Highlights in New York und ist dazu auch noch komplett gratis. Man kann sie gemütlich zu Fuß oder auf dem Fahrrad überqueren und währenddessen die Hochhäuser von Manhattan aus einer anderen Perspektive betrachten. In Brooklyn kann man dann zum Beispiel gemütlich einen Kaffee trinken, im nahegelegenen Brooklyn Bridge Park entspannen, wieder zurückgehen oder ganz komfortabel die U-Bahn nehmen. Generell empfiehlt es sich übrigens, bei der Suche nach einem Schlafplatz auch einen Blick auf Brooklyn zu werfen. Hier sind die Unterkünfte doch oft um einiges billiger als in Manhattan und trotzdem ist man nicht weit weg vom Schuss, solange eine U-Bahn-Station in der Nähe ist.

6. 9/11 Memorial & Museum am Ground Zero
An der Stelle, wo einst die Twin Tower standen, ist jetzt eine Gedenkstätte mit dem National 9/11 Memorial, welches gratis zu besichtigen ist. Das Memorial besteht aus zwei Pools mit Wasserfällen in der Mitte. Diese stellen die beiden Türme als „Fußabdrücke“ dar. In der Umrandung der beiden Becken befinden sich die Namen der Opfer von den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und vom 26. Februar 1993. Mittlerweile ist auch das dazugehörige Museum eröffnet. Der Preis für den Eintritt beträgt regulär 24 Dollar. Dienstags ab 17:00 Uhr ist der Eintritt jedoch kostenlos. Tickets dafür bekommt man nur vor Ort. Es gilt „first-come, first-served“. Eine freiwillige Spende wird empfohlen.

7. Die Staten Island Ferry

(c) Anja Maria Dax

(c) Anja Maria Dax

Die Freiheitsstatue ist ein Muss für alle New York-Besucher. Sieht man die Statue live, wirkt diese dann doch etwas kleiner und unspektakulärer als gedacht. Wer hinauf möchte, sollte sich so früh wie möglich Tickets für die begehrte „Lady Liberty“ kaufen. Ob sich das Geld für die Aussichtsplattform lohnt, ist fraglich, denn das Panorama von einem der zahlreichen Wolkenkratzer der Stadt ist sicherlich um einiges besser. Wer die Freiheitsstatue trotzdem sehen möchte, dem sei die Staten Island Ferry ans Herz gelegt. Sie fährt alle dreißig Minuten von Manhattan nach Staten Island und ist völlig kostenlos, sofern man ein Metroticket besitzt (dreißig Dollar pro Person für sieben Tage). Bei der Überfahrt hat man einen Blick auf die Statue und kann mit einer halbwegs vernünftigen Kamera auch sehr gute Fotos machen. Auch der Blick auf die Hochhäuser Manhattans ist sehenswert. Wer näher an die Statue ran will, kann auch eine kostenpflichtige Ferry nehmen – ob sich das lohnt, bleibt jedem selbst überlassen.

8. Kostenlose Events
Vor allem im Sommer finden in New York City viele Events mit freiem Eintritt statt – beispielsweise Filmvorführungen im Hudson River Park, im Bryant Park und im Brooklyn Bridge Park. Auch Gratiskonzerte werden angeboten. Im Brooklyn Bridge Park kann man sich im Sommer kostenlos Kajaks leihen oder Yoga-Stunden belegen. Einen täglichen Überblick über „Free Events“ in New York bietet die Webseite Club Free Time.

Und zu guter Letzt: Sei flexibel!
Dies gilt besonders für die Reisezeit. Vergleichsweise wenig los ist zum Beispiel im Februar. Flüge und Hotels sind zu dieser Zeit oftmals günstiger zu bekommen. Das Wetter kann zu dieser Zeit allerdings sehr kalt sein. Temperaturen von -10 Grad und weniger sind nicht ausgeschlossen. Im Sommer wiederum kann es sehr heiß werden, weshalb Herbst und Frühling als beste Reisezeiten gelten. Wenn man nicht gebunden ist, ist es besser unter der Woche zu fliegen und Verbindungen zu wählen, bei denen man umsteigen muss. Generell empfiehlt es sich immer, auf entsprechende Angebote zu achten – so sind zum Beispiel fünf Tage New York mit Flug und Hotel mit etwas Glück für unter 500 Euro drin. Auch was den Flughafen betrifft, lohnt sich Flexibilität. Wenn Flüge zum Newark-Airport in New Jersey billiger sind, sollte man diese nutzen. Die Fahrtzeit nach Manhattan ist fast die gleiche wie vom JFK-Airport.

Hält man sich an gewisse Tipps, schafft man es womöglich also doch nicht ganz so teuer durch den Big Apple. Im Großen und Ganzen bleibt zu sagen, dass New York City mit jedem Geldbeutel eine Reise wert ist.

Wie man günstiger ins Museum oder Theater kommt.

Titelbild: (c) Anja Maria Dax


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